Nach dem schweren Unfall in Dinslaken auf der Hagenstraße ist nun auch der zweite schwerstverletzte Junge gestorben. Das teilten die Staatsanwaltschaft Duisburg und die Kreispolizeibehörde Wesel am Mittwoch mit. Bereits zuvor war ein weiterer 12-Jähriger seinen Verletzungen erlegen. Die Ermittlungen zur Unfallursache dauern an.
Unfall zerstört den Alltag am Morgen
Es ist Mittwochmorgen, kurz vor Unterrichtsbeginn. Kinder fahren mit dem Fahrrad zur Schule, Eltern sind unterwegs zur Arbeit oder bringen ihre Kinder in Kita und Schule. Gegen 7.45 Uhr endet diese Routine auf der Hagenstraße abrupt.
Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei erfasste ein Auto im Bereich Hagenstraße/Feldstraße drei radfahrende Kinder. Der Wagen kam erst zum Stehen, nachdem er mehrere geparkte Fahrzeuge gerammt hatte. Die Kinder wurden bei dem Zusammenstoß schwerst verletzt.
Wie Polizei-Pressesprecher Henner Störmer gegenüber dem WDR erklärte, deute das Schadensbild auf eine hohe Aufprallgeschwindigkeit hin. Die genaue Geschwindigkeit sei Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Zwei Jungen sterben im Krankenhaus
Noch am Mittwochvormittag wurde bekannt, dass ein 12-jähriger Junge im Krankenhaus verstorben ist. Am Nachmittag bestätigten Polizei und Staatsanwaltschaft, dass auch der zweite schwerstverletzte 12-Jährige seinen Verletzungen erlegen ist.
Ein spezialisiertes Verkehrsunfall-Aufnahmeteam sicherte Spuren am Unfallort. Warum die 47-jährige Autofahrerin von ihrer Fahrspur abkam, ist weiterhin unklar. Nach aktuellem Stand gebe es keine Hinweise auf eine absichtliche Tat.
Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur könnte ein internistischer Notfall bei der Fahrerin Ursache des Unfalls gewesen sein.
Ermittlungen dauern an
Für die Ermittler bleibt entscheidend, warum die Autofahrerin von ihrer Fahrspur abkam und die Kinder erfasste. Die bisherigen Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft liefern dazu noch kein abschließendes Bild.
Die Staatsanwaltschaft Duisburg und die Polizei Wesel setzen ihre Ermittlungen fort. Weitere Angaben zur genauen Unfallursache liegen derzeit nicht vor.























