Apotheken im ländlichen Raum sollen gestärkt werden. Mit dem Gesetz zur Weiterentwicklung der Apothekenversorgung will die Bundesregierung die wohnortnahe Arzneimittelversorgung sichern. Der Bundestagsabgeordnete Sascha van Beek sieht darin ein wichtiges Signal für die Apotheken vor Ort.
Apotheken im ländlichen Raum sichern Versorgung
Das neue Gesetz soll die Apothekenversorgung in Deutschland gezielt stärken. Besonders im ländlichen Raum komme den Apotheken eine wichtige Rolle zu, erklärt der Bundestagsabgeordnete Sascha van Beek.
„Apotheken sind weit mehr als reine Ausgabestellen für Medikamente. Sie sind niedrigschwellige Gesundheitsorte, persönliche Ansprechpartner und ein zentraler Bestandteil der Versorgung, gerade bei uns im ländlichen Raum“, so van Beek.
Zweigapotheken sollen erleichtert werden
Ein zentraler Bestandteil des Gesetzes ist die vereinfachte Einrichtung von Zweigapotheken in kleineren Ortsteilen. Voraussetzung bleibt eine nahegelegene Haupt- oder Filialapotheke.
Van Beek betont, dass Versorgung im ländlichen Raum nicht allein an wirtschaftlichen Fragen scheitern dürfe.
Mit Zweigapotheken könne die Versorgung näher zu den Menschen gebracht werden, ohne auf Qualitätsstandards zu verzichten.
Mehr Flexibilität bei Arzneimitteln
Das Gesetz sieht außerdem vor, dass Apotheken leichter auf verfügbare Medikamente ausweichen können, wenn rabattierte Arzneimittel nicht lieferbar sind. Damit solle die Versorgungssicherheit verbessert werden.
Auch das Ende sogenannter Nullretaxationen begrüßt van Beek ausdrücklich. Krankenkassen sollen Apotheken künftig nicht mehr die vollständige Vergütung verweigern können, wenn lediglich formale Fehler vorliegen.
Apothekenhonorar soll steigen
Zur wirtschaftlichen Stärkung der Apotheken gehört laut Gesetz auch eine schrittweise Erhöhung des Apothekenhonorars. Zum 1. Juli 2026 soll das Fixum auf neun Euro steigen, Anfang 2027 auf 9,50 Euro.
„Wer die Apotheken vor Ort erhalten will, muss auch ihre wirtschaftliche Grundlage im Blick behalten“, erklärt van Beek.
Prävention und Impfungen werden ausgeweitet
Zusätzlich sollen Apotheken künftig mehr Aufgaben im Bereich Prävention und Impfungen übernehmen können. Dazu zählen etwa Beratungen zur Früherkennung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes sowie weitere Schutzimpfungen.
Nach Angaben von van Beek könnten Apotheken gerade dort helfen, wo Arzttermine nicht kurzfristig verfügbar seien und längere Wege in Kauf genommen werden müssten.























