StartLandwirtschaftWLV-Präsident Hubertus Beringmeier: Keine Lösung für die Weidetiersicherheit

WLV-Präsident Hubertus Beringmeier: Keine Lösung für die Weidetiersicherheit

Veröffentlicht am

Beringmeier zu den von Bundesumweltministerin Steffi Lemke heute in der Bundespressekonferenz Vorschläge zum Umgang mit dem Wolf: „Vereinfachte Regulierung der Wolfsbestände zum Schutz unserer Weidetiere kann nur ein erster Schritt sein, weitere müssen folgen!“

 „Beim Wolf sind alle Kriterien zur Anerkennung des günstigen Erhaltungszustands als erfüllt anzusehen und die Grundlage für ein aktives Bestandsmanagement gegeben. Nur mit einer entsprechenden Ausweisung wolfsfreier Zonen und einer gezielten Regulierung ist ein Nebeneinander von Weidetierhaltung und Wolf möglich“.

Keine Lösung für die Weidetiersicherheit

Er fügt hinzu, dass die Ansätze von Umweltministerin Lemke lediglich ein erster Schritt sind. Sie bieten immer noch keine Lösung für die Weidetiersicherheit. Tierhalter in Westfalen-Lippe tragen die alleinigen Last zusätzlicher Schutzmaßnahmen. „Der steigende Herdenschutz ist problematisch. Es bedarf einer proaktiven Reduzierung des Wolfsbestands“, betont Beringmeier.

Wolfspopulation in NRW

In den letzten Jahren hat sich die Wolfspopulation in NRW, insbesondere in Westfalen-Lippe, exponentiell erhöht. 2023 wurden 153 gerissene Schafe und Ziegen sowie ein Rind gerissen. Hauptsächlich betroffen sind Weidetierhaltungen. Trotz erheblicher Bemühungen der Tierhalter, Schutzzäune zu errichten und Wachhunde einzusetzen, steigt die Anzahl der Nutztierrisse kontinuierlich an. 2023 stellt bereits einen dauerhaften Rekord dar, mit mehr Nutztieren als in jedem anderen Jahr. Es gab Fälle, in denen Wölfe trotz adäquatem Herdenschutz Zäune überwanden und Tiere rissen.

Die vom Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband im September an die politisch gerichteten Forderungen seien vom Bundesumweltministerium seien laut Beringmeier unbeantwortet geblieben:

  • Bestätigung des günstigen Erhaltungszustandes des Wolfs und darauf basierende Entnahmequote
  • Lockerung des europäischen Schutzstatus des Wolfs
  • Einführung eines regional differenzierten Bestandsmanagements
  • Festlegung von Bebauung ohne Möglichkeit wolfsabweisender Zäunung.

Kontakt zur Redaktion

Haben Sie Fragen oder Anliegen? Kontaktieren Sie uns gerne E-Mail an [email protected] Unsere Redaktion freut sich auf Ihre Nachricht und ist immer interessiert an Kritik, Lob und neuen Ideen und Themen für unsere Berichterstattung.

NEUSTE ARTIKEL

Zwei Nachwuchstalente des SV Schermbeck wechseln in Leistungszentren

Zwei Nachwuchsspieler des SV Schermbeck wechseln zur neuen Saison in die Nachwuchsleistungszentren von MSV Duisburg und VfL Bochum.

Deniz Aytekin kommt zum Business-Coffee des SVS 2020

Deniz Aytekin spricht beim SVS 2020 Business-Coffee in der Volksbank-Arena über Entscheidungen unter Druck.

Schützengemeinschaft Dämmerwald lädt zum Schützenfest ein

Die Schützengemeinschaft Dämmerwald lädt im Juni 2026 zum Schützenfest ein. Das Programm beginnt am Sonntag, 7. Juni, mit dem Königsschießen an der Vogelstange am Hogefeldsweg. Königsschießen am Sonntag Am Sonntag, 7. Juni, beginnt ab 13 Uhr das Königsschießen an der Vogelstange. Auch ein Kinderkönigsschießen ist vorgesehen. Mit dem Königsschuss wird nach Angaben des Vereins ab […]

Plattenbau Schermbeck feiert fünfjähriges Bestehen

Der Plattenbau Schermbeck feiert am Samstag, 13. Juni 2026, sein fünfjähriges Bestehen. Auf dem Parkplatz an der Maassenstraße 89 gibt es ab 10 Uhr...

Klick mich!