Die Bundesjagdgesetz Änderung zur Wolfsregulierung ist beschlossen. Der Bundesrat hat zugestimmt und damit neue rechtliche Grundlagen geschaffen. Ziel ist es, Weidetierhaltung besser zu schützen und den Umgang mit dem Wolf klar zu regeln.
Bundesjagdgesetz – Änderung Wolfsregulierung stärkt Weidetierhalter
Münster. Der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband begrüßt die Entscheidung des Bundesrates, der Änderung des Bundesjagdgesetzes zuzustimmen. Damit werden die rechtlichen Voraussetzungen für eine vereinfachte Entnahme von Problemwölfen sowie für eine Bestandsregulierung geschaffen.
Aus Sicht des Verbandes ist dies ein zentraler Schritt, um den Schutz von Weidetieren in Deutschland nachhaltig zu verbessern.
„Die Zustimmung des Bundesrates ist ein entscheidender Meilenstein für die Weidetierhaltung“, erklärt Hubertus Beringmeier, Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes. „Nur wenn der Wolf reguliert werden kann, ist ein dauerhaftes Nebeneinander von Weidetieren und Wolf möglich. Die Tierhalterinnen und Tierhalter haben lange auf diesen Moment gewartet. Jetzt müssen die Länder unverzüglich handeln.“
Forderung nach klaren Regeln zur Wolfsregulierung
Beringmeier fordert eine schnelle Umsetzung auf Länderebene. Notwendig seien einheitliche und praxistaugliche Regelungen. Zudem brauche es kurzfristig eine Bundesverordnung mit klaren Vorgaben.
Dazu zählen laut Verband Managementpläne, die Ausweisung unzäunbarer Weidegebiete sowie eine feste Entnahmequote von 40 Prozent des jährlichen Nachwuchses.
„Wir brauchen einheitliche, praxistaugliche Regelungen und eine kurzfristig zu erlassende Bundesverordnung“, so Beringmeier weiter.
Signal für ländliche Räume
Mit der Entscheidung sendet der Bundesrat nach Einschätzung des Verbandes ein wichtiges Signal für die Zukunft der Weidetierhaltung und der ländlichen Räume.
Die Aufnahme des Wolfes in das Bundesjagdgesetz schaffe erstmals einen bundesweit einheitlichen Rahmen. Dieser ermögliche es, Problemwölfe unbürokratisch zu entnehmen und Bestände zu regulieren.
Der Verband erwartet nun, dass die neuen rechtlichen Möglichkeiten konsequent genutzt werden, um Tierhalterinnen und Tierhalter spürbar zu entlasten.























