Lückenschluss – Fahrradweg längs der B224 ab Freudenberg Richtung Raesfeld-Erle

Mit den Arbeiten zum Ausbau des neuen Fahrradweges im Dreiländereck zwischen Schermbeck, Erle und Dorsten soll frühestens 2022 begonnen werden. Straßen NRW hat ein Ingenieurbüro für weitere Planungen beauftragt.

  • Baukosten rund 5,5 Mio. Euro
  • Breite 1,75 Meter
  • Neue Querungshilfe am Rhader Weg geplant
  • Baubeginn frühesten 2022
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Wer die kürzeste Strecke von Erle nach Freudenberg nehmen möchte, kann aktuell nur auf einem schmalen Asphalt-Streifen neben der B224 radeln, was allerdings nicht immer ganz ungefährlich ist. Foto: Petra Bosse

Geduldsprobe

Um die Erreichbarkeit der Stadt Dorsten aus Borken aus, aber auch von Schermbeck und Raesfeld und umgekehrt, für Radfahrer zu verbessern, soll eine attraktive Radwegeverbindung parallel zur B 224 geschaffen werden. Aber: Gut Ding braucht Weile. Das behauptet zumindest der Volksmund. Fahrradfahrer müssen entweder weiterhin den schmalen Streifen neben der Bundesstraße entlang fahren, oder den Umweg durch den Wald nehmen.

Der Grund: Der Ausbau des Radweges zwischen der Kreuzung Freudenberg auf Schermbecker Gebiet im Kreis Wesel, durch die Üfter Mark bis Raesfeld-Erle wird zu einer besonderen Geduldsprobe. Nach mittlerweile mehr als einem Jahr Vorplanung steht jetzt fest, dass die Arbeiten frühestens 2022 beginnen werden.

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Im Bereich des Rhader Wegs ist eine Querungshilfe sowie eine Abbiegespur für Radfahrer geplant. Foto: Petra Bosse

Wenigstens weiß man jetzt, welche Abmessungen der neue Fahrradweg haben soll und welchen Verlauf er nehmen wird. Auf einer Breite von 1,75 m wird er vom Freudenberg kommend rechtsseitig straßenbegleitend zur B 224 verlaufen.

Ausreichender Sicherheitsabstand zur Straße

Zum Schutz sei zwischen Fahrbahn und Radweg ein Grünstreifen eingeplant, der den notwendigen Sicherheitsabstand gewährleisten soll. Laut Thomas Utsch von Straßen NRW Regional Niederlassung Niederrhein Mönchengladbach, sei der Sicherheitsabstand zur Straße ausreichend, da der jetzige überbreite Mehrzweckstreifen entfernt werden soll, so dass Radfahrer hier sicher auf dem Radweg fahren können.

An zwei Stellen muss beim geplanten Streckenverlauf auf die Fläche des Regionalverbandes Ruhr ausgewichen werden, unter anderem am Rhader Weg. Geplant sei in diesem Bereich laut Utsch eine Querungshilfe und eine Abbiegerspur zu dem kleinen Parkplatz auf der gegenüberliegenden Seite.

Rhader Weg B224
Zahlreiche Fahrradfahrer nutzen den sicheren Weg durch den Wald Richtung Schermbeck und Erle, müssen aber dafür die B224 am Rhader Weg kreuzen. Foto: Petra Bosse

Damit wird auch eine bislang nicht unerhebliche Gefährdung gebannt, denn wer sich aktuell für den sicheren, aber weiteren Weg von Freudenberg nach Erle oder umgekehrt durch den Wald entscheidet – was die meisten Fahrradfahrer tun, – muss zwangsläufig einmal die B224 am Rhader Weg kreuzen.

Kommunale Radbindevernetzung

Stark gemacht hatten sich im November 2019 die Bürgermeister Andreas Grotendorst a. A. (Raesfeld), Mike Rexforth (Schermbeck) und Tobias Stockhoff (Dorsten) für die kommunale Radbindevernetzung im Dreiländer-Eck. Sie arbeiteten gemeinsam in den Rathäusern und mit Straßen NRW daran, dass die wichtige Radwegeverbindung von Borken über Raesfeld und Erle bis Freudenberg realisiert werden kann.

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Seit 2019 im Einsatz für eine grenzübergreifende Fahrradwegeverbindung waren die Bürgermeister v. l.: Andreas Grotendorst a.D. (Raesfeld), Mike Rexforth (Schermbeck) und Tobias Stockhoff (Dorsten). Foto: Archiv

Formplanung ist nun abgeschlossen

Im Juli 2020 kam dann der Bescheid vom RVR, dass ein Ingenieurbüro bereits mit der Planung beauftragt worden sei, für den Fahrradweg verschiedene Varianten zu erstellen. Jetzt, ein Jahr später folgt endlich der nächste Schritt. „Wir haben ein Ingenieurbüro mit der Planung beauftragt, da die Formplanung nun abgeschlossen ist und sind nun dabei, die Vorentwurfsplanung zu erstellen“, sagt Thomas Utsch auf Nachfrage der Redaktion.

Die Baukosten für die rund neu Kilometer lange Radstrecke von Freudenberg bis zur Anschlussstelle Erle/ Brannenschnede durch die Erler Heide belaufen sich laut Straßen NRW auf rund 5,5 Mio. Euro.

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Der rund neun Kilometer lange Fahrradweg von Freudenberg aus aus kommend, soll übergangslos in den Fahrradweg Ortseingang Erle übergehen. Foto: Petra Bosse

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