Der artpark am Hohen Berg im Grenzgebiet von Gahlen startet mit vielen Neuerungen in das Jahr 2026. Geplant sind eine Flächenerweiterung, der Ausbau der artpark Akademie und internationale Ausstellungen. Die neue Saison beginnt im März mit dem Thema „Frühlingserwachen Äquinoktium“.

Ein Besuch bei Hella Sinnhuber und Bernd Caspar Dietrich im artpark am Hohen Berg fühlt sich wie eine kleine Auszeit an. Die Hektik des Alltags scheint hier weit weg. Im Mittelpunkt stehen Kunst und Austausch in einer offenen Atmosphäre. Kunst dürfe gefallen, aber auch irritieren oder zum Nachdenken anregen, betonen die Gründer. Sie betreiben den artpark seit Jahrzehnten bewusst ohne öffentliche Fördermittel, um unabhängig zu bleiben.

Erweiterung des artpark am Hohen Berg geplant
Die Idee für den Skulpturenpark entwickelte sich Ende der 1990er Jahre. Hella Sinnhuber und Bernd Caspar Dietrich lernten sich kennen und organisierten zunächst gemeinsame Aktionen, Ausstellungen und internationale Projekte. Daraus entstand der Wunsch nach einem eigenen Kunstort. Am Hohen Berg wurde diese Vision Wirklichkeit.
Heute umfasst der artpark rund 7.000 Quadratmeter. Eine Erweiterung um weitere 8.000 Quadratmeter ist geplant. Diese soll mit einem neuen Kunstprojekt verbunden sein, das in Kürze vorgestellt wird.

Geöffnet ist der Park von Frühling bis Herbst regelmäßig, in der Nebensaison nach Absprache. Gruppenführungen gehören fest zum Konzept und sind bewusst bezahlbar kalkuliert. Zuletzt besuchten 35 Lehrkräfte aus Schermbeck den Park. Die Führungen gehen häufig in einen intensiven Austausch über.
Dass Kunst nicht nur mit dem Kopf erlebt wird, zeigt eine persönliche Geschichte. Unter den internationalen Kunden von Bernd Caspar Dietrich ist die Jüngste neun Jahre alt. Sie habe sich sofort in ein Werk verliebt. Für sie stand fest, dass sie es besitzen wolle.
Ausbau der artpark Akademie und soziales Engagement
Neben der Kunst verstehen die Gründer den artpark als gesellschaftliches Projekt. In Benefizaktionen kamen innerhalb von fünf Jahren rund 91.000 Euro für Frauenhäuser zusammen.
Während Bernd Caspar Dietrich an neuen künstlerischen Projekten arbeitet, treibt Hella Sinnhuber die Weiterentwicklung des Standorts voran. Geplant ist der Ausbau der artpark Akademie mit Workshops, Kulturvermittlung und kreativen Bildungsangeboten. Zudem arbeitet sie an eigenen künstlerischen Serien wie den Ersttagsblättern im Ökoprintverfahren und ist als Autorin tätig. Mit dem Kinderbuch „Anna & Bob“ spricht sie gezielt junge Leser an.
Saisonstart 2026 und internationale Ausstellung
Die neue Saison beginnt am Wochenende vom 20. bis 22. März 2026 unter dem Titel „Frühlingserwachen Äquinoktium“. Am Sonntag lädt Wappentier Anna ab 10.00 Uhr zum DIY Brunch ein. Geplant sind Führungen, Begegnungen mit den Künstlern und Einblicke in aktuelle Projekte.
Vom 30. März bis 19. April zeigt Bernd Caspar Dietrich eine Soloausstellung in Mailand.
Ein fester Termin bleibt das Sommerfestival Mitte Juni, das regelmäßig zahlreiche Besucher anzieht. Der Leitsatz der Gründer lautet: „Demokratie braucht Kultur – und Kultur braucht Anarchie.“























