Neues Wohnmodell entsteht in Schermbeck

Gegen die Stimme des BFB-Fraktionsvorsitzenden Klaus Roth billigte der gemeindliche Planungs- und Umweltausschuss am Mittwoch die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanes „Wohnen mit Pferden“ auf dem Gelände der Familie Leowald an der unteren Landwehr. Ein überarbeiteter zeichnerischer Entwurf soll für die Dauer eines Monats in der Verwaltung öffentlich ausgelegt werden. Beschlossen wurde auch die für die Realisierung des Projektes erforderliche Änderung des Flächennutzungsplanes.
Der Bebauungsplan regelt ein in der weiten Region einmaliges Projekt. Östlich der Reithalle sollen auf einer bisher landwirtschaftlich genutzten Fläche Häuser entstehen, zu denen – räumlich getrennt – ein Stallgebäude für die Unterbringung von Pferden gehört. Pferde können also auf dem eigenen Grundstück grasen und leben. Über ein Wegenetz soll der Anschluss zu Lauf- und Weideflächen jenseits der Alten Poststraße möglich sein. Über entsprechende Auflagen soll der Vorhabenträger sicherstellen, dass Wohnnutzung und Pferdehaltung dauerhaft gekoppelt bleiben. „Man kann das nicht auf 100 Jahre absichern“, gab Bürgermeister Rexforth zu bedenken, als Jürgen Trick (Grüne) und Uwe Karla (CDU) die dauerhafte rechtliche Durchsetzung in Frage stellten. Klaus Roth begründete seine Ablehnung mit der besonderen Lagesituation: „So was ist eine tolle Sache für die Lüneburger Heide, aber nicht für diese Stelle.“ Er verwies auf die Lage an der Alten Poststraße, einer viel frequentierten Verbindung zwischen Dorsten und Schermbeck. H.Sch.

Auf dieser Fläche östlich der Reithalle (im Hintergrund) soll das Projekt "Wohnen mit Pferden" verwirklicht weredn. Archiovfoto: Helmut Scheffler
Auf dieser Fläche östlich der Reithalle (im Hintergrund) soll das Projekt „Wohnen mit Pferden“ verwirklicht werden. Archivfoto: Helmut Scheffler
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Unter der Artikel-Kennzeichnung "Heimatreporter" postet der Schermbeck-Dammer Helmut Scheffler seit dem Start dieser Online-Seite im Jahre 2013 Artikel über vergangene und gegenwärtige Entwicklungen der Großgemeinde Schermbeck. Seit 1977 schreibt der inzwischen pensionierte Mathematik- und Erdkundelehrer für Lokalzeitungen. 1990 wurde er freier Mitarbeiter des Lokalfunks "Radio Kreis Wesel", darüber hinaus hat er seit 1976 zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Geschichte Schermbecks in niederrheinischen und westfälischen Schriftenreihen veröffentlicht. 32 Jahre lang war er Redakteur des "Schermbecker Schaufenster". Im Jahre 2007 erhielt er für seine niederrheinischen Forschungen den "Rheinland-Taler" des Landschaftsverbandes Rheinland.