Gegen die Stimme des BFB-Fraktionsvorsitzenden Klaus Roth billigte der gemeindliche Planungs- und Umweltausschuss am Mittwoch die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanes „Wohnen mit Pferden“ auf dem Gelände der Familie Leowald an der unteren Landwehr. Ein überarbeiteter zeichnerischer Entwurf soll für die Dauer eines Monats in der Verwaltung öffentlich ausgelegt werden. Beschlossen wurde auch die für die Realisierung des Projektes erforderliche Änderung des Flächennutzungsplanes.
Der Bebauungsplan regelt ein in der weiten Region einmaliges Projekt. Östlich der Reithalle sollen auf einer bisher landwirtschaftlich genutzten Fläche Häuser entstehen, zu denen – räumlich getrennt – ein Stallgebäude für die Unterbringung von Pferden gehört. Pferde können also auf dem eigenen Grundstück grasen und leben. Über ein Wegenetz soll der Anschluss zu Lauf- und Weideflächen jenseits der Alten Poststraße möglich sein. Über entsprechende Auflagen soll der Vorhabenträger sicherstellen, dass Wohnnutzung und Pferdehaltung dauerhaft gekoppelt bleiben. „Man kann das nicht auf 100 Jahre absichern“, gab Bürgermeister Rexforth zu bedenken, als Jürgen Trick (Grüne) und Uwe Karla (CDU) die dauerhafte rechtliche Durchsetzung in Frage stellten. Klaus Roth begründete seine Ablehnung mit der besonderen Lagesituation: „So was ist eine tolle Sache für die Lüneburger Heide, aber nicht für diese Stelle.“ Er verwies auf die Lage an der Alten Poststraße, einer viel frequentierten Verbindung zwischen Dorsten und Schermbeck. H.Sch.
























