Der Heimat- und Geschichtsverein Schermbeck lud am Samstagabend zu einer zweieinhalbstündigen Wanderung durch die Üfter Mark ein. Ziel war in diesem Jahr das kleine Moorgebiet am Entenpoet.
Seit Jahren schon suchen die Heimatfreunde Wanderstrecken aus, die es wert sind, einmal unter fachlicher Prüfung genauer unter die Lupe genommen zu werden. Das aber besonders der „Entenpoet“ mehr als 50 interessierte Wanderlustige anzog, damit hatte im Vorfeld niemand gerechnet und überraschte nicht nur den Vorsitzenden Rolf Blankenagel. Treffpunkt war der Parkplatz „Nottkamp“, wo sich pünktlich um 18 Uhr die Wanderfreunde aus Schermbeck, Raesfeld und Dorsten versammelten. Wetterfeste Bekleidung und gute Laufschuhe waren die beste Voraussetzung, um bei diesem feuchten Aprilwetter trockenen Fußes durch den Wald zu kommen.

Die Wanderung zum Moor am Entenpoet zog zahlreiche interessierte Besucher an. Treffpunkt war der Parkplatz am Nottkamp,
Die Wanderung zum Moor am Entenpoet zog zahlreiche interessierte Besucher an. Treffpunkt war der Parkplatz am Nottkamp,

Geführt wurde die Wanderung von Wilhelm Itjenhorst von der biologischen Station Wesel, der zu Beginn schon eine Regel festlegte. „Die Hunde dürfen nur angeleint und auf dem Weg durch den Entenpoet laufen, und das Moor ist absolut tabu für alle Vierbeiner“.
Bedingt durch die große Gruppe, die sich auch von dem kurzzeitigen Regenschauer die Wanderlaune nicht verderben ließ, musste Wilhelm Itjenhorst improvisieren. „Wir können nicht alle auf einmal zum Moor, sondern nur in kleinen Gruppen“, so Itgenhorst, der allen voran die Gruppe anführte.

Wilhelm Itjenhorst (re.) von der biologischen Station Wesel führte die Wandergruppe zum Moor am Entenpoet.
Wilhelm Itjenhorst (re.) von der biologischen Station Wesel führte die Wandergruppe zum Moor am Entenpoet.

Das nährstoffarme Moor ist das Laichgebiet des vor dem Aussterben bedrohten Moorfrosches und darf nur im Frühjahr, also außerhalb der Vegetationszeit, betreten werden. Entstanden ist das Moor am Entenpoet auf einer Lehmschicht, die sich in der Eiszeit gebildet hat und nur vom Niederschlagwasser, was sich auf der Lehmschicht staut, gespeist wird.
Ein Grund dafür, dass es auch das erste Mal war, dass der Heimat- und Geschichtsverein in all den Jahren hierher noch keine Wanderung unternommen hat. Günter Gaetzschmann kennt dennoch den Wald recht gut und ließ es sich nicht nehmen, in der Gruppe an diesem Tag mit zuwandern. „Ich gehe hier regelmäßig durch den Wald spazieren, denn es ist wirklich eine sehr schöne Strecke von gut zwei Stunden, aber man muss die Wege auch kennen“, sagte Günter Gaetzschmann.

Wilhelm Itgeshorst (re.) führte die Wandergruppe des Heimat- und Geschichtsvereins durch den Wald zum Moor
Wilhelm Itgeshorst (re.) führte die Wandergruppe des Heimat- und Geschichtsvereins durch den Wald zum Moor

Das kleine Moor hat gerade mal einen Durchmesser von rund 60 Meter und eine Wassertiefe von zirka einen Meter. „Viele Besucher haben dieses Teilstück noch nie wahrgenommen, aber Wilhelm Itenhorst hat es sehr interessant und toll erklärt und es sind viele neue Informationen rüber gekommen. Es hat sehr viel Spaß gemacht“, resümiert Rolf Bankenagel.
Für den Juni hat der Schermbecker Heimat- und Geschichtsverein eine Vogelstimmenwanderung in den Lichtenhagen mit einem Vogelexperten, sowie am 20. Juni eine Wanderung durch den Dämmerwald geplant.

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