StartKreis WeselNachweis von Geflügelpest bei einem Wildvogel im Kreis Wesel

Nachweis von Geflügelpest bei einem Wildvogel im Kreis Wesel

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Influenzavirus bei einem Wanderfalke nachgewiesen. Symbolfoto Pixabay

Wanderfalke mit H5N1-Virus infiziert. Veterinäramt mahnt Geflügelhalter zur Vorsicht

Wie der Kreis Wesel mitteilt, sei am Freitag, 28. Februar 2025, ein insgesamt aufgefundener Wanderfalke aus Rheinberg zur Untersuchung an das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt in Krefeld eingesandt worden. Dort habe man ein Influenzavirus nachgewiesen. Die weiterführende Analyse durch das Friedrich-Loeffler-Institut hat ergeben, dass es sich um ein hochpathogenes Virus des Typs H5N1 und somit um Geflügelpest (Vogelgrippe) handelt.

Laut Kreis Wesel habe dieser Nachweis zunächst keine direkten Auswirkungen auf Geflügelhaltungen im Kreisgebiet. Es handelt sich um den ersten bestätigten Herbst in der Wintersaison 2024/2025. Sollten weitere Fälle eintreten, muss über eine mögliche Aufstallungspflicht entschieden werden.

Veterinäramt appelliert an Geflügelhalter

Der Nachweis des Virus zeigt jedoch, dass die Geflügelpest auch am Niederrhein weiterhin präsent ist und eine Gefahr für Geflügelbestände darstelle. Der Kreis Wesel rufe daher alle Geflügelhalter zur Wachsamkeit auf. Es sei wichtig, die bekannten Biosicherheitsmaßnahmen konsequent umzusetzen.

Dazu zählen insbesondere Futter- und Wasserstellen so zu gestalten, dass Wildvögel keinen Zugang hatten. Auch sollten Hygieneregeln eingehalten und geeignete Schutzkleidung getragen werden, um eine Einschleppung des Virus in Geflügelbetriebe zu verhindern.

Weitere Fälle in der Region und bundesweit

Zuletzt sei im November 2024 ein Ausbruch der Geflügelpest in einer Putenhaltung im benachbarten Kreis Kleve festgestellt worden. Der letzte Fall im Kreis Wesel selbst liege drei Jahre zurück – damals waren in Kamp-Lintfort rund 40.000 Puten gekeult worden.

Bundesweit waren im Jahr 2025 bisher 209 Wildvögel sowie 21 Geflügelhaltungen betroffen. In Nordrhein-Westfalen kam es zu vereinzelten Fällen bei Wildvögeln unter anderem in Essen sowie in den Kreisen Borken, Höxter und Soest. Im Kreis Wesel sei zuletzt im Januar 2024 bei einem verendeten Wildgans in Xanten Geflügelpest festgestellt worden.

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