Die FDP Schermbeck stellt sich inhaltlich gegen die Forderung der Bürgerinitiative – Sie ruft zur Abstimmung beim Ratsbürgerbescheid auf

Liebe Schermbeckerinnen und Schermbecker, seit gestern haben viele von Ihnen die Abstimmungsbenachrichtigung für den Ratsbürgerentscheid bezüglich der Grundschulen in Schermbeck erhalten.

Wir unterstützen, dass bei dieser wichtigen und richtungsweisenden Zukunftsentscheidung für unsere Gemeinde die Bürgerinnen und Bürger befragt werden. Deswegen möchten wir Sie alle bitten, an dem Entscheid teilzunehmen und von Ihrem Recht auf Abstimmung Gebrauch zu machen. Nur so funktioniert lebendige Demokratie.

Inhaltlich stellen wir uns gegen die Forderung der Bürgerinitiative. Schermbeck braucht keinen Supercampus bei dem die genauen Kosten noch nicht abzusehen sind. Wir unterstützen das Anliegen, dass Schülerinnen und Schüler eine moderne und digitale Lernumgebung brauchen um nach den neusten pädagogischen Standards unterrichtet zu werden. Dies ist allerdings auch kostengünstiger an dem jetzigen Standort an der Weseler Straße möglich.

Zudem können die neueren Bestandsgebäude beider Teilstandorte weitergenutzt werden, entweder zu Schulzwecken, wie an der Weseler Straße oder zu anderen kommunalen Nutzungen, wie an der Schienebergstege. Das restliche Areal an der Schienebergstege bietet für uns die idealen Bedingungen um dort eine Neubaugebiet mit genügend Mietwohnungen zu errichten.

Was wir allerdings nicht wollen ist, dass unsere Kinder die Last einer hohen Neuverschuldung tragen müssen. Die Förderung eines kommunalen Bildungszentrums ist noch nicht zugesagt und die Kosten von öffentlichen Neubauten weichen häufig von der Kostenschätzung ab. Auch bei uns im Kreis Wesel, beim Neubau des Supercampus Moers. Wir brauchen eine solide Finanzplanung ohne neue Steuern oder Steuererhöhungen.

Das ist für uns nicht mit einem Schulneubau in dieser Größenordnung vereinbar. Daher werden wir am 26. Juli mit Nein stimmen und hoffen, dass Sie es uns gleichtun. Ihre FDP Schermbeck

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9 KOMMENTARE

  1. Die Stellungnahme der FDP Schermbeck, sich inhaltlich gegen die Forderung der Bürgerinitiatve auszusprechen, ist nachvollziebar. Gut ist der Aufruf, dass die Bürgerinnen und Bürger von ihrem Recht Gebrauch machen können und sollen sich am Ratsbürgerentscheid zu beteiligen. Wir brauchen keinen „Supercampus“. Auch wenn in der Vergangenheit, aus welchen Gründen auch immer, Versäumnisse da sind, traue ich Politik und Verwaltung zu, zu einem vernünftigen Konzept zu kommen. Ich habe volles Vertrauen in unsere Gemeinde-Politk und in die leistungsvolle Gemeinde-Verwaltung. Der Gemeinderat wird demokratisch das Konzept beschließen. „Das ist gelebte Demokratie.“

  2. Das hier von der CDU aufgegriffene Argument, unsere Kinder würden die Schuldenlast tragen, ist fahrlässige Wählertäuschung und grotesk. Man könnte denken, die Leute hätten keine Ahnung von Geld oder würden die Wählerinnen bewusst fake news!

    Natürlich zahlen unsere Kinder nichts von den geplanten 13 bis erhofften 20 bis befürchteten xy Millionen Euro. Das tun nur die, die auch Steuern an Schermbeck zahlen, Gewerbe und Eigentümer und sowas. Gerade bei der FDP sollte man auch wissen: Wer verdienen will, muss investieren.

    Billionen € Fördergelder wurden gerade locker gemacht in BRD, EU, NRW und im Kreis Wesel für unsere moderne, neue Grundschule mit allen Extras. Anträge kann unsere Verwaltung gut.

    Jetzt ist die richtige Zeit dafür! Im Anschluss die Gemeindegrundstücke aber bitte nicht einfach privatisieren. Zwischen Teich und Neubau bietet sich die hervorragende Gelegenheit, einen hübschen, offenen, und hellen Dorfpark mit tollen Extras anzulegen.

    Schermbeck braucht vor allem neue Politiker. Im Rat ist tote Hose. Investitionsstau, veraltete Strukturen und Einparteiendiktatur abschaffen heißt, CDU abwählen. Isso.

  3. Sehr geehrter Herr „Christian“,
    Mein Vorschlag an Sie ist, dass Sie sich erst einmal über Hintergründe informieren.
    Sie stellen Behauptungen auf, die völlig aus der Luft gegriffen sind.
    „Natürlich“ werden auch unsere Kinder Steuern zahlen müssen. Dieses, unser gut
    funktonierendes und demokratisches System, werden auch Sie in den nächsten Jahren
    nicht ändern. Also werden auch unsere Kinder „natürlich“ Steuern für die Schulen
    zahlen, die wir jetzt und in Zukunft planen und bauen. Anders ist die Schuldenlast
    überhaupt nicht finanzierbar. Das zieht sich über Jahre hin. Natürlich gibt es Zuschüsse, die Hauptlast aber liegt beim Schermbecker Steuerzahler weil es unsere Schule sein wird
    und eine Investition in die Zukunft unserer Kinder ist.
    Informationen zu Ihrem Thema können Sie übrigens bei der Verwaltung der Gemeinde bekommen.

