Kilian-Schützengilde Schermbeck von 1602 freut sich auf die neue Schützensaison

Schermbeck König Bernd Holtmann von der Kilian-Schützengilde Schermbeck von 1602 wirkte Sonntagmorgen in der „Schermbecker Mitte“ sichtlich zufrieden mit dem Verlauf der Kilianer-Versammlung. 44 feuerfreudige Kilianer konnte Präsident Rainer Gardemann begrüßen. Stellvertretend für die im letzten Jahr verstorbenen Schützen erinnerte Gardemann an Ernst Stricker.
Von einem ereignisreichen Jahr 2014 berichtete Schriftführer Andreas Hoppe in seinem Jahresbericht. Beim Traditionspokalschießen belegte König Marc Grothoff de zweiten Platz. Königin Barbara Stender schaffte Platz vier. Die Mannschaft gab sich mit dem letzten Platz zufrieden.
Die zur Gilde gehörende Schüppenkompanie feierte ihr 20-jähriges Bestehen. Großen Wert legten die Kilianer auf die Kontakte zur Altschermbecker Schwesterngilde und zu den Brichter und Dammer Schützen. Im Verlauf des eigenen fünftägigen Kilianfestes übergaben Marc Grothoff und Barbara Stender die Regentschaft an Bernd Holtmann und Kerstin Hoppe. Im Herbst lockten die Kilianer mit ihrem Oktoberfest und mit der Nachfeier.

Zum Vorstand der Kiliangilde Schermbeck von 1602 e.V. gehören Präsident Rainer Gardemann, König Bernd Holtmann, Beisitzer Volker Wirkus, Beisitzer Ulrich Halbsguth (vorne v.l.), Hauptmann Markus Redeker, Beisitzer Uwe Lubnau, Beisitzer Dr. Achim Wittwer, Schriftführer Andreas Hoppe und Kassierer Kalle Herms (hinten v.l.). Nicht abgebildet sind Oberst Wolfgang lensi8ng und Major Sven Nuyken. Foto Scheffler
Zum Vorstand der Kiliangilde Schermbeck von 1602 e.V. gehören Präsident Rainer Gardemann, König Bernd Holtmann, Beisitzer Volker Wirkus, Beisitzer Ulrich Halbsguth (vorne v.l.), Hauptmann Markus Redeker, Beisitzer Uwe Lubnau, Beisitzer Dr. Achim Wittwer, Schriftführer Andreas Hoppe und Kassierer Kalle Herms (hinten v.l.). Nicht abgebildet sind Oberst Wolfgang lensi8ng und Major Sven Nuyken. Foto Scheffler

Kassierer Kalle Herms berichtete über die finanziellen Verhältnisse der Gilde. Dabei wurde die Bedeutung des im Jahre 2013 gegründeten „Königskreises“ hervorgehoben, der durch regelmäßige Einzahlungen eines Beitrages sicherstellen möchte, dass auch weiterhin Schützen nicht aus finanziellen Gründen auf der Vogelrute einen Rückzieher machen. Die ersten 1500 Euro wurden als „Königs-Stütze“ bereits ausgezahlt. Inzwischen haben sich schon wieder 1150 Euro angesammelt. Die Gilde ist auch für die nächsten drei Jahre gemeinnützig.
Die Kilianer sind fürs neue Schützenfest gerüstet, das in der Zeit vom 10. bis 14. Juli gefeiert wird. Die Vorfeier findet am 4. Juli im Festzelt auf dem Rathausplatz statt. Beim Schützenfestauftakt am Freitag (10.) wird erstmals jenes Hufeisenwerfen veranstaltet, welche bislang am Samstag stattfand und dabei nach Auffassung etlicher Schützen als störend empfunden wurde. Statt eines DJ wird in diesem Jahr eine Kapelle für Musik sorgen. Bei den Festbällen am Samstag, Sonntag und Montag tritt die Top-40-Band „Feeling“ auf. Erleichtert sind die Kilianer darüber, dass die Genehmigung ihres Schießstandes auf der Vogelrute am Waldweg für vier Jahre verlängert wurde, sodass der neue Schützenkönig wie bisher mit dem Kleinkaliber und mit der Königspatrone ermittelt werden kann.
Nach dem Motto „Stillstand ist Rückschritt“ bemüht sich der Vorstand, Vorschläge aus den Reihen der Schützen auf ihre Umsetzbarkeit zu überprüfen. Dazu gehört auch die Frage, ob es künftig noch eine Nachfeier geben wird. Das Oktoberfest und eine Nachfeier innerhalb weniger Wochen zu feiern, hat sich als nachteilig für den Besuch der Nachfeier erwiesen. Kritik wurde auch an dem Fortbestand der Feier am Kilian-Freitag laut. Ob das Hufeisenwerfen dauerhaft angeboten wird, ist fraglich. Die bisherige Sektbar ist ein wenig in die Kritik geraten. Wie gehen die Kilianer künftig mit der Durchsetzung des Rauchverbotes um? Wie sollen die Kilianer regieren, wenn sie das Gefühl haben, von bislang befreundeten Schützenvereinen nicht mehr 100-prozentig unterstützt zu werden? Mit all diesen Fragen soll sich in den kommenden Monaten eine „Expertenrunde“ befassen, an der sich Vertreter aller größeren Gruppen innerhalb der Gilde beteiligen sollen. H.Sch.

 

Heimatreporter
Unter der Artikel-Kennzeichnung "Heimatreporter" postet der Schermbeck-Dammer Helmut Scheffler seit dem Start dieser Online-Seite im Jahre 2013 Artikel über vergangene und gegenwärtige Entwicklungen der Großgemeinde Schermbeck. Seit 1977 schreibt der inzwischen pensionierte Mathematik- und Erdkundelehrer für Lokalzeitungen. 1990 wurde er freier Mitarbeiter des Lokalfunks "Radio Kreis Wesel", darüber hinaus hat er seit 1976 zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Geschichte Schermbecks in niederrheinischen und westfälischen Schriftenreihen veröffentlicht. 32 Jahre lang war er Redakteur des "Schermbecker Schaufenster". Im Jahre 2007 erhielt er für seine niederrheinischen Forschungen den "Rheinland-Taler" des Landschaftsverbandes Rheinland.

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