Start30 FragenBürgermeister-Kandidaten in Schermbeck (17): Gesellschaft und Zusammenhalt

Bürgermeister-Kandidaten in Schermbeck (17): Gesellschaft und Zusammenhalt

Veröffentlicht am

Frage 17 lautet: Was möchten Sie tun, damit sich alleinstehende ältere Menschen oder Zugezogene stärker als Teil der Dorfgemeinschaft fühlen?

Vier Kandidaten treten zur Kommunalwahl 2025 in Schermbeck an: Mike Rexforth (CDU), Manuel Schmidt (Die PARTEI), Dieter Michallek (SPD) und Stefan Dürrbaum (BfB).

In dieser Serie beantworten sie 30 identische Fragen – ungekürzt und im Originalton.
Täglich erscheint ein neuer Teil mit ihren Antworten.

Vier Kandaten treten bei der Bürgermeisterwahl 2025 in Schermbeck an.

Gesellschaft und Zusammenhalt

Frage nur 17: Was möchten Sie tun, damit sich alleinstehende ältere Menschen oder Zugezogene stärker als Teil der Dorfgemeinschaft fühlen

Mike Rexforth

„Ich glaube, es gibt unglaublich viele Angebote für alle Menschen hier im Ort. Es ist aber keine Einbahnstraße. Man muss sich auch selbst ein wenig bemühen. Wir können keine umfassenden Hausbesuche machen und unsere Angebote bewerben. Die Kirchengemeinden in unseren Ortsteilen sind hier eine wichtige Anlaufstation. Im Alten Rathaus an der Weseler Straße hat die Caritas eine Anlaufstelle geschaffen, die Menschen hier entsprechend über Angebote im Ort informiert. Sie fungiert auch wie eine Freiwilligenzentrale, wo Bürgerinnen und Bürger sich melden können, wenn sie sich ehrenamtlich engagieren wollen. Ein erster Schritt aus der Vereinsamung oder der Integration in das Dorfleben“.


Manuel Schmidt

„Als Gemeinde kann man die Leute nicht zwingen, neue Freundschaften zu schließen – aber man kann offen, herzlich und entspannt einladen. Mein Vorschlag: Wer neu ist oder vielleicht allein durchs Leben geht, bekommt von mir eine Einladung – auf ein Bier, einen Tee oder auch eine Apfelschorle, Hauptsache, das Gespräch stimmt. Einfach mal sagen: Schön, dass du da bist! Willkommen in Schermbeck.

Unsere Vereine, Gruppen und Verbände machen hier übrigens einen richtig guten Job. Die sorgen dafür, dass neue Nachbarn sich nicht ewig fremd fühlen und dass auch Senior*innen ihre Leute treffen, feiern, klönen oder gemeinsam sporteln können. Da muss die Verwaltung nicht dazwischenfunken oder das Soziale verkomplizieren. Lieber begleiten, sichtbar machen, unterstützen – aber nicht alles zerreden. Manchmal reicht ein offenes Ohr und ein herzliches Willkommen viel weiter als ein ausgeklügeltes Programm“.


Dieter Michallek

„Ich werde mich dafür einsetzen, damit alleinstehende, ältere oder zugezogene Personen die vielen Angebote in Anspruch nehmen können und dadurch am Leben der Gemeinde teilnehmen. Eine Idee wäre der Aufbau beziehungsweise Ausbau eines ehrenamtlichen Besuchsdienstes in Zusammenarbeit mit karitativen und sozialen Einrichtungen wie der Kirche oder der Caritas sowie Nachbarschaftscafés, Stammtische und Begegnungsnachmittage. All diese Angebote schaffen Kontakte. Gemeinsame Aktivitäten stärken den Zusammenhalt. Dorfgemeinschaft entsteht nicht von allein – wir müssen aktiv dafür sorgen, dass sich jeder willkommen und zugehörig fühlt“.


Stefan Dürrbaum

„Das ist eine unglaublich wichtige Frage, denn ein starker Zusammenhalt ist das, was Schermbeck ausmacht. Gerade alleinstehende ältere Menschen und Zugezogene laufen Gefahr, sich einsam zu fühlen. Hier möchte ich aktiv werden, um sie stärker in unsere Dorfgemeinschaft zu integrieren.
Für alleinstehende ältere Menschen geht es darum, Gelegenheiten für Begegnungen zu schaffen und ihnen den Zugang zu Informationen zu erleichtern: Willkommenspaket und persönliche Ansprache: Jeder neue Bürger in Schermbeck sollte ein Willkommenspaket erhalten, das nicht nur Infos über Anmeldemodalitäten, sondern auch über Vereine, kulturelle Angebote und Ansprechpartner in den Ortsteilen enthält. Eventuell könnte es sogar ein Angebot für ein persönliches Begrüßungsgespräch geben.

Ankommens-Veranstaltungen‘: Regelmäßige, informelle Treffen speziell für Zugezogene könnten organisiert werden, wo sie andere ‚Neulinge‘ und alteingesessene Schermbecker kennenlernen können. Das schafft sofort erste soziale Netzwerke.
Förderung der Vernetzung von Vereinen und Initiativen: Ich würde Vereine ermutigen, ihre Türen aktiv für Zugezogene zu öffnen und Schnupperangebote zu machen. Auch Initiativen wie ‚Schermbeck hilft‘ oder die ehrenamtliche Arbeit der Caritas können hier eine wichtige Rolle spielen, indem sie Kontakte vermitteln.

Klare Kommunikationskanäle: Informationen über das Gemeindeleben, Veranstaltungen und Mitmachmöglichkeiten müssen leicht auffindbar sein, zum Beispiel über eine gut strukturierte Website oder digitale Newsletter.
Mein Ziel ist es, in Schermbeck eine offene und einladende Kultur zu schaffen, in der sich niemand isoliert fühlen muss und jeder die Chance bekommt, Teil unserer starken Dorfgemeinschaft zu werden“.

In der nächsten Frage geht es um Herausforderungen und offene Baustellen in der Gemeinde Schermbeck.

Hinweis der Redaktion: Die Reihenfolge der Antworten richtet sich nach der aktuellen Sitzverteilung im Gemeinderat und entspricht zugleich der späteren Reihenfolge auf dem Stimmzettel gemäß § 32 der Kommunalwahlordnung NRW.

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