Vertreter aller kirchlichen Gruppen kamen zum Gottesdienst mit Birgit Gerhards und Pastor Klaus Honermann 

Fast genau zehn Jahre nach ihrem Amtsantritt in der Katholischen Kirchengemeinde St. Ludgerus feierte gestern Morgen die Pastoralreferentin Birgit Gerhards im Rahmen einer Familienmesse ihr 25-jähriges Dienstjubiläum im Bistum Münster.

Für die musikalische Untermalung sorgte Kirchenmusiker Josef Breuer mit dem großen Kinderchor.

So voll war die Ludgeruskirche schon lange nicht mehr. Vertreter aller kirchlichen Gruppen wollten den Gottesdienst miterleben, den Birgit Gerhards zusammen mit Pastor Klaus Honermann gestaltete und in den mehrere Kinder miteinbezogen wurden. Im Mittelpunkt des Gottesdienstes standen zwei Koffer unterschiedlicher Größe.

Physikalische Vergleiche

Wie die herbeigebetenen Kinder feststellten, war der kleinere Koffer wesentlich schwerer als der größere Koffer. Auch beim Vergleich eines kleinen Steines mit einem großen Luftballon wurde deutlich, dass die Größe eines Objektes nichts über sein Gewicht aussagt. Den physikalischen Vergleich von Gegenständen unterschiedlicher Schwere übertrug Birgit Gerhards auf die Lebenssituationen von Menschen. Die Luftballons symbolisierten die Momente der Leichtigkeit, während die Steine für all das standen, was Menschen in schwierigen Momenten bedrücken kann.

„Schön, dass du dich um Menschen kümmerst“, dankte Pastor Klaus Honermann gegen Ende des Gottesdienstes Birgit Gerhards für ihre Arbeit in der Kirchengemeinde. Pastor Xavier Muppala überreichte der Jubilarin zur Ehre eine große Kette. Als Vertreterin der kirchlichen Mitarbeiter im Bistum Münster gratulierte Pastoralreferentin Christina Kreienkamp ihrer Kollegin.

Nach dem Gottesdienst begleiteten viele Kinder die Pastoralreferentin durch den Mittelgang zum Kirchenportal, wo wenig später die farbigen Luftballons in den bewölkten Oktoberhimmel stiegen.

In der Bücherei an der Erler Straße nutzten während eines Empfangs Vertreter der kirchlichen Gruppen die Gelegenheit, Birgit Gerhards für die vertrauensvolle Zusammenarbeit zu danken. Auch Birgit Gerhards` Eltern nahmen an der Feier teil. Sie ermöglichten ihrer Tochter nach der Schulentlassung das Erlernen des Berufes einer Technischen Zeichnerin, den sie sieben Jahre lang ausübte. Einen Großteil ihrer Freizeit brachte Birgit Gerhards für die Durchführung kirchengemeindlicher Aktivitäten ein, wobei sie schon im Rahmen ihrer eigenen Erstkommunionvorbereitung den heutigen Ludgerus-Pfarrer Klaus Honermann kennen lernte.

Birgit Gerhards gab an ihrem Jubiläumstag vor dem Kirchenportal von St. Ludgerus den Kindern das Zeichen für den Aufstieg vieler bunter Luftballons. Foto: Helmut Scheffler

Die ehrenamtlichen Tätigkeiten ließen die Gedanken reifen, die eigene Büroarbeit durch eine berufliche Tätigkeit im Umfeld einer Kirchengemeinde einzutauschen. Während ihrer Tätigkeit im Marler Pfarrhaus der Gemeinde St. Konrad festigte sich der Entschluss: Mutig kündigte sie ihre Arbeitsstelle, begann 1992 im pastoralen Dienst mit der praxisbegleitenden Ausbildung zur Pastoralreferentin in St. Barbara in Wulfen-Barkenberg. Von da führte der Weg 1996 weiter in die Kirchengemeinden St. Paul, St. Franziskus und St. Suitbert in Recklinghausen.

Am 1. September 2007 begann Birgit Gerhards ihren Dienst in Schermbeck Arbeitsschwerpunkte waren im zurückliegenden Jahrzehnt die Kommunionvorbereitung, die Begleitung der kfd, die Durchführung von Besinnungstagen für Frauen auf Wangerooge sowie die Gestaltung von Familienwochenenden und die Begleitung von Familienkreisen. Seit zwei Jahren ist der Bereich der Trauerbegleitung hinzugekommen.

„Das Faszinierende und Bereichernde an meiner pastoralen Arbeit sind nach wie vor für mich der Kontakt und die Begleitung von Menschen in einer großen Altersspanne und in den unterschiedlichen Situationen und Phasen, die das Leben und der Glaube mit sich bringen“, fasst Birgit Gerhards ihre Arbeit als Geistliche zusammen und fügt hinzu, „da sehe ich die großen Kinderaugen beim Erzählen von spannenden biblischen Geschichten und beim Entdecken der Kirche. Ich höre das Lachen und sehe Spaß und Freude bei Kindern und Erwachsenen in den Familienwochenenden und ich sehe die Tränen der Trauernden.“ Es sei insgesamt ein großes Geschenk, dass sie an so vielen Lebensgeschichten und -erfahrungen habe teilnehmen können. H.Sch.

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Heimatreporter

Unter der Artikel-Kennzeichnung „Heimatreporter“ postet der Schermbeck-Dammer Helmut Scheffler seit dem Start dieser Online-Seite im Jahre 2013 Artikel über vergangene und gegenwärtige Entwicklungen der Großgemeinde Schermbeck.
Seit 1977 schreibt der inzwischen pensionierte Mathematik- und Erdkundelehrer für Lokalzeitungen. 1990 wurde er freier Mitarbeiter des Lokalfunks „Radio Kreis Wesel“, darüber hinaus hat er seit 1976 zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Geschichte Schermbecks in niederrheinischen und westfälischen Schriftenreihen veröffentlicht. 32 Jahre lang war er Redakteur des „Schermbecker Schaufenster“. Im Jahre 2007 erhielt er für seine niederrheinischen Forschungen den „Rheinland-Taler“ des Landschaftsverbandes Rheinland.

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