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Straffes Programm bei der 12. Sitzung des Schermbecker Rates

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Paul und Gerrit Eichholzer von der pbb Solutions GmbH stellen aktuellen Stand zur Planung auf der ehemaligen Fläche von Iduna Hall vor

Für die Ratsmitglieder der Gemeinde Schermbeck stand am 28. September ein straffes Programm auf der Agenda. Rund 18 Punkte umfasste die Tagesordnung. Bei einigen kam es zu hitzigen Diskussionen, von denen noch zu berichten sein wird.

Doch der zeitaufwendigste Tagesordnungspunkt fand sich bereits an 6. Stelle des öffentlichen Teils der Sitzung und damit weit vorn auf der Liste. Das geschah aus gutem Grund, denn mit Paul und Gerrit Eichholzer von der pbb Solutions GmbH waren die beiden Geschäftsführer einer international agierenden Planungsgesellschaft angereist.

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Paul-Eichholzer stellt den Bebauungsplan vor. Foto: Ralf Meier

Neuaufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanes

Im Auftrag des Bottroper Unternehmens Rottbeck, das an der Maassenstraße ein Logistikzentrum auf den Flächen der ehemaligen Dachziegelei „Idunahall“ errichten möchte, stellten Vater und Sohn Eichholzer den aktuellen Stand der Planung vor.

Nach dem bislang geltenden Bebauungsplan Nr. 47 wäre dies nicht umsetzbar. Dafür wäre die Neuaufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanes notwendig. Paul Eichholzer erläuterte, dass der Gebäudekomplex ca. 30.000 qm umfassen und an der höchsten Stelle etwa 15 m erreichen würde. In seinem Inneren soll ein Dienstleistungscampus mit Produktionsflächen entstehen.

30 Menschen pro 10.000 qm

Hier sollen nach Fertigstellung 30 Menschen pro 10.000 qm beschäftigt werden, also etwa 90 pro Schicht. Derzeit sind zwei Schichten angedacht, was allerdings nicht bedeutet, dass sich das in Hochphasen nicht auch auf drei Schichten steigern könne. Die geforderte Abstandsrestriktion wird eingehalten, mit einem ausreichenden Abstand zur Straße.

Zuwegung für die An- und Abfahrt

Auf die Frage, ob sichergestellt werden könne, dass es bei den etwa 60 LKW, die das Logistikzentrum zwischen 6:00 Uhr morgens und 22:00 Uhr ansteuern sollen, bleiben wird, entgegnete Paul Eichholzer, dass die Kapazitäten der Anlage eine höhere Frequenz gar nicht zulassen würden, zumal das Gebäude durch die LKW nur von einer Seite angefahren werden kann. Hierfür soll eine eigene Zuwegung für die An- und Abfahrt erstellt werden.

Lärmschutz ist sichergestellt

Auch der Lärmschutz sei sichergestellt. Nachts sei das LKW-Aufkommen ohnehin auf maximal sechs beschränkt, falls überhaupt erforderlich. Da der Bereich seit der Schließung der Ziegelei im Jahr 2005 ohnehin kein optisches Highlight ist und noch dazu Arbeitsplätze in einer nennenswerten Größenordnung geschaffen werden können, fiel die Abstimmung des Rates über den Aufstellungsbeschluss einstimmig aus. Der Bebauungsplan Nr. 47 ist damit außer Kraft gesetzt.

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