Schermbeck/Damm. Idyllisch liegt die kleine Hobby-Werkstatt von Christian Mückley direkt am Haus. Wer die Werkstatt in Schermbeck-Damm betritt, erkennt sogleich die Liebe im Detail: Flaschenöffner, Gewürzmühlen, kleine Vogel-Holzfiguren, Schalen und Vasen liegen versteckt und geordnet im Regal.

Gleich neben der Tür. Mehrere Drechselmaschinen und Werkzeuge sind auf der Arbeitsfläche zu sehen. Schraubstöcke und eine Laubsäge hängen an Wandhaken. Auf dem Boden liegen Holzspäne verteilt.

Christian Mückley zaubert aus Zaunpfosten Kunstwerke

Aus alten Zaunpfosten zaubert Holzkünstler Christian Mückley hier neue Kunstwerke. Praktisch. Oft dekorativ. Wann immer er Zeit und Lust hat, verschwindet er in seine kleine Welt. Schaut sich im Raum um, nimmt ein Stück Holz zur Hand. Hat eine Idee, die er umsetzen will. Dann bringt der Künstler das Holzstück zunächst in die passende Form.

Dieses Vogelpaar gehört zu Christian Mückleys Lieblingsstücken.
Foto: André Elschenbroich

Hat er doch eine Vorstellung von dem Ergebnis. Am Ende ist das Kunstwerk fertig. Oft anders, als in seiner Vorstellung. Aber immer mit einer eigenen Note und seinem ganz persönlichen Charakter.

„Es ist eine beruhigende Sache, nach der Arbeit künstlerisch und gestalterisch etwas Neues zu schaffen“, erklärt er. Auch wenn oft etwas anderes herauskommt, als gedacht, so hat er immer Freude an den Dingen. Meist verwendet er Eiche, versiegelt das Holz mit Wachs, damit es nicht so schnell austrocknet.

Dammer Ochsenkopf mit Flaschenöffner

Manche Sachen sind ihm richtig ans Herz gewachsen. So wie der Dammer Ochsenkopf-Öffner. Ein Flaschenöffner mit Ochsenkopf, den er auch mal an die Schützen verleiht.

Stolz präsentiert Christian Mückley den Dammer Ochsenkopf mit Flaschenöffner.
Foto: André Elschenbroich

Auftragssachen nimmt er selten an, wenn jemand nach seinen fertigen Arbeiten fragt, verkauft er sie. Aber nur, um sein Hobby zu finanzieren. Gewinn mache er keinen. Beruflich arbeitet er seit vielen Jahren in der Dachziegelei Nelskamp in Schermbeck.

Der 45-Jährige ist ursprünglich gelernter Dreher, heute „Feinmechaniker“ genannt. Hier hatte er viel mit Eisen zu tun – und wusste daher auch: „Eisen ist zu aufwändig“. Den Werkstoff Holz entdeckte er vor etwa zehn Jahren für sich. Mückley hatte gesehen, was sich daraus alles drechseln lässt.

Material bekommt Christian Mückley geschenkt

Da Nachbarn und Bekannte alte Zaunpfosten, Baumstämme und ein Weinfass hatten, bekam er das Holz geschenkt. Zuvor holte er sich eine günstige Drechselmaschine. Wagte dann erste Gehversuche mit dem Drechslermesser. Erste Teelichthalter, Schalen und Kugelschreiber aus Holz entstanden. Er las sich in das Thema ein.

Jule freut sich mit über das Holzpferd.
Foto: André Elschenbroich

„Ein Stück weit war es learning by doing“, meint der Familienvater von zwei Kindern und begabte Handwerker.  „Meine Frau Diana schüttelt schon manchmal mit dem Kopf, wenn ich wieder in der Werkstatt verschwinde und eine neue Idee habe“, meint er lächelnd.

Ein Stuhl aus einem Weinfass

Seine Tochter Jule schaut ihm schon jetzt regelmäßig über die Schulter, während sein Sohn Tom schon ganz andere Dinge im Kopf hat. Stolz präsentiert Jule ihr Holzpferd im Garten. Ein weiteres Lieblingsstück, ebenso wie der bequeme Holzstuhl, den er aus einem alten Weinfass gebaut hat.

Gemütlich sitzen Christian, seine Frau Diana und Tochter Jule in einem ehemaligen Weinfass.
Foto: André Elschenbroich

Holz ist sein Hobby – und so wird er seine Familie sicher auch künftig mit wunderschönen Arbeiten überraschen. Seine Werke sind auch unter seinem Instagram-Account muecke-wood-design zu sehen.

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