Rat entscheidet über neues Logo der Gemeinde

Der von den Politikern des Haupt- und Finanzausschusses ins Leben gerufene Ideenwettbewerb endete im September.

Jetzt soll der Rat in der letzten Sitzung des Jahres 2020 über die drei besten Vorschläge abstimmen – und ebenfalls entscheiden, ob der erstplatzierte Entwurf das neue Logo der Gemeinde werden soll. Angesichts der bereits sehr langen Tagesordnung könnte der Rat sein Votum jedoch auch vertagen.

Schermbeck. Zwei Mal war die Verwaltung mit einem Entwurf für ein mögliches Logo der Gemeinde Schermbeck gescheitert. Bei der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses schlug der damals noch parteilose Thomas Heiske (Zukunft Schermbeck) einen Ideenwettbewerb vor. Einzig Bürgermeister Mike Rexforth stimmte damals dagegen.

Nach kurzer Diskussion einigten sich die Lokalpolitiker damals darauf, folgende Preise auszuloben: 1000 Euro für den ersten Platz, 500 Euro für den zweiten Platz und 250 Euro für den dritten Platz. Der ursprüngliche Abgabetermin für Logovorschläge wurde wegen der Corona-Pandemie bis Ende September verlängert. Öffentlichkeitsarbeit für den Ideenwettbewerb gab es seitens der Gemeinde so gut wie gar nicht, lediglich vereinzelte Presseberichte machten die Ausschreibung bekannt.

Umso erstaunlicher ist die Resonanz: Insgesamt sind bei der Gemeinde Schermbeck 80 Entwürfe von 18 Beteiligten eingegangen – ein Vorschlag jedoch erst weit nach der offiziellen Abgabefrist am 11. November. Ob diese Einsendung aus Fairnessgründen gänzlich von der Teilnahme oder möglicherweise nur vom möglichen Gewinn des Preisgelds ausgeschlossen ist, müssen die Ratsmitglieder entscheiden.

Vielleicht rutscht das Thema Logo aber noch kurzfristig von der Tagesordnung: Angesichts der Corona-Pandemie wünschen sich einige Ratsmitglieder offenbar eine kürzere Sitzung so kurz vor Weihnachten, was angesichts der geplanten Haushaltsdebatte bereits eine Herausforderung darstellt. Ihre Befürchtung: Mit Blick auf 80 Vorschläge droht beim Thema Logo eine lange Diskussion – zumal im März einige Politiker des Haupt- und Finanzausschusses auch die grundsätzliche Frage aufgeworfen hatten, ob neben dem Wappen der Gemeinde überhaupt ein Logo erforderlich sei.

Verwaltung will schnelle Entscheidung

Die Gemeinde drückt jedoch aufs Tempo, denn sie möchte ein neues Logo bereits Anfang 2021 für den Relaunch der gemeindlichen Internetseite verwenden. Die Möglichkeit, erst eine Website zu erstellen und das Logo später auszutauschen, ist in der Beschlussvorlage für den Rat nicht erwähnt. Die Verwaltung begründet die Notwendigkeit eines Logos mit der höheren Außenwirkung eines Markenauftritts, für die mehr als das altbekannte Wappen notwendig sei.

Interessanterweise haben viele der eingereichten Vorschläge das bestehende Wappen unverändert, nur in Teilen oder verfremdet aufgegriffen – vielleicht, um die Anhänger des Schermbecker Hoheitszeichens zu besänftigen und einen möglichen Kompromiss im Logostreit aufzuzeigen.

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Moin, ich bin André Elschenbroich. Vielen bekannt unter dem Namen Elsch. Der Eine oder Andere verbindet mich noch mit der WAZ, bei der ich 1988 als freiberuflicher Fotojournalist anfing und bis zur Schließung 2013 blieb. Darüber hinaus war ich in ganz Dorsten und der Region gleichzeitig auch für den Stadtspiegel unterwegs. Nachdem die WAZ dicht machte, habe ich es in anderen Städten versucht, doch es war nicht mehr dasselbe. In über 25 Jahren sind mir Dorsten, Schermbeck und Raesfeld mit ihren Menschen ans Herz gewachsen. Als gebürtiger Dorstener Junge merkte ich schnell: Ich möchte nirgendwo anders hin. Hier ist meine Heimat – und so freut es mich, dass ich jetzt als festangestellter Reporter die Heimatmedien mit multimedialen Inhalten aus unserer Heimat bereichern kann.