Die CDU Schermbeck hat bei ihrer Jahreshauptversammlung am 26. Februar in der Gaststätte Overkämping personelle Weichen gestellt und zugleich deutliche politische Akzente gesetzt.
Traditionell begann der Abend mit dem gemeinsamen Heringsessen, das seit Jahren den Auftakt in das politische Jahr des Ortsvereins markiert. Im Anschluss standen Rückblicke auf ein ebenso erfolgreiches wie herausforderndes Jahr, Ausblicke auf zukünftige Projekte und die turnusmäßigen Vorstandswahlen für die Amtszeit von 2026 bis 2028 in den Mittelpunkt.

Vorstand wird jünger beim CDU Ortsverband Schermbeck
An der Spitze des Ortsverbandes steht auch zukünftig Marc Lindemann, der in seinem Amt als Vorsitzender bestätigt wurde. Er hatte aber bereits vorab deutlich gemacht, dass er dann nach immerhin zehn Jahren in dieser Funktion nicht ein weiteres Mal kandidieren würde. Auch die stellvertretenden Vorsitzenden Sebastian Püthe und Kathrin Felisiak bleiben, ebenso wie Florian Weßel als Mitgliederbeauftragter auch in den kommenden zwei Jahren im Vorstand.

Neu im Führungsteam sind zwei junge Mitglieder
Therese Püthe übernimmt künftig die Aufgabe der Schriftführerin, Florian Döing engagiert sich als Beisitzer. Dass diese personelle Verjüngung möglich wurde, liegt auch daran, dass der Gemeindeverbandsvorsitzende Ulrich Stiemer bewusst auf eine erneute Kandidatur als Beisitzer verzichtete, um dem Nachwuchs Raum zu geben. Komplettiert wird das Team der Beisitzer durch Hildegard Franke, Rainer Gardemann, Andreas Heuwing, Jürgen Kreienkamp, Elke Paulke, Pascal Scheidt, Peter Thiebach, Alexander Warmers und Thomas Wittwer. Gerade die Einbindung jüngerer Mitglieder wurde als wichtiges Signal gewertet, denn in politisch herausfordernden Zeiten sei es keine Selbstverständlichkeit, Verantwortung zu übernehmen.

Einschätzung der aktuellen kommunalen Lage
Bürgermeister Mike Rexforth nutzte die Versammlung für eine Einschätzung der aktuellen kommunalen Lage. Er verwies auf wachsende Auflagen und steigende Standards, die Projekte verteuerten und Kommunen zunehmend unter finanziellen Druck setzten. „Wenn wir nicht an den Standards mal anfangen zu arbeiten und damit meine ich senken, dann werden wir diese finanzielle Herausforderung nicht ordentlich in den Griff kriegen“, erklärte er. Schon vergleichsweise kleine Mehrbelastungen könnten große Unzufriedenheit auslösen und politische Konsequenzen nach sich ziehen. Darüber hinaus sprach er gesellschaftliche Spannungen und Radikalisierungstendenzen an. Aus eigener Erfahrung schilderte er, wie gezielt extreme Gruppen versuchten, Menschen für ihre Zwecke zu gewinnen. Umso wichtiger sei es, politische Entscheidungen transparent zu machen und den Dialog mit den Bürgern zu suchen.

Mut, Entscheidungen zu treffen
Für Schermbeck selbst zeichnete Mike Rexforth ein insgesamt positives Bild. Bei der Unterbringung Geflüchteter sei die Gemeinde aktuell gut aufgestellt und verfüge noch über ausreichende Kapazitäten. Zudem gebe es wichtige wirtschaftliche Perspektiven durch eine geplante Unternehmensansiedlung. Als zentrales Zukunftsprojekt hob er den Neubau der Grundschule hervor, der ein klares Bekenntnis zur Weiterentwicklung und eine Investition in die Zukunft sei.

Seit 50 Jahren stärkste Kraft im Rat
Auch Rainer Gardemann blickte zurück und spannte den Bogen über eineinhalb Jahrzehnte Kommunalpolitik. Seit 50 Jahren stelle die CDU die stärkste Kraft im Rat und habe in dieser Zeit wichtige Vorhaben auf den Weg gebracht. Besonders erinnerte er an die Entscheidung für den Bau der Gesamtschule, die damals kontrovers diskutiert worden sei. „Wir haben es gemacht und heute muss man sagen, ist es ein Erfolgsrezept“, betonte der Fraktionsvorsitzende. Die Schule habe sich inzwischen etabliert und sei zu einem bedeutenden Standortfaktor geworden. Mit Blick nach vorn warb er dafür, weiterhin entschlossen zu handeln und sich flexibel auf veränderte Rahmenbedingungen einzustellen.

Am Ende der Versammlung stand nicht nur ein neu gewählter Vorstand, sondern auch das klare Signal, dass die CDU Schermbeck Verantwortung übernehmen und die Zukunft der Gemeinde mit erfahrenen Kräften und neuen Impulsen gestalten will.


