  4. Es wäre sinnvoll und angebracht, dass sich der „Christian“ outet und sich mit seinem vollen Namen nennt. „Flagge zeigen.“

  5. Sehr geehrte Damen und Herren von FDP und CDU, liebe Mitbürgerinnen und Eltern, sorgen Sie sich nicht, dass Ihre Kinder mit dem Bau eines modernen Schulgebäudes eine Schuldenlast tragen würden und abzuzahlen hätten. Die Kredite, die die Gemeinde für den Bau einer neuen, modernen und hübschen Grundschule benötigt und über Steuererhöhungen finanzieren wird, zahlen in den nächsten ein bis zwei Jahrzehnten nicht Ihre Kinder, sondern Sie. Für Ihre Kinder!

    Ihre Kinder und der 7-jährige Paul sind nicht alt genug, um hier steuern zu zahlen. Bis das soweit ist, ist die Schule schon von den Einnahmen der Hundesteuer bezahlt und durch Fördermillionen, woher sie auch kommen mögen. Denken Sie an das intellektuelle, körperliche und seelische Wohl unserer Kinder und aller Kinder der nächsten 50 Jahre, die diese Schule mit Leben füllen werden und die hier auf schäbige Weise von CDU und FDP schamlos für irreführende Wahlwerbung missbraucht werden, wenn Sie Ihre Unterlagen bestellen und ausfüllen.

    Vergessen Sie bitte auch nicht, dass der Gemeinderat sowieso Ausgaben für eine Schulsanierung im laufenden Betrieb von mindestens 13 Mio. Euro plant, ohne dass heute abzuschätzen wäre, inwieweit die Kosten bei den alten Gebäuden noch steigen. Das scheint Paul nicht zu stören. Sicher lassen sich über Dimension und Kosten des Neubaus noch gute Kompromisse finden, doch lässt sich heute mit Gewissheit sagen, dass diesem der Vorzug vor der Sanierung zu geben ist.

    Wer in Rat und Verwaltung keinen Gestaltungswillen hat, der sollte „Platz für Ihre Formulierung“. Und wenn man jemals funktionierende Konzepte gehabt hätte, um die Einwohnerzahl Schermbecks in den letzten 20 Jahren auf 20-25T zu erhöhen, müssten sich Gewerbe und Eigentümerinnen in Schermbeck auch keine Sorgen über steigende Steuern machen. Ich bleibe bei meiner Meinung, dass im Gemeinderat schon immer tote Hose herrschte. Herr Ebbert versucht auch nur auf die herrkömmliche, beleglose Weise, mir Unwissenheit zu unterstellen, ein zum gähnen langweiliges Scheinargument. Man stellt sich hier aus Gründen nicht den Herausforderungen der sich ändernden, modernen und bedrohten Welt, sondern rechtfertigt seine Konzeptlosigkeit und flüchtet sich in haltlose Gegenvorwürfe und Belanglosigkeiten. Da schnarch ich weg.

  6. Wenn Sie doch ein so “Schlauer Christian“ sind, gehen Sie doch in die Politik, insbesondere in den Schermbecker Gemeinderat und ändern das. Kluge Köpfe braucht das Land. Stellen Sie sich mit ihrem Namen zur Kommunalwahl zur Verfügung. Das wäre was „konstruktives.“ Ich bin gespannt.

  7. Ein weiteres Beispiel dafür, sich inhaltlich der Debatte zu entziehen, Herr Wasmuth. Mit besonders kreativen Spitznamen und sicher gut gemeinten Ratschlägen kommen wir aber nicht weiter. Die CDU verbreitet in ihrem aufwändig produzierten Video zum Ratsbürgerentscheid Unwahrheiten, die von der FDP, Ihrer Partei, ungeprüft kopiert werden (die Kinder!).

    Wir benötigen in Schermbeck also dringend eine breiter aufgestellte Politik, um den Bedürfnissen der anderen 50 %, die nicht CDU wählen, auch gerecht zu werden. Hier klafft eine große Lücke, die politisch nicht bedient wird. Selbst bei ihren eigenen Themen wie Wirtschafts- und Tourismusförderung geht bei der CDU nur der zuvor erwähnte Kaufgutschein. Das ist doch kleingeistig! Ich wiederhole daher gerne die These, dass es geradezu gefährlich für Schermbeck ist, diese Partei weiter allein oder überhaupt die Geschicke Schermbecks lenken zu lassen.

    Wer sich dazu inhaltlich äußern möchte, bitte. Wer mich nur beleidigen möchte, ablenken will durch beleglose Vorwürfe und sog. Nebenschauplätze, kann das gerne lassen oder möge es wenigstens gut machen. Ich würde mich über Kommentare freuen, die inhaltlich stärker sind als meine. ICH bin gespannt.

  8. Sehr geehrter Herr „Christian“, ich würde gerne mit Ihnen in den politischen Dialog eintreten und die Behauptungen auflösen. Der Wahrheitsgehalt der von Ihnen angeführten Quellen ist zu prüfen, wie zum Beispiel die „beleglosen Vorwürfe“. So lange die von Ihnen aufgeführten Verhalte nicht dargestellt gestellt sind, ist das für „Populismus.“ Meine Beiträge sind mit meinem Namen gekennzeichnet und dazu stehe ich. „Ich verstecke mich nicht.“ Eine Empfehlung: Bleiben Sie sachlich. Eine Frage noch: Wer hat Sie denn beleidigt?

  9. Sehr geehrter Herr Wasmuth,
    Sie sprechen mir aus der Seele.
    Auch ich würde Herrn „Christian“ doch einmal bitten, als Zuhörer im öffentlichen Teil einer Ratssitzung teilzunehmen. Das geht auch anonym.
    Dort könnte er dann mal sehen, worauf der Rat Rücksicht nehmen muss und wie
    kompliziert Kommunalpolitik manchmal ist.

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