Zum Schreiben des Bürgermeisters „Ist denn schon Wahlkampf?“ nehmen die Grünen wir folgt Stellung:

Die Betrachtungsweise von Bürgermeister Rexforth ist wieder einmal sehr oberflächlich. Die Blüten, die sich vielleicht im Lauf des Sommers zeigen werden, dienen der aktuellen Ernährung von Bienen und Insekten.

Schotter- und Kiesbeete sind unökologisch

Die Reproduktion von vielen Insekten, Wildbienen, Erdhummeln, sowie von Käfern und Schnecken findet in der Erde statt. Die dort vorhandenen Eier, Larven und Engerlinge dienen sowohl der Arterhaltung als auch zur Ernährung der Vögel und helfen denen, ihre Brut aufzuziehen. Daher suchen Vögel auch ihre Nahrung auf Erdbeeten oder Rasenflächen und nicht in Schotterbeeten. Letztere verhindern also die Reproduktion von Insekten und schmälern das Nahrungsangebot für Vögel.

Darum sind Schotter- und Kiesbeete auch unökologisch.

Wir haben am 11.06.2018 einen Maßnahmenkatalog gegen das Insektensterben beantragt. Er wurde in den betreffenden Ausschüssen mehrheitlich abgelehnt.

Sicher hätten wir telefonieren können, aber außer schönen Worten und Beruhigungspillen hätten wir nichts Nennenswertes erhalten.

Planung von Schotterbeeten war nicht bekannt

Die vom Bürgermeister erhobene Behauptung, die Anlage der Schotterbeete sei uns bekannt gewesen, weisen wir zurück. Die anlässlich der Sitzung des Bau- und Liegenschaftsausschusses (25.01.2018) vorgelegte Entwurfsplanung für den Grünzug Raiffeisenweg (Anlage 4) lässt eine solche Planung nicht erkennen.

Die gebetsmühlenartig wiederholte Behauptung von Bürgermeister Rexforth, wir hätten keine Ahnung und würden die Bürger verwirren bzw. verunsichern ist ein untauglicher Versuch, die Arbeit unserer Fraktion herabzusetzen und zeugt von mangelnder Toleranz gegenüber Andersdenkenden. Zudem unterstellt diese Behauptung ein geringes Urteilsvermögen bei den Bürgern.

Und letztlich ist die Aufforderung, selber Flächen zu bearbeiten, eines der probatesten Mittel, Kritik im Keim zu ersticken. Wir würden es tun, wenn wir entsprechende personelle Kapazitäten hätten. Da wir sie nicht haben, müssen wir uns leider mit Vorschlägen und auch mit kritischen Kommentaren begnügen.

Mitgeteilt von Ulrike Trick

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celawie
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