Radon: Unterschätzte Gefahr für die Gesundheit


Radonbelastung in kreiseigenen Gebäuden? Diese Frage stellen sich derzeit die Grünen im Kreistag Wesel.

Wesel (pd). Nach Rauchen ist Radon die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs in Deutschland. Das Edelgas kann durch den Boden in Gebäude eindringen.

Bei ungefähr fünf Prozent aller Todesfälle durch Lungenkrebs in Deutschland ist Radon laut Bundesamt für Strahlensicherheit (BfS) die Ursache. Im Strahlenschutzgesetz ist ein Wert von 300 Becquerel pro Kubikmeter als Richtschnur für eine erhöhte Radonkonzentration in Innenräumen festgelegt worden.

Das beim Zerfall von Uran und Radium entstehende Edelgas Radon kann über den Untergrund in Gebäude eindringen und sich in der Raumluft von Gebäuden anreichern. Auch kann es aus Baumaterialien freigesetzt werden.

Erstmals Schutz der Bevölkerung geregelt


Durch das neue Strahlenschutzgesetz wird auch erstmalig der Schutz der Bevölkerung vor Radon in Aufenthaltsräumen geregelt. Ein Radonmaßnahmenplan wird erstellt.


Mögliche Belastung in kreiseigenen Gebäuden?

„Mitarbeiter und Besucher der Kreisverwaltung, aber auch Lehrer und Schüler in den kreiseigenen Schulen können von möglichen Radon-Belastungen betroffen sein“, sagt Gabriele Obschernicat, sachkundige Bürgerin der GRÜNEN Kreistagsfraktion. „Deshalb haben wir GRÜNE den Landrat gefragt, ob und mit welchen Ergebnissen die Kreisverwaltung die Radonbelastung erhebt und wie mögliche Gefahren im Gebäudemanagement berücksichtigt werden“, ergänzt Axel Paulik, Mitglied der GRÜNEN Kreistagsfraktion.

Fragen: 1. Nimmt die Verwaltung Messungen der Radonbelastung in kreiseigenen Gebäuden vor?

  1. Falls ja: welche Werte wurden bei den Messungen erhoben? Gibt es Gebäude, in denen bei Messungen Werte oberhalb von 300 Becquerel pro Kubikmeter festgestellt wurden? Welche Maßnahmen sind für gegebenenfalls betroffene Gebäude geplant?
  2. Wie berücksichtigt die Verwaltung bei der Planung und der Umsetzung von Neu- und Umbauten die mögliche Gefahr einer zu hohen Radon-Belastung?
  3. Gibt es auffällig hohe Werte in Gebieten, in den Steinkohlebergbau oder Salzbergbau stattgefunden hat?
Vorheriger ArtikelSchlüsselbund in Schermbeck gefunden
Nächster ArtikelEs wird angerichtet – Trachtenschützenfest Uefte
celawie
Netiquette - Kennzeichnen Sie den Kommentar mit Ihrem Namen. Benutzten Sie dabei keine anonymen Namen. Mailadressen und andere persönliche Daten werden vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Wir behalten uns vor, Kommentare zu löschen, die gegen unsere Richtlinien verstoßen. Mit dem Abgeben eines Kommentars erklären Sie Ihr Einverständnis, dass Ihr Benutzername und der Kommentartext in Gänze oder in Auszügen auf Schermbeck-Online zitiert werden kann. Achten Sie auf einen sachlichen Umgangston! Beleidigende, diskriminierende oder anstößige Kommentare, die gegen das Gesetz verstoßen, löscht die Redaktion.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Bitte den vollständigen Vor- und Nachnamen eintragen