Der Kreis Wesel meldet neue Nachweise des Virus H5N1 bei Wildvögeln, darunter auch Funde aus Schermbeck. Die Behörde stuft das Risiko für Geflügelhaltungen als sehr hoch ein und fordert strikte Schutzmaßnahmen.
Weitere Nachweise bei Wildgänsen
Der Kreis Wesel bestätigt, dass drei verendet aufgefundene Wildgänse aus Schermbeck, Voerde und Hünxe positiv auf das Virus H5N1 getestet wurden. Das Friedrich-Loeffler-Institut weist die Befunde aus. Weitere tote Wildvögel aus dem Kreisgebiet liegen derzeit im Labor. Die Verwaltung geht davon aus, dass die Anzahl der Nachweise weiter steigt. Sie bewertet das Risiko einer Einschleppung des Erregers in Geflügelbestände aktuell als sehr hoch.
Neue Überwachungszone im Kreis Wesel
Im Kreis Kleve stellten die Behörden am Freitag, 14. November 2025, in drei Geflügelhaltungen in Geldern und Kevelaer Geflügelpest fest. Daraufhin richteten die Kreise Kleve und Wesel eine Schutz- und eine Überwachungszone ein. Die Überwachungszone reicht bis nach Sonsbeck und Alpen sowie in Teile von Kamp-Lintfort. Beide Kreise veröffentlichten am 14. November 2025 entsprechende Allgemeinverfügungen, die am 15. November 2025 um 0 Uhr in Kraft treten.
Tierhaltende können online prüfen, ob ihre Bestände innerhalb der ausgewiesenen Bereiche liegen. Der amtstierärztliche Dienst des Kreises Wesel kontrolliert in den kommenden Wochen ausgewählte Betriebe nach festgelegten Risikokriterien und führt bei Bedarf Tupfer- oder Blutproben durch.
Appell an Geflügelhaltende
Das Veterinäramt fordert alle Geflügelhaltenden dazu auf, die Aufstallungspflicht einzuhalten und die geltenden Hygieneregeln konsequent umzusetzen. Die Behörde verweist auf weiterführende Informationen im Internet. Auch der Kreis Kleve stellt online zusätzliche Hinweise zu den aktuellen Fällen bereit.























