Mit mehreren Bissverletzungen wurde ein Shetlandpony in Kirchhellen auf der Weide gefunden. Fotos von Wolfsspuren gesichert

Am Mittwochmorgen wurde ein 20-jähriges Shetlandpony an der Lehmschlenke in Bottrop-Kirchhellen mit mehreren Bissverletzungen schwer verletzt auf der Weide gefunden. Das Pony hat Bisswunden an der Kehle, an den Keulen und Flanken. Ein weiteres Pony, was auf der Weide stand, blieb unverletzt.

Ein Nachbar habe laut Bürgerforum Gahlen in den frühen Morgenstunden rund 40 Meter von der Wohnbebauung zwei auf der Weide stehenden Ponys zwischen 6.30 Uhr und 7 Uhr noch gesund und munter beobachten können. Die Wiese ist mit einem üblichen Weidezaun, teilweise elektrisiert, umzäunt.

Da hier auch Wolfsspuren gesichtet werden konnten, geht das BürgerForum Gahlen davon aus, dass es sich mit aller Wahrscheinlichkeit um einen erneuten Wolfangriff handelt.

Lebensgefährliche Verletzungen

Derzeit befindet sich das Pony Moritz in der Pferdeklinik in Velen-Hochmoor. Ein Tierarzt war vor Ort und hat im Beisein der Besitzerin die ersten Wundversorgungen vorgenommen. Laut Tierärztin der Klinik seien die Verletzungen lebensgefährlich und sie hoffe, dass das Tier den Angriff überlebt.

Wenn sich die Verletzungen der Bisswunden bei dem Pony durch eine DNA-Untersuchung bestätigen, dann wäre es insgesamt der achte Wolfsangriff auf Pferde/Ponys im Wolfsgebiet Schermbeck.

Der letzte Riss in Kirchhellen bei einem Pony fand am 13/14 Dezember 2021 statt. Das Shetlandpony stand artgerecht mit einem weiteren Shetty sowie drei Großpferden auf einer Weide mit Offenstall in Kirchhellen Auf dem Espel (wir berichteten).