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Sonntag, Februar 25, 2024
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Halleluja! Preiset Gott! Konzert in der St. Georgskirche Schermbeck

Veröffentlicht am

Am Sonntag, den 7. Mai, um 17 Uhr findet ein Konzert in der Schermbecker  St. Georgskirche statt. Auf dem Programm steht ein geistliches Konzert und mit dem Kammerchor Westfalen mit dem Titel „Halleluja – Ein Konzert mit Psalmvertonungen.

Das Besondere an diesem Konzert: Es wurde dafür eine Komposition in Auftrag gegeben, was nun in Schermbeck uraufgeführt wird. Die amerkanisch-jüdische Komponistin dieses Werks, Anna Rubin wird anwesend sein.

Der „Kammerchor Westfalen“ unter der Leitung von Lucius Rühl ist ein unabhängiger gemischter Chor musikerfahrener Laien mit Sitz in Bocholt. Seine Sängerinnen und Sänger kommen vorwiegend aus Bocholt und dem umliegenden Münsterland, aber auch aus dem Ruhrgebiet und dem Rheinland. Der Chor wurde im Herbst 1997 unter dem Namen „Projektkammerchor“ gegründet und wird seit 2012 von Lucius Rühl geleitet. In Schermbeck dabei sind: Charlotte Schäfer (Sopran), Iris Schäfer (Harfe), Tobias Liebezeit (Schlagzeug), Felicia Meyerratken (Orgel) und Aaron Malinsky (Shofar)

Ziel des Chores ist es, gute Musik zu machen

Wegen seiner überregionalen Aufstellung ist es unerlässlich, dass alle Mitwirkenden sämtliche Werke eines Programms selbstständig erarbeiten, so dass technische Probleme im Vorfeld individuell gelöst werden. In drei bis maximal vier Tagesproben auch bei großen und anspruchsvollen Programmen kann so intensiv an der Gestaltung der Werke gearbeitet werden.

Der „Kammerchor Westfalen“ kommt nun zum zweiten Mal nach Schermbeck. Dieses Mal mit mit einem Konzert, das verschiedenen Psalmvertonungen gewidmet ist – von Felix Mendelssohn-Bartholdy, Leonard Bernstein und Anna Rubin, einer zeitgenössischen amerikanisch-jüdischen Komponistin.

Der Eintritt ist frei! Am Ausgang wir um eine Spende von mindestens 10 € gebeten!

Info zum Konzert

Kein geringerer als Richard Wagner behauptete, Juden seien von Natur aus nicht in der Lage, wahre Kunst zu erschaffen. Im Rahmen dieses Konzert wird die Gelegenheit bestehen, dieses fatale, von antisemitischer Gesinnung getragene Urteil zu überprüfen.

Auf dem Programm stehen Werke von drei jüdischen Komponisten bzw. Komponistinnen: Felix Mendelssohn-Bartholdy, den Richard Wagner bei seinem vernichtenden Urteil im Blick hatte, Leonard Bernstein und Anna Rubin.

Von allen dreien hören wir Psalmvertonungen: den 100. Psalm von Felix Mendelssohn-Bartholdy, die Chichester-Psalmen (eine Auswahl von Psalmausschnitten) von Leonard Bernstein und den 150. Psalm von Anna Rubin, einer zeitgenössischen amerikanischen Komponistin. Ihr Werk wird in der St. Georgskirche zum ersten Mal erklingen. Es ist eine Uraufführung.

Vertonung von Anna Rubins

Anna Rubins Vertonung des 150. Psalms wird zweisprachig sein: Hebräisch und Deutsch. Der Majestät dieses Psalms stellt die Komponistin Worte eines Gebetes aus der chassidischen Tradition, ein kurzes Gebet des Reb Levi Yitzchak von Berditchev, gegenüber. Den sehr intimen Worten dieses Gebets werden in ihrem Original auf Jiddisch zu hören sein.

Die Version von Leonard Bernsteins Chichester-Psalmen, die zu Gehör kommen wird, ist eine für kleine Besetzung: Vierstimmiger Chor, Sopran, Orgel, Harfe, Schlagzeug. Anna Rubins Komposition nimmt diese Besetzung auf, erweitert sie allerdings durch ein weiteres Instrument, ein Shofar.

Dieses Instrument, das in der Tradition des Alten Israel wie auch des gegenwärtigen Judentums eine besondere Rolle spielt, wird der Komposition sicherlich seine ganz außergewöhnliche „Note“ geben. Es wird in diesem Konzert gespielt von Aaron Malinsky, dem Rabbiner und Kantor der jüdischen Gemeinde Düsseldorf.

Juden sind von Natur aus nicht in der Lage, wahre Kunst zu erschaffen? Dieses Konzert bietet die Gelegenheit, sich vom Gegenteil zu überzeugen!

Zur Vita der Komponistin Anna Rubin

Anna Rubins lyrische und energiegeladene Musik wird seit den 1980ger Jahren weltweit gehört. Oft nimmt die Komponistin in ihren Werken jüdische Themen auf – etwa in dem Stück “Remembering”, das an den Holocaust erinnern will; dasselbe gilt auch für etliche Chorwerke und für ein Hörspiel, das das Aufwachsen ihrer Mutter im von Rassismus und Antisemitismus geprägten amerikanischen Süden zu Beginn des frühen 20. Jahrhunderts zum Gegenstand hat. Andere Werke zeugen von ihrem Engagement für die Umwelt oder für soziale Gerechtigkeit. Die Texte, die ihren Kompositionen zugrunde liegen, schreibt sie selbst.

Stipendium vom Brahmshaus Baden-Baden

Ihre Werke werden aufgeführt an so prominenten Orten wie der Carnegie Hall in New York. International wurde ihr Werk zum ersten Mal präsentiert und wahrgenommen bei den renommierten “Darmstädter Ferienkursen”. Unter anderem erhielt sie 1982 ein Stipendium vom “Brahmshaus Baden-Baden”. Ihr Werk erschien auf etlichen CDs und wurde von führenden amerikanischen Künstlern und Ensembles aufgeführt.

Ihren Doktortitel erwarb sie an der Universität von Princeton. Zu ihren wichtigsten LehrerInnen zählen Mel Powell, Earle Brown, Mort Subotnick und Pauline Oliveros. Nachdem sie mehrere Jahre an der Universität von Maryland gelehrt hatte, ging sie 2018 in den Ruhestand.

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