Deutsche Fernsehlotterie unterstützt Caritas-Projekt im Alten Rathaus bis Ende November 2027
Das Schermbecker Quartiersprojekt „Wege aus Einsamkeit und sozialer Armut alter Menschen und Familien im Quartier der Gemeinde Schermbeck“ kann fortgeführt und weiter ausgebaut werden. Am Montag wurde am Alten Rathaus an der Weseler Straße symbolisch die Förderzusage der Deutschen Fernsehlotterie übergeben. Der Caritasverband für die Dekanate Dinslaken und Wesel e. V. erhält eine zweckgebundene Förderung in Höhe von 144.500 Euro.

Personalkosten für das Quartiersmanagement Mit dem Geld werden anteilig Personalkosten für das Quartiersmanagement sowie projektbezogene Sachkosten finanziert. Die Weiterfinanzierung der Quartiersarbeit ist damit bis Ende November 2027 gesichert. Die Gesamtkosten des sozialen Angebots belaufen sich auf mehr als 181.000 Euro. Da bei solchen Förderprojekten ein Eigenanteil von 20 Prozent erbracht werden muss, trägt der Caritasverband einen Teil der Gesamtkosten selbst. Die Förderung der Deutschen Fernsehlotterie deckt damit den überwiegenden Anteil der Finanzierung ab.
Alte Rathaus bleibt Anlaufstelle für Begegnung und Beratung
Im Mittelpunkt des Projekts steht das Alte Rathaus Schermbeck, das sich in den vergangenen Jahren als caritativ-soziokulturelles Zentrum etabliert hat. Dort finden Menschen Unterstützung, und Beratungsleistungen. Das Angebot richtet sich ausdrücklich an alle Menschen in der Gemeinde Schermbeck, unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft, Nationalität, Religionszugehörigkeit oder persönlicher Lebensgeschichte.
„In den vergangenen Jahren ist im Alten Rathaus Schermbeck ein lebendiger Ort der Begegnung entstanden. Hier finden Menschen Unterstützung, Gemeinschaft und neue Perspektiven“, betonte Benedikt van Meerbeck, Fachbereichsleiter beim Caritasverband für die Dekanate Dinslaken und Wesel. Die Förderung der Deutschen Fernsehlotterie ermögliche es, die erfolgreiche Quartiersarbeit weiter auszubauen, neue Zielgruppen einzubeziehen und das ehrenamtliche Engagement nachhaltig zu stärken.
Begegnung, Beratung und Hilfe im Alltag
Zum Angebot im Alten Rathaus gehören unter anderem die Tafel, die Kleiderkammer, das Café „Cari-Tasse“, eine Freiwilligenzentrale, Besuchsdienste, Alten- und Demenzberatung, Tagespflege und Sozialstation. Einige Angebote befinden sich noch im Aufbau. Ziel des Kontaktzentrums ist es, Brücken zwischen Menschen zu bauen und zugleich konkrete Unterstützung im Alltag anzubieten.
Gerade Einsamkeit und soziale Armut seien längst nicht mehr nur Themen älterer Menschen. Auch Familien, Alleinerziehende, pflegende Angehörige, neu zugezogene Menschen sowie Menschen mit Migrationsgeschichte seien zunehmend von sozialer Isolation betroffen. Besonders im ländlichen Raum fehlten häufig niedrigschwellige Begegnungsorte, wohnortnahe Unterstützungsangebote und tragfähige nachbarschaftliche Netzwerke.
Genau hier setzt die Quartiersentwicklung in Schermbeck an. Eine pädagogische Fachkraft koordiniert Angebote, begleitet Ehrenamtliche und baut bestehende Netzwerke weiter aus. Ziel ist es, Menschen frühzeitig zu erreichen, Einsamkeit möglichst gar nicht erst entstehen zu lassen und die Nachbarschaft aktiv zu fördern.
Generationenübergreifende Projekte
Quartiersentwicklerin Pia Schuysmans sieht in der neuen Förderphase die Chance, die bisherige Arbeit konsequent weiterzuentwickeln. Künftig sollen insbesondere Familien, neu zugezogene Menschen, Geflüchtete sowie ältere Menschen mit Migrationsgeschichte stärker angesprochen werden. Außerdem sollen mobile Angebote in den Ortsteilen ausgebaut, generationenübergreifende Projekte entwickelt und das Ehrenamt weiter professionalisiert werden.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Aufbau einer lokalen Freiwilligenzentrale im Alten Rathaus. Sie soll Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger sein, die sich ehrenamtlich engagieren möchten. Durch persönliche Begleitung, Qualifizierungen und regelmäßigen Austausch sollen Ehrenamtliche langfristig unterstützt und neue Nachbarschaftsnetzwerke aufgebaut werden.
Starke Nachbarschaft gegen Einsamkeit
Auch Stephan Masch, Repräsentant der Deutschen Fernsehlotterie, hob die Bedeutung solcher Angebote hervor. Einsamkeit betreffe längst nicht mehr nur ältere Menschen. Sie könne Menschen jeden Alters treffen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt nachhaltig schwächen. Das Quartiersprojekt in Schermbeck zeige eindrucksvoll, wie durch ehrenamtliches Engagement, Begegnung und starke Nachbarschaft tragfähige Strukturen entstehen können.
Die Deutsche Fernsehlotterie unterstützt seit vielen Jahrzehnten soziale Projekte in Deutschland. Im Jahr 2025 wurden nach Angaben der Soziallotterie mehr als 70 Millionen Euro an über 400 karitative Projekte ausgeschüttet. In Nordrhein-Westfalen wurden 79 Projekte mit einer Gesamtfördersumme von 13,3 Millionen Euro unterstützt.
Kontakt zur Quartiersentwicklung Schermbeck gibt es im Alten Rathaus, Weseler Straße 1, per E-Mail an [email protected] oder telefonisch unter 02853 / 91 26 334.























