Welcome back, Wolf! Oder doch nicht?

Wölfin GW954f, auch Gloria genannt, ist die letzten Monate über ein heißes Thema im Kreis Wesel. JuLis fordern deshalb schon lange die Aufnahme des Wolfs in das Jagdgesetz, damit ein friedliches Zusammenleben zwischen Wolf und Mensch garantiert werden kann.

Kreis Wesel (pd). Denn nach der Ausrottung des Wolfes in Deutschland ist der Wolf nun zurück- und zwar direkt vor der Tür. Die Jungen Liberalen (JuLis) Kreis Wesel begrüßen grundsätzlich die Rückkehr des Wolfes in Deutschland. Das geht  aus einer Pressemitteilung des FDP-Nachwuchses hervor. Für Chantal Christ, die Pressesprecherin der Jungliberalen, ist „eine gesunde und stabile Wolfspopulation eine wünschenswerte Bereicherung unserer Fauna“. Man müsse aber sowohl auf die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger, als auch auf die der Landwirte eingehen.

Wolf ins Jagdgesetz aufnehmen

Allgemein finden die JuLis die Begrenzung von Wolfspopulationen nach oben sinnvoll. Große Probleme bereiteten nämlich die hohen Kosten für Schutzmaßnahmen von Nutz- bzw. Weidetieren.

Modernere Zäune oder Herdenschutztiere kosten Landwirte viel Geld und sein dazu nur mäßig effektiv. Im Umkehrschluss stiegen auch Kosten für Entschädigungen für vermisste und getötete Nutztiere.

Die JuLis fordern deshalb schon lange die Aufnahme des Wolfs in das Jagdgesetz, „damit ein friedliches Zusammenleben zwischen Wolf und Mensch garantiert werden kann“, so Henrik Stachowicz, stellvertretender Kreisvorsitzender.

Julis Kreis Wesel
Foto: JuLis

Für ihn ist die Jagd ein „Garant des Artenschutzes“. Einen jetzigen Abschuss der Wölfin Gloria sieht er jedoch kritisch: „Wenn sich herausstellt, dass es sich bei der Wölfin Gloria nun wirklich um einen Problemwolf handelt, wäre ein Abschuss zwar denkbar, aber ein herber Verlust“.

Abschuss verhindern

Ein Schäfer aus Hünxe forderte bereits den Abschuss der Wölfin. Weil aber noch nicht klar ist, ob es sich bei der Einzeltier-Wölfin Gloria um einen „Problemwolf“ handelt, lehnen die JuLis einen Abschuss der Wölfin zum momentanen Zeitpunkt ab.

Das Thema bleibt aber weiter kontrovers. „Ich verstehe beide Seiten sehr gut“, resümiert Elias Sentob, seit einem Jahr Geschäftsführer im Kreisverband der Jungen Liberalen. „Auf der einen Seite stehen die Landwirte, die um ihre Nutztiere bangen, und auf der anderen Seite die Naturschützer, die den Rückgang des Wolfes in Deutschland als großartiges Ereignis sehen. Wichtig wird wie immer sein, am Ende mit kühlem Kopf zu entscheiden“.

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