Die 7-Tage-Inzidenz im Kreis Wesel ist seit geraumer Zeit über den Wert von 100 gestiegen
Kreis Wesel (pd). Bundesgesetz: Das „Vierte Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite“ wurde gestern, 22. April 2021, verkündet, und tritt am heutigen Freitag, 23. April 2021, in Kraft.
Das bundesweite Gesetz regelt u. a. die Vorgaben für Kreise und kreisfreie Städte, deren 7-Tage-Inzidenz festgelegte Schwellenwerte überschreitet.
Die 7-Tage-Inzidenz im Kreis Wesel ist seit geraumer Zeit über den Wert von 100 gestiegen, damit gelten für den Kreis Wesel ab Samstag, 24. April, die bundeseinheitlichen Regelungen für den Bereich zwischen 100 und 150. Dies sind im Wesentlichen folgende:
Private Kontakte
Ein Haushalt darf maximal eine weitere Person treffen.
Ausgangsbeschränkung
Von 22 Uhr bis 5 Uhr des Folgetags gilt eine Ausgangsbeschränkung. Personen müssen sich in dieser Zeit innerhalb einer Wohnung oder Unterkunft befinden. Ausnahmen bestehen u. a. bei medizinischen Notfällen und Wegen zur Arbeit. Sport alleine im Freien ist bis 24 Uhr erlaubt.
Zusammenkünfte
Private Zusammenkünfte im öffentlichen oder privaten Raum sind nur gestattet, wenn an ihnen höchstens die Angehörigen eines Haushalts und eine weitere Person statt fünf, einschließlich der zu ihrem Haushalt gehörenden Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres teilnehmen;
Zusammenkünfte, die ausschließlich zwischen den Angehörigen desselben Haushalts, ausschließlich zwischen Ehe- oder Lebenspartnerinnen und -partnern, oder ausschließlich in Wahrnehmung eines Sorge- oder Umgangsrechts oder im Rahmen von Veranstaltungen bis 30 Personen bei Todesfällen stattfinden, bleiben unberührt;
Einzelhandel des täglichen Bedarfs/Supermärkte
Die Kundenzahl ist je nach Größe des Geschäfts beschränkt, es gilt Maskenpflicht.
Übriger Einzelhandel
Bis zu einer Inzidenz von 150 ist Terminshopping mit negativem, aktuellen Schnelltestergebnis und Maske im Kreis Wesel möglich. Eine weitere Einschränkung tritt erst dann ein, wenn der Inzidenzwert an drei aufeinanderfolgenden Tagen den Wert von 150 übersteigt. Stand heute liegt der Wert entsprechend den Veröffentlichungen des Robert Koch Institutes den ersten Tag über 150 (162). Insofern gilt nach Auskunft der zuständigen Behörde (MAGS NRW) diese Regelung mindestens auch noch am Montag, 26. April.
Sport
Im Freien ist Individualsport mit maximal zwei Personen oder dem eigenen Haushalt erlaubt. Gruppensport für fünf Kinder bis 14 Jahre ist ebenfalls zulässig.
Kultur/Freizeit
Präsenzveranstaltungen sind verboten.
Körpernahe Dienstleistungen
Medizinische und ähnliche Dienstleistungen sind mit FFP2-Maske erlaubt. Bei Friseuren und Fußpflege muss zusätzlich zum Tragen einer FFP2-Maske auch ein tagesaktueller, negativer Schnelltest vorgelegt werden.
Gastronomie
Die Gastronomie ist geschlossen, Abholung und Lieferdienst ist möglich.
Schulen
Derzeit sind die Schulen im Kreis Wesel im Wechselunterricht, weil der Inzidenzwert seit mehr als drei aufeinander folgenden Tagen über dem Wert von 100 liegt.
Sollte die Inzidenz an mindestens drei aufeinander folgenden Tagen über den Wert von 165 steigen, ist ab dem übernächsten Tag ausschließlich Distanzunterricht durchzuführen.
Kindertagesbetreuung
Das NRW-Familienministerium hat den KiTa-Leitungen und Kindertagespflegepersonen inzwischen schriftlich mitgeteilt, dass ab Überschreitung des Inzidenzwertes von 165 an drei aufeinander folgenden Tagen nur noch eine Notbetreuung angeboten wird.
Das Ministerium für Arbeit Gesundheit und Soziales NRW wird ggfs. Änderungen des Inzidenzbereichs des Kreises durch eine entsprechende Verordnung festlegen. Der Kreis Wesel wird diese dann zeitnah kommunizieren.
Negativer Schnelltest: Auch weiterhin AHA+L Regeln einhalten
Der Krisenstab des Kreises Wesel weist auf folgendes hin: Ein negatives Schnelltestergebnis stellt nach wie vor nur eine Momentaufnahme dar.
„Auch bei negativem Testergebnis kann eine noch nicht nachweisbare Infektion vorliegen“, so Michael Maas, Vorstandsmitglied für den Bereich Gesundheit im Kreis Wesel. Seit Anfang März besteht auch im Kreis Wesel flächendeckend die Möglichkeit, sich einmal wöchentlich kostenlos per Schnelltest auf das Coronavirus testen zu lassen. Zeitgleich steigen bundesweit und auch im Kreis Wesel die Corona-Fallzahlen. „Ein Grund hierfür könnte ein falsches Sicherheitsgefühl durch ein negatives Schnelltestergebnis sein“, so Maas.
Der Krisenstab appelliert daher an alle Bürgerinnen und Bürger, trotz eines negativen Schnelltestergebnisses auch weiterhin auf Einhaltung der bekannten Abstands- und Hygieneregeln zu achten.























