Ein musikalischer Auftakt zum Jubiläums-Wochenende

 Dorsten/Gahlen Im Rahmen der ganzjährigen Feier „50 Jahre Friedenskirche“ wurde nach der „Griechischen Nacht“ am 13. Juli, dem Chorkonzert am 21. September und der „Jubiläums-Weihnachtswerkstatt am 23. November das dreitägige Jubiläumswochenende zu einem besonderen  Höhepunkt.

  Beinahe hätte der Orkan „Xaver“ die Jubiläumsfeier buchstäblich durcheinander gewirbelt. „Gestern Abend waren meine Nerven am Ende“, gestand Pfarrer Diethelm Krema bei der Eröffnung des Jubiläumswochenendes am Freitag im Rückblick auf den Abend zuvor, als Sturm, Gewitter und Hagelschauer auch vor der Hardt nicht Halt machten.

  Doch am Freitagmorgen bremste Petrus die Naturgewalten, sodass die Fest-Organisatoren Dieter und Sonja Ufermann mit ihrem etwa 15-köpfigen Helferteam das kleine Zeltdorf auf der Wiese hinter dem Gemeindehaus aufbauen konnten.

     Pünktlich zur Eröffnung durch Pfarrer Krema vertrieb Schneeregen den Pfarrer in eines der Zelte, wo er den vielen Gruppen und Helfern ein herzliches Dankeschön aussprach. Der besondere Dank galt der Familie Ufermann, den „Machern der Festschrift“ sowie dem Ehepaar Gerd und Brigitte Kleinespel. Im Saal Kleinespel durfte der Gahlener Pfarrer Friedrich August Borgards in den frühen 1950er-Jahren vor dem Bau der Friedenskirche Gottesdienste abhalten: In diesem Jahr übergab Gerd Kleinespel der Kirchengemeinde 10 000 Euro aus der Stiftung Kleinespel für die diakonische Sozialarbeit in der Gemeinde.

   „Feiern Sie mit uns“, lud Pfarrer Krema zum Besuch der zahlreichen Stände ein. Deren Summe vermittelte den Eindruck von einer äußerst lebendigen Kirchengemeinde. Der Hardter Frauenkreis bot selbst getöpferte kleine Krippen an. Kirschkern-Körnerkissen und Engel aus Holz wurden vom Pestalozzi-Kindergartens verkauft. Selbst hergestellte Türschleifen wurden zum Blickfang am Stand der Frauenhilfe. Die Allwetterradler vermarkteten Kerzen in hölzernen Schalen, die Dieter Ufermann gedrechselt hatte. Große Anerkennung zollten die Besucher den weihnachtlichen Holzarbeiten, die Bruno Lammers aus Birken-Sperrholz herausgeschnitzt hatte. Einige Konfirmanden luden ein zum Erraten der Anzahl von Cent-Stücken in einer großen Flasche.

   Für das leibliche Wohl sorgten die Schönwetterradler mit Reibeplätzchen, die Grillmeister Dirk Fröscher, Helmar Godisch und Dirk Große-Gehling von der dritten Kompanie des Schützenvereins Hardt, die Königstruppe um König Udo Kolanczyk mit Getränken, der Hardter Frauenkreis mit Waffeln, Kindergarten und Presbyterium mit Glühwein und Ten Sing mit Plätzchen.

     Zu jeder vollen Stunde musizierte eine Gruppe etwa eine Viertelstunde lang. Den Reigen eröffnete der Posaunenchor Gahlen mit weihnachtlichen Klängen, bevor der MGV, verstärkt durch die beiden Solisten Frank Wolthaus und Tanja Weßelmecking sowie durch den Schlagzeuger Egbert Hausberg, mit seinem Dirigenten Jörg Remmers die Bühne auf der Wiese betrat. Weihnachtslieder und Gospel präsentierte der Kirchchor  mit seiner Dirigentin Annelie Twachtmann, die eine Stunde später ein Rendezvous mit dem „Rondovous“-Chor ermöglichte. Zu später Stunde gastierte der Kirchenchor der Katholischen Kirchengemeinde St. Nikolaus an der Friedenskirche.

    Zur Erinnerung an das Jubiläumsjahr wurden eine Festschrift und ein Gedenkteller zum Preis von jeweils 25 Euro angeboten. Buch und Teller können auch jetzt noch ebenso gekauft werden wie  große Tassen mit der Aufschrift „50 Jahre Friedenskirche“ zum Preis von drei Euro und ein Kochbuch mit der Aufschrift „Der Chor kocht“ zum Preis von fünf Euro in dem der Kirchenchor auf 63 Seiten zahlreiche Rezepte zusammengestellt hat.

  Am 22. Dezember werden die Jubiläumsfeiern ab 9.30 Uhr mit einem Festgottesdienst und einem anschließenden Empfang beendet. H.Sch.

[nggallery id=162]

Vorheriger ArtikelNikolaus und Ruprecht im Hallenbad
Nächster ArtikelEinsätze infolge des Orkantiefs „Xaver“
Unter der Artikel-Kennzeichnung "Heimatreporter" postet der Schermbeck-Dammer Helmut Scheffler seit dem Start dieser Online-Seite im Jahre 2013 Artikel über vergangene und gegenwärtige Entwicklungen der Großgemeinde Schermbeck. Seit 1977 schreibt der inzwischen pensionierte Mathematik- und Erdkundelehrer für Lokalzeitungen. 1990 wurde er freier Mitarbeiter des Lokalfunks "Radio Kreis Wesel", darüber hinaus hat er seit 1976 zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Geschichte Schermbecks in niederrheinischen und westfälischen Schriftenreihen veröffentlicht. 32 Jahre lang war er Redakteur des "Schermbecker Schaufenster". Im Jahre 2007 erhielt er für seine niederrheinischen Forschungen den "Rheinland-Taler" des Landschaftsverbandes Rheinland.