Die Emscher-Lippe-Region verzeichnete im September 2024 außergewöhnlich hohe Niederschlagsmengen. Die Wasserwirtschaftsverbände Emschergenossenschaft und Lippeverband haben die Niederschlagsdaten ausgewertet.
Hohe Regenmengen an Emscher und Lippe
Im Emscher-Gebiet wurden durchschnittlich 77,5 mm Niederschlag gemessen. Im Vergleich zu einem 130-jährigen Mittel von nur 66 mm. Auch im Lippe-Gebiet fielen überdurchschnittliche Niederschläge mit einer mittleren Summe von 80,2 mm an, wobei der langjährige Durchschnitt hier bei 64 mm liegt. Zur Einordnung: Ein Millimeter Niederschlag entspricht einem Liter Wasser pro Quadratmeter, somit fallen im Emscher-Gebiet 77,5 Liter pro Quadratmeter Regen.
Große Unterschiede zwischen den Stationen
Die Niederschlagsmengen variierten im Emscher- und Lippe-Gebiet stark. Im Emscher-Gebiet wurde die höchste Monatssumme am Pumpwerk Bottrop-Eigen mit 107,8 mm gemessen, während das Pumpwerk Duisburg-Schmidthorst mit 62,5 mm die geringste Menge aufzeichnete. Im Lippe-Gebiet reichen die Monatssummen von 49,6 mm an der Kläranlage Hamm-Mattenbecke bis zu 127,6 mm am Wasserwerk in Voerde.
Spitzenwerte am 2. September
Der 2. September erwies sich in beiden Gebieten als besonders niederschlagsreich. Im Emscher-Gebiet wurden an der Station Duisburg-Stockum (Pumpwerk Alte Emscher) 33,8 mm Regen gemessen. Im Einzugsbereich des Lippeverbands fiel fast doppelt so viel Niederschlag: An der Station Voerde-Wasserwerk fielen 65,3 mm an einem Tag, davon 62,8 mm innerhalb von nur 45 Minuten. Dieser außergewöhnliche Wert entsprach statistisch betrachtet einer Wiederkehrzeit von „größer als 100 Jahren“.
Mehrere Starkregenereignisse im September
Im Verlauf des Monats registrierten die Emschergenossenschaft und der Lippeverband insgesamt fünf Tage Starkregenereignisse (definiert als Ereignisse mit einer Wiederkehrzeit von mindestens einem Jahr). Vier dieser Ereignisse traten in der ersten Septemberwoche auf (2.9., 3.9., 4.9. und 6.9.), während der fünfte Starkregentag auf den 23. September fiel.
Längere Trockenphase in der Monatsmitte
In der Mitte des Monats, vom 14. bis zum 22. September, verzeichneten die Wasserwirtschaftsverbände eine neuntägige Trockenphase, in der kaum oder gar kein Niederschlag fiel. Dies unterbrach die Serie der zuvor erfassten Niederschlagsereignisse und führte zu einer vorübergehenden Beruhigung der Wetterlage.























