Rund 1000 Bauern mit 100 Treckern hatten ihrem Ärger Luft gemacht. Es folgen weitere Kundgebungen in ganz Deutschland.

Bonn (pd). Auch wenn der Anlass für die Kundgebung am Montag vor dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) in Bonn-Duisdorf gegen immer neue Gesetze und Verordnungen zu Lasten der Landwirtschaft kein erfreulicher war, so zieht der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) ein positives Fazit.

RLV-Präsident Bernhard Conzen bedankte sich in einem Schreiben bei den Mitgliedern für die starke Unterstützung. „Rund 1 000 Bauern und 100 Schlepper haben uns unterstützt, ein starkes Signal in die Politik zu senden: Wir Bauern sind es leid, für jeden Missstand beim Klima, in Umwelt und Natur verantwortlich gemacht zu werden! Wir drängen auf Nachbesserungen am Agrar- wie am Düngepaket mit Regelungen, die das Nötige erreichen, uns dabei aber nicht bis zur Existenzgefährdung überfordern“, betonte er.

Landwirtschaft Demo Bonn
Foto: Martina Goyert

„Den zahlreichen Landwirten, die gestern vor Ort waren und uns ohne Chaos und Randale den Rücken gestärkt haben, danke ich sehr herzlich. Als Bauer weiß ich es sehr zu schätzen, dass so viele Berufskollegen der Teilnahme in Bonn den Vorzug vor den dringenden Arbeiten auf den Feldern gegeben haben“, hob er hervor.

Gemeinsam hätten die Verbände aus NRW und Rheinland-Pfalz mit dieser Kundgebung den Auftakt gemacht für eine in den nächsten Wochen folgende Serie weiterer Veranstaltungen überall in Deutschland.

Dazu gehört auch eine Kundgebung, die am 22. Oktober auf dem Bonner Münsterplatz stattfinden wird. „Es ist gut, zu wissen, dass sich der Berufsstand jetzt mit vielen Stimmen und bundesweit an vielen Orten bemerkbar macht. Wir wollen fair und auf Augenhöhe behandelt werden. Das können wir nur erreichen, wenn wir neben unseren lautstarken Protesten auf der Straße, auch den Dialog mit den Entscheidungsträgern suchen“, machte Conzen deutlich. Auch dazu hätten die rheinischen Bauern gestern im Anschluss an die Kundgebung in einem mehrstündigen Gespräch mit Herrn Staatssekretär Dr. Hermann Onko Aeikens einen guten Grundstein legen können. „Wir kämpfen weiter für die Zukunft der Landwirtschaft!“, betonte Conzen abschließend.

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