Welche Kritik oder Sorgen haben Ihnen Bürgerinnen und Bürger zuletzt mitgeteilt und wie wollen Sie darauf reagieren?
„Die finanzielle Belastung. Natürlich war die letzte Steuererhöhung der Auslöser, die Wahrheit ist aber, dass diese im Verhältnis zu den gestiegenen Lebenshaltungs- und Energiekosten eher marginal ist. Sie wird jedoch anders wahrgenommen. Wir investieren nachhaltig mit dem Geld in unsere Zukunft in allen Bereichen.
Natürlich auch die Diskussion um die Unterbringung von Geflüchteten und die Sorge, dass wir das als Gesellschaft nicht schaffen. Aber auch die Sorge vor dem Rechtsruck der Gesellschaft.
Darauf zu reagieren ist nicht einfach. Nehmen wir die letzte Steuererhöhung, die ihren Grund ja hauptsächlich in dem massiven Preisanstieg im Energiesektor und der massiven Steigerung der Sozial- und Jugendhilfekosten fand. Das kann ich nicht direkt beeinflussen.
Das Flüchtlingsthema beschäftigt uns ja nun schon länger, und wir haben es bisher, glaube ich, zusammen mit der Caritas gut bewältigt – egal ob es um die Unterbringung geht oder die Betreuung der Menschen vor Ort. Wir sind aber aktuell tatsächlich an der Grenze des Machbaren angekommen. Die Politik scheint dies zumindest im Bund erkannt zu haben. Sie arbeitet an Lösungen, was natürlich bei fehlender Solidarität in Europa nicht ganz einfach werden wird. Sollte dies gelingen, so hoffe ich zumindest, wird der rechtliche politische Rand schwächer werden. Das wäre meine Hoffnung“.























