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Spielplatz in Schermbeck wegen Asiatischer Hornisse gesperrt

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Ein gesperrter Spielplatz sorgt derzeit in Schermbeck für Nachfragen. Grund ist ein Hornissennest, das sich laut stellvertretendem Bürgermeister Gerd Abelt an der Eichenstraße, Ecke Birkenstraße befindet. Es handele sich um die Asiatische Hornisse (Vespa velutina), eine invasive Art, deren Ausbreitung aktuell viele Gemeinden beschäftige.

Abstimmung mit Naturschutzbehörde läuft

Wie Gerd Abelt erklärte, habe die Gemeinde den Bereich vorsorglich abgesperrt und mit Warnschildern versehen. Die Entscheidung über das weitere Vorgehen werde derzeit mit der unteren Naturschutzbehörde des Kreises Wesel abgestimmt. „Ein kleines Kind und ein Hornissenstich muss nicht sein“, sagte Abelt. Angesichts der milden Witterung im Oktober wolle man auf Nummer sicher gehen.

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Bis eine endgültige Entscheidung vorliege, soll der Spielplatz gesperrt bleiben. Die Absperrung diene rein der Sicherheit, hieß es weiter aus dem Rathaus.

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Foto: Petra Bosse

Hintergrund: Einstufung als etablierte Art

Die Asiatische Hornisse stammt ursprünglich aus Südostasien und hat sich in den vergangenen Jahren zunehmend in Europa verbreitet. Im Frühjahr 2025 ist sie auf EU-Ebene als sogenannte „etablierte Art“ eingestuft worden. Damit entfalle laut der neuen EU-Verordnung die Pflicht, die Art systematisch zu bekämpfen oder auszurotten. Stattdessen setzten die Mitgliedsstaaten auf langfristige Managementpläne, um die Ausbreitung zu kontrollieren.

Asiatische Hornisse
Die Asiatische Hornisse ist etwas kleiner als die heimische Europäische Hornisse, gilt aber als anpassungsfähig. Foto: Pixabay

Beobachtungen weiterhin wichtig

Künftig würden Nester der Asiatischen Hornisse nicht mehr automatisch von den Behörden entfernt. Dennoch bleibe es wichtig, Sichtungen zu melden, um das Vorkommen zu dokumentieren und bei Bedarf eingreifen zu können. Die Tiere gelten nicht als grundsätzlich aggressiv gegenüber Menschen, können aber zur Bedrohung für heimische Insekten, insbesondere Honigbienen, werden.

Von eigenständigen Entfernungen wird dringend abgeraten, sowohl aus Sicherheitsgründen als auch, weil Verwechslungen mit geschützten Arten wie der Europäischen Hornisse möglich sind.

Unterschiede zur heimischen Hornisse

  • Größe: Arbeiterinnen etwa 2 bis 2,5 cm, Königinnen bis 3 cm groß (Europäische Hornisse bis 3,5 cm).
  • Gewicht: Etwa 0,5 bis 0,7 Gramm pro Tier.
  • Färbung: Dunkler Brustbereich, fast schwarz; Hinterleib dunkelbraun mit breiter gelber Endbinde.
  • Beine: Auffallend gelb gefärbt – ein deutliches Unterscheidungsmerkmal zur heimischen Art.
  • Auftreten: Wirkt kompakter als die Europäische Hornisse und bildet große Nester mit mehreren Tausend Tieren.

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