Wölfin Gloria von Wesel ist laut LANUV nachweislich für den Riss am 14. Oktober 2020 der zwei Schafe in Schermbeck und für den Riss am 11. November 2020 in Hünxe verantwortlich.

Das teilt das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW am 7.12.2020 mit.

Beim Wolfsriss am 11. November in Hünxe handelte es um den zehnten Riss auf der Schafweide von Kurz Opriel. Hier tötete die Wölfin ein trächtiges Mutterschaf am Wardweg, etwas 165 Meter von der Wohnbebauung entfernt durch einen Kehlbiss.

Dabei überwand die Wölfin einen 1,22 Meter hohen und mit 5000 Volt versehenen Zaun (Elektronetz) ohne Untergrabungen, wie bei den anderen zehn Rissen bei Opriel auch.

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LANUV bestätigt diesen Riss bei Kurt Opriel.

Schäfer gibt Schafzucht nach letzten Riss auf

Bei den Rissen am 12. Oktober handelte es sich um weitere zwei Kamerunschafe von Roland Uhlenbrock im Heisterkamp in Gahlen die die Wölfin riss. Der letzte Riss der Wölfin/Wolf fand erneut in der letzten Woche (1./2. Dezember)statt und dezimierte die Herde von vier auf nun noch drei Schafe.

Das führte letztendlich dazu, dass der Schafhalter seine letzten drei Schafe abgegeben hat und seine Hobbyschafzucht nun endgültig einstellt (wir berichteten).

2018 hatte Roland Uhlenbrock noch 12 Schafe auf seiner Wiese in Gahlen. Nach insgesamt drei Wolfsübergriffen mit sechs getöteten Schafen, ein Schaf wurde durch einen Wolf verletzt und musste eingeschläfert werden.

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) teilt mit, dass anachweislich von der Wölfin GW954f getötet wurden. Die Halter können bei der Bezirksregierung Düsseldorf eine Entschädigung beantragen, sofern zum Zeitpunkt des Übergriffs ein wolfsabweisender Grundschutz gemäß Förderrichtlinien Wolf vorhanden war.