Mit dem Business-Frühstück „All you can meet“ hat der Business-Club Schermbeck am 12. Dezember 2025 einen überzeugenden Schlusspunkt unter das Netzwerkjahr gesetzt.
Mit rund 70 Anmeldungen im Vorfeld bestätigte die Veranstaltung eindrucksvoll, dass sich das Format als feste Größe im regionalen Wirtschaftsleben etabliert hat. Sabrina Greiwe, im beruflichen Alltag für die Wirtschaftsförderung Schermbeck im Einsatz, führte souverän, sympathisch und mit sicherem Gespür für das richtige Timing durch die Veranstaltung.

Marke als strategisches Führungssystem
Der Business-Club des SV Schermbeck 2020 e. V. zählt inzwischen mehr als 60 Mitgliedsunternehmen. Der persönliche Austausch, kurze Wege und inhaltlich relevante Impulse gelten dabei als zentrale Erfolgsfaktoren. Auch beim letzten Treffen des Jahres stand genau dieser Dreiklang im Mittelpunkt. Für den kulinarischen Rahmen sorgte das Business-Club-Mitglied Schermbecker Mitte, das die Gäste mit einem vorweihnachtlichen Frühstück stärkte.
Als Keynote-Speaker machte Paul Underberg, Gründer der Fitnessmarke INJOY, in seinem Beitrag deutlich, dass Markenführung untrennbar mit Unternehmensführung verbunden ist. Eine Marke sei kein Kommunikationsinstrument, sondern ein ganzheitliches System aus Haltung, Strategie und konsequenter Umsetzung.

Beständigkeit, Verlässlichkeit und Kontinuitä
Anhand seiner Präsentation führte der Unternehmer des Jahrzehnts aus, dass Marken als „Energiesysteme“ wirken, die Unternehmen, Produkte und Kundenerwartungen miteinander verbinden. Entscheidend sei die klare Abgrenzung. Nur wer wisse, wofür er steht und wofür nicht, könne langfristig Orientierung bieten und Vertrauen aufbauen. Beständigkeit, Verlässlichkeit und Kontinuität seien dabei zentrale Voraussetzungen für eine positive öffentliche Wahrnehmung. Auf diesem Weg müssen natürlich alle Beteiligten im Unternehmen „an einem Strang“ ziehen.

Digitale Sichtbarkeit als Wettbewerbsfaktor
Im zweiten Fachvortrag gab Lisa Hutsch, Inhaberin der Agentur knallt., praxisnahe Einblicke in zeitgemäße Social-Media-Kommunikation und schloss damit nahtlos an den Vortrag von Paul Underberg an. Sie räumte mit gängigen Vorbehalten auf und zeigte, dass soziale Medien längst nicht mehr nur Marketingkanäle sind, sondern strategische Werkzeuge für Sichtbarkeit, Preisgestaltung und Fachkräftegewinnung.

Lisa Hutsch betonte, dass Kaufentscheidungen überwiegend emotional getroffen werden. Das sogenannte 80/20-Prinzip, 80 Prozent Emotion, 20 Prozent Rationalität, spiele daher auch im B2B-Bereich eine zentrale Rolle. Unternehmen, die auf Social Media nicht nur Produkte, sondern Menschen, Werte und Arbeitsrealitäten zeigen, schaffen Identifikation und Vertrauen. Sichtbarkeit bedeute dabei auch Gestaltungsmacht über das eigene Image, denn online werde man gewählt, nicht nur erwähnt.
Erfolgreicher Jahresabschluss mit Perspektive
Einen weiteren Programmpunkt bildete der sportliche Teil des Vormittags. SV Schermbeck Cheftrainer Engin Yavuzaslan und der sportliche Leiter Markus Falkenstein gaben den Gästen einen Ausblick auf die zweite Saisonhälfte. Sie skizzierten sportliche Ziele und organisatorische Schwerpunkte für die weitere Entwicklung des Vereins. Das Business-Frühstück zeigte einmal mehr, wie eng wirtschaftlicher Austausch, inhaltliche Qualität und Vereinsleben in Schermbeck miteinander verzahnt sind.























