Am Mittwoch, 18. Juni, hat die Deutsche Fernsehlotterie der Evangelischen Stiftung Lühlerheim symbolisch einen Scheck über 49.000 Euro überreicht. Mit der Förderung richtet die Stiftung ein neues Wohn-, Betreuungs- und Teilhabeangebot für wohnungslose Frauen ein. Das Projekt im Lea-Ackermann-Haus soll im Oktober 2025 starten und elf Frauen einen geschützten Ort zum Leben und Ankommen bieten.
tiftung Lühlerheim startet Wohnprojekt für Frauen
Mit der Förderung stattet die Stiftung drei Wohngruppen im Lea-Ackermann-Haus aus. Die Gesamtkosten des Projektabschnitts liegen bei rund 98.000 Euro. Die neue Wohneinrichtung richtet sich an volljährige Frauen, die von Obdachlosigkeit, Gewalterfahrungen oder sozialen Notlagen betroffen sind. „Wir danken allen Mitspielenden der Fernsehlotterie. Ihre Unterstützung ermöglicht es uns, das neue Angebot bedarfsgerecht umzusetzen“, sagte Theo Lemken, geschäftsführender Vorstand der Stiftung. Mit der Einrichtung wolle man mehr als einen Schutzraum schaffen: ein Zuhause, das Sicherheit und Gemeinschaft bietet.
Gemeinde Schermbeck unterstützt das Projekt
Auch die Gemeinde Schermbeck begrüße das neue Angebot. Gerd Abelt, Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, betonte: „Dank der Fernsehlotterie entsteht ein sicherer Ort für Frauen in schwierigen Lebenssituationen.“ Ellen Weber, Fachbereichsleiterin für Ordnung, Soziales & Schule, ergänzte: „Gerade in unsicheren Zeiten brauchen wir solche sozialen Angebote dringend.“
Wohnungslose Frauen bleiben oft unsichtbar
Viele wohnungslose Frauen leben im Verborgenen, pendeln zwischen Notunterkünften, Bekannten oder der Straße. Laut aktuellen Schätzungen gebe es in Deutschland mindestens 59.000 Frauen ohne festen Wohnsitz – das entspreche etwa einem Drittel aller Wohnungslosen, heißt es in der Mitteilung. Dennoch richtet sich ein Großteil der Hilfsangebote bislang vorrangig an Männer.
Alltag in Geborgenheit und mit Perspektive
Die Stiftung will das ändern: Das neue Angebot bietet Wohnraum in einem WG-Modell mit drei Etagen. Marion Heerdes, Projektmitarbeiterin, erklärt: „Wir gestalten die Räume wohnlich und funktional. Die Bewohnerinnen sollen zur Ruhe kommen, sich sicher fühlen und ihre Fähigkeiten entwickeln können.“ Eine moderne technische Ausstattung unterstützt sie dabei im Alltag.
Fernsehlotterie fördert gezielt Frauenschutz
Stephan Masch, Repräsentant der Deutschen Fernsehlotterie, betonte: „Frauen, die körperliche oder sexuelle Gewalt erfahren haben, brauchen besondere Schutzräume. In Schermbeck schaffen wir einen Ort, der genau das bietet – ohne Angst, mit Raum zur Stabilisierung.“
Millionenförderung für soziale Projekte
Die Deutsche Fernsehlotterie habe 2024 über 300 Projekte in Deutschland mit rund 50 Millionen Euro gefördert. In Nordrhein-Westfalen erhielten 61 Projekte mehr als 7,5 Millionen Euro. In den vergangenen zehn Jahren seien mehr als 68 Millionen Euro in 473 Projekte im Bundesland geflossen – darunter auch das neue Angebot der Stiftung Lühlerheim.























