Das Grundstück an der Ecke Kapellenweg/Hufenkampweg, auf dem der TC Grün-Weiß Schermbeck ein Tanzsportzentrum errichten wollte, steht zum Verkauf.

  • Eva-Maria Zimprich, Vorsitzende des Tanzclubs Grün-Weiß Schermbeck, bestätigt das Bestreben, das vereinseigene Grundstück an der Kapellenweg/Hufenkampweg zu verkaufen.

Eine Immobilienagentur aus Schermbeck bietet die rund 4700 Quadratmeter große Fläche für 299.000 Euro an. 
Wie berichtet, hat der Gemeinderat dem Verein im Juli mehrheitlich in geheimer Abstimmung ein Darlehen über 10.000 Euro bewilligt. Allerdings mit der Vorgabe, dass der Verein die Fläche innerhalb der dreijährigen Laufzeit des Darlehens verkauft.
Die CDU-Fraktion hatte diesen Kompromissvorschlag gemacht.

Strittig diskutiert

Im Rat war die Bitte des TC um finanzielle Unterstützung sehr strittig diskutiert worden. Mit den 10.000 Euro möchte der TC seine Vereinsräume im Heetwinkel ausbauen, die er nach dem Wegzug von der Maassenstraße gemietet hat.

Im Januar 2010 hatte der TC den offiziellen ersten Spatenstich auf dem Grundstück gefeiert. Bis Ende des Jahres, so hieß es damals, sollte für rund eine Million Euro dort ein Tanzsportzentrum errichtet werden. Bauarbeiten hat es nach diesem Spatenstich nicht mehr gegeben. Die Fläche im Gewerbegebiet Hufenkampweg wuchs im Laufe der Jahre zu.

Das Schild, das den Bau des Tanzsportzentrums ankündigte, ist bereits vor langer Zeit verschwunden.

Keine Baulasten

Die Immobilienagentur weist in der Objektbeschreibung darauf hin, dass eine Bebauung an ein gewerbliches Bauvorhaben oder eine Betriebsansiedlung gebunden ist. Neben einer gewerblichen Nutzung könne eine Betriebsleiterwohnung im hinteren Teil des Grundstücks errichtet werden, heißt es. Baulasten bestünden nicht. Alle notwendigen Bodengutachten lägen vor und würden mit veräußert, teilt die Agentur auf ihrer Homepage mit. Dabei verweist sie auf die Angaben des Verkäufers.

Länger bestrebt gewesen

Eva-Maria Zimprich, Vorsitzende des Tanzclubs Grün-Weiß Schermbeck, bestätigt das Bestreben, das vereinseigene Grundstück an der Kapellenweg/Hufenkampweg zu verkaufen. Allerdings sei der Verein schon länger bestrebt, die Fläche zu veräußern, ergänzt sie.
„Wir sind nicht gewillt, Verluste zu machen“, betont die Vereinsvorsitzende mit Blick auf mögliche Interessenten, die hoffen, ein Schnäppchen zu machen. „Das geht nicht so schnell“, beschreibt Zimprich die Verkaufsbemühungen.

Zehn-Jahres-Bindung

Einige Interessenten habe es schon gegeben. An einer Aufteilung des Grundstücks sei der Verein nicht interessiert. Dem stünden Wegerechte entgegen, sagt die Vorsitzende.
Gegen einen früheren Verkauf spreche eine „Zehn-Jahres-Bindung“. Zimprich weiter: Ein vorzeitiger Verkauf hätte für den Verein die Zahlung einer Entschädigung bedeutet. Auch steuerlich hätte es Schwierigkeiten geben können.
Ein Tanzsportzentrum wird der Verein auf der Fläche nicht mehr errichten. Auf Nachfrage teilt die Gemeindeverwaltung mit, dass ein solches Vorhaben in einem Gewerbegebiet nicht völlig ausgeschlossen ist. Eine pauschale Antwort sei schwierig, da es auf den konkreten Antrag ankomme. Petra Bosse

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