Der gesellige Teil der Feier fand in der Weseler Niederrheinhalle statt.

Mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Ludgeruskirche begann am Freitagnachmittag die Verabschiedung von 104 Abiturienten der Gesamtschule Schermbeck.

Der von Pastor Klaus Honermann und Pfarrer Hans Herzog geleitete Gottesdienst stand unter dem Motto „Freedom“.

In der Schermbecker Ludgeruskirche begannen am Freitagnachmittag die Entlassungsfeiern für 104 Abiturienten der Schermbecker Gesamtschule. Foto: Helmut Scheffler

Die Religionslehrer Ute Nienhoff und Dennis Prause wurden bei der Organisation des Gottesdienstes von einigen Schülern unterstützt. Für die musikalische Gestaltung sorgten die Musiklehrerin Christina Spellerberg, die Instrumentalisten Maximilian Büchling (Klavier, Cachon), Justin Woeste (Cachon) und die Sängerinnen Jacqueline Schröder, Josefine Timmermann und Laura Zepmeusel.

Die Kollekte war für die „GAGU-Zwergenhilfe“ bestimmt.

Der gesellige Teil der Abiturfeier fand am Abend in der Weseler Niederrheinhalle statt.

Durch das mehrstündige Programm führten Alena Stephan, Fabian Kemper und Jonah Ebbing.

ABIcetamol – … die Schmerzen haben ein Ende

Schulleiter Norbert Hohmann gratulierte den Abiturienten, die einen bemerkenswerten Abiturdurchschnitt von 2,55 erreicht haben. Charlotte Stamm erhielt mit der Traumnote 1,0 das beste Abi-Zeugnis. In seiner Festansprache befasste sich Hohmann mit dem Entlassungsmotto „ABIcetamol – … die Schmerzen haben ein Ende.“ Nach einer Analyse der biologischen, psychischen und sozialen Faktoren des Schmerzes ging Hohmann der Frage nach, was oder wer denn der Auslöser des schulischen Schmerzes gewesen sein könnte. Nach dem Ausschluss der Lehrer und Eltern blieb der Schmerz eine Folge des subjektiven Gefühls des einzelnen Schülers. Eltern und Lehrern und besonders den Beratungslehrerinnen Christine Sobiech und Sabina Wichmann-Lange und dem Abteilungsleiter Matthias Trost bescheinigte Hohmann in der Rückschau das Gelingen, die geeigneten Schmerzmittel gewesen zu sein.

Als Bürgermeister und als Vater des Abiturienten Marlon ergänzte Mike Rexforth sein Lob für die Durchhaltekraft der Schüler um das Lob an die Gesamtschule, die darauf geachtet habe, dass alle mitkommen konnten, ihre Talente und ihre Persönlichkeit entfalten konnten.

104 Schermbecker Abiturienten verabschiedet

Eine erstrebenswerte Lebensdevise verpackte Rexforth in das Bild eines Gefäßes, das nacheinander mit Golfbällen, Kieselsteinen und Sand komplett gefüllt werden kann. Wenn die dicksten Materialien mit den wichtigsten Zielen des Lebens verglichen werden, ergibt sich daraus ein erfülltes Leben. Das komplette Füllen in umgekehrter Richtung funktioniert nicht. Deshalb empfahl Rexforth den Abiturienten, in ihrem weiteren Leben stets mit den wichtigsten Zielen zu beginnen. „Fragt euch, was ihr wirklich wollt“, empfahl er und fügte hinzu, „am Ende des Lebens werden wir ganz bestimmt nicht bereuen, nicht ein schnelleres Auto oder ein schickeres Handy besessen zu haben.“

Der Schulpflegschaftsvorsitzende Oliver Katzenberger gratulierte den Abiturienten im Namen der Elternschaft. Beratungslehrerin Sabina Wichmann-Lange bescheinigte den Abiturienten, „mit ganz unterschiedlichen großartigen Fähig- und Fertigkeiten“ ausgestattet gewesen zu sein.“

Leben aktiv mitgestalten

Im Hinblick auf das Abi-Motto verwies sie auf das weitere Bestehen von „Schmerzen“ und auf die Erfahrung, „dass eure Schule ein wunderbar geschützter Raum war, in dem viele Geister um euer Wohl besorgt waren.“ Ein paar Empfehlungen fürs Leben gab die Lehrerin: das Gesamte im Blick haben, sich in andere Positionen versetzen, das Leben aktiv mitgestalten und Kompromissbereitschaft zeigen.

104 Schermbecker Abiturienten verabschiedet

In ihrer Rede hielten die Schülervertreter Laura Richartz und Philipp Anscheit Rückschau auf die Studienfahrt nach Prag oder Rom am Ende der Q 1, auf die gute Zusammenarbeit mit den Lehrern und Mitschülern, auf die Mottowochen und auf die Unterstützung aus den eigenen Familien in der Phase der Vorbereitung auf die Abi-Prüfungen.

104 Schermbecker Abiturienten verabschiedet

In der Niederrheinhalle bedankten sich die Moderatoren bei den Beratungslehrern, beim Stufenleiter, danach bei den Lehrern der Grund- und Leistungskurse und schließlich bei den weiteren Lehrern, die an der Abschlussfeier teilnahmen.

Die Schüler bedankten sich bei Maximilian Büchling, Felix Schultz und Leon Zöberer für ihre ehrenamtliche Tätigkeit als Tontechniker in der Motto-Woche. Für die musikalische Untermalung der Abschlussfeier sorgten Jacqueline Schröder und Maximilian Büchling mit „Wherever I go“ von Miley Cyrus und – nach dem offiziellen Teil – die DJs Roland und Robin bis lange nach Mitternacht. H.Scheffler

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Unter der Artikel-Kennzeichnung "Heimatreporter" postet der Schermbeck-Dammer Helmut Scheffler seit dem Start dieser Online-Seite im Jahre 2013 Artikel über vergangene und gegenwärtige Entwicklungen der Großgemeinde Schermbeck. Seit 1977 schreibt der inzwischen pensionierte Mathematik- und Erdkundelehrer für Lokalzeitungen. 1990 wurde er freier Mitarbeiter des Lokalfunks "Radio Kreis Wesel", darüber hinaus hat er seit 1976 zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Geschichte Schermbecks in niederrheinischen und westfälischen Schriftenreihen veröffentlicht. 32 Jahre lang war er Redakteur des "Schermbecker Schaufenster". Im Jahre 2007 erhielt er für seine niederrheinischen Forschungen den "Rheinland-Taler" des Landschaftsverbandes Rheinland.