In Schermbeck sind in den vergangenen zwei Wochen zahlreiche Wahlplakate der Satirepartei Die PARTEI beschädigt worden.
Wie heißt es so schön? „Narrenhände, beschmieren Wand und Wände“. Betroffen sei vor allem Bürgermeisterkandidat Manuel Schmidt, dessen Gesicht auf mehreren Plakaten mit schwarzer Farbe übermalt wurde. Teilweise wurden auch rechte Parolen hinzugefügt.
Beschädigte Plakate in mehreren Ortsteilen
Nach Angaben der Partei seien die Schmierereien an unterschiedlichen Stellen im Ort aufgetreten. Die Vorgehensweise reiche vom simplen Übersprühen bis zum Anbringen von Aufklebern. Schmidt betonte, die Art der Zerstörung lasse auf eine politische Motivation schließen.
Stellungnahme des Kandidaten
„Ob das aus Frust geschieht, weil die rechtsextreme AfD in Schermbeck mangels Kandidat*innen am Sonntag gar nicht erst zur Wahl steht, oder ob es schlicht Lust am Zerstören ist, kann ich nicht sagen. Ich tendiere aber klar zu Ersterem, denn die Aufkleber und das kunstlose Übersprühen zeigen eindeutig, woher der Wind weht. Dumme Menschen sind ja bekanntlich besonders gut in Schwarzmalerei“, erklärte Schmidt.
Weiter sagte er: „Es überrascht mich nicht, dass wir und ich persönlich Zielscheibe dieser menschenfeindlichen Aggressionen sind. Unsere offene und klare Haltung gegen rechtskonservatives und rechtsradikales Gedankengut ist in Schermbecks Parteienlandschaft wohl die deutlichste. Dass sich diese Faschos daran reiben, war absehbar. Aber ich sage es ganz deutlich: Eurer Gewalt und Menschenverachtung werden wir auch künftig entschlossen entgegentreten. Einschüchtern lassen wir uns nicht.“

Politischer Hintergrund
Die PARTEI tritt in Schermbeck mit Schmidt als Bürgermeisterkandidaten an. Die AfD ist bei der Wahl nicht vertreten, da sie nach eigenen Angaben keine Kandidatinnen oder Kandidaten aufstellen konnte. In den sozialen Medien wird seit Beginn des Wahlkampfs immer wieder über die Stimmung im Ort diskutiert.























