GRÜNE: Rückgabe von 350 Ampullen ist ein Skandal

GRÜNE im Kreistag: Rückgabe von 350 Ampullen ist ein Skandal. Kück: „Spiel mit dem Leben zahlreicher, älterer Menschen im Kreisgebiet“

Der Grund für die Stornierung: Aus den Biontech-Ampullen können bis zu sieben Dosen gezogen werden. Was jedoch die die Impftermine anbelangt, berechnet sich die Zahl nach sechs Dosen. Am Montag wurde deshalb die Lieferung vom Kreis Wesel storniert, damit kein Impfstoff verfällt.

Wesel (pd). Der Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN Kreistagsfraktion, Hubert Kück, bezeichnet die Stornierung von 350 Biontech-Ampullen als „Skandal“. Er sieht die Kassenärztliche Vereinigung, die landesweit für die Verimpfung des Wirkstoffes zuständig ist, in der Verantwortung.

„Es geht hier schließlich um Menschenleben“. Es tröste daher auch nicht, dass der Impfstoff nicht vernichtet werden müsse. „Man hätte gut 400 Menschen im Kreisgebiet mehr impfen können“ so Kück.
„Wenn seit Wochen bekannt ist, dass aus einer Ampulle nicht sechs sondern sieben Impfdosen gewonnen werden können, mangelt es offenbar den handelnden Personen in Wesel nicht nur an einfachstem, mathematischem Grundschulwissen, sondern auch am nötigen Organisationsgeschick“ so der Fraktionschef.

Nur so ist es für die GRÜNE Kreistagsfraktion nachvollziehbar, dass man der Aufforderung der Kreisverwaltung nicht nachgekommen ist, mehr Termine für über 80-jährige Bürgerinnen und Bürger zu vergeben. Laut Kück wäre dies möglich gewesen, selbst wenn man nicht regelmäßig eine siebte Dosis aus einer Ampulle gewinnen könnte.

Mehr als zynisch

Die Ausrede der Kassenärztlichen Vereinigung, die Gewinnung einer siebten Dosis hänge vom „Geschick der aufbereitenden Personen ab“ sei mehr als zynisch.
Es sei daher ferner nicht nachvollziehbar, wieso die Verantwortlichen keine Änderung ihrer Planungen vorgenommen und mehr Menschen einbestellt hätten. Das nun 350 Ampullen zurückgegeben werden müssen, ist nach Aussagen von Kück „ein Spiel mit dem Leben zahlreicher, älterer Menschen im Kreisgebiet.“

Weiter stellt der Fraktionsvorsitzende fest, dass die Kassenärztliche Vereinigung „nicht mehr Herr der Lage ist“ und damit erneut unter Beweis stelle, „dass sie der durch die Landesregierung übertragene Verantwortung nicht mehr gerecht wird.“ Aus diesem Grund müsse man in Düsseldorf diese Verantwortung einer anderen Stelle übertragen.

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