50 % – Verträge für „schnelles Internet in Bricht“ können ab Samstag abgeschlossen werden

Nach Wochen der Ungewissheit steht es nun fest. Schermbeck – Bricht bekommt Glasfaser.
„Allerdings müssen bis Ende Januar 2017 exakt 110 Verträge, sprich 50 Prozent, unterschrieben werden“, so Mike Rexforth heute bei der Pressekonferenz im Rathaus. Die 50 Prozent müssen erreicht werden, damit das Netz, wie auch in Schermbeck, kostenfrei ausgebaut werden kann. 

Knallharte Verhandlungen

Insgesamt kann in 220 Wohnungen in Bricht Glasfaser verlegt werden. Der Startschuss fällt am Samstag. Dann können die Bürger in der Geschäftsstelle der „Deutschen Glasfaser“ auf der Mittelstraße, online, oder telefonisch (Service-Nr.: 02861 890 600)  ihre Verträge abschließen.
Bedingt durch die komplizierte Infrastruktur sei die Verlegung mit einem hohen Kostenaufwand verbunden. Ein Grund dafür, dass die DG in diesem Fall nicht mit sich handeln lässt. Ein Vertrag weniger und das Projekt „schnelles Internet für Bricht“ ist gescheitert. „Wir haben die Deutsche Glasfaser nicht von der Angel gelassen, denn dann wäre sie weg gewesen und nicht wieder gekommen “, so Rexforth, der sich darüber hinaus über die kontraproduktiven und neu aufkeimenden „Falschmeldungen“ der „Anti-Glaser-Fraktion“, unter anderem von Klaus Roth, sehr ärgert.

Störfeuer und Unwahrheiten
„Die Protagonisten verbreiten wieder Störfeuer und Unwahrheiten, im Internet und auch mit Flugzettel.
Dies ist wieder ein Versuch, die Leute zu verunsichern. Ich hoffe aber, dass sich die Brichter davon nicht beeinflussen lassen, denn eine weitere Chance für schnelleres Internet wird es in den nächsten Jahren nicht mehr geben“, so Mike Rexforth. 

Schlüsselfunktion
Dass Bricht eventuelle eine Schlüsselfunktion für die Ortsteile Damm und Drevenack haben wird, schließt Rexforth nicht aus. „Wenn es in Bricht nicht klappt, wäre das unheimlich schade, denn dadurch wird den anderen Ortsteilen eine große Chance genommen“, ergänzt Mike Rexforth.

DG in Schermbeck
Was die GL-Verlegung in Schermbeck anbelangt, müssen noch rund zehn Kilometer Kabel verlegt werden. Angeschlossen sind mittlerweile rund 400 bis 500 Haushalte.

Momentan sind die Mitarbeiter der DG mit der Feininstallation beschäftigt. Bis wann alle Schermbecker Glasfaser haben, sei sehr wetterabhängig. Und das ließ in den letzten Wochen sehr zu wünschen übrig. Petra Bosse

Deutsche Glasfaser Unternehmensgruppe
Ostlandstraße 5
46325 Borken

Service-Nr.: 02861 890 600
Mo. – Fr.: 8.00 bis 20.00 Uhr
Sa.: 9.00 – 15.00 Uhr

8 Kommentare

  1. In ihrer Ausgabe vom 01.02.2017 berichtet die Dorstener Zeitung über die Informationsveranstaltung vom 28.01.2017 über den möglichen Glasfaserausbau im Schermbecker Ortsteil Bricht.
    In diesem Artikel wird einer der anwesenden Fachleute mit der Aussage zitiert, dass

    „…in vielen Fällen innerhalb des Hauses eine vorhandene Kupferleitung mitbenutzt werden kann …“

    Aus den letzten 12 Monaten mit Pro und Contra Glasfaser in Schermbeck hatte ich eigentlich verstanden, dass Kupferleitungen sich wie ein Korken im Flaschenhals verhalten und den Datendurchsatz deutlich reduzieren. Aus diesem Grunde sollten sämtliche Kupfer- und Coax-Leitungen auch innerhalb des Hauses oder der Wohnung durch Glasfaserkabel ersetzt werden.

    Andere Kommentatoren haben an dieser Stelle auch auf den Vergleich von Brutto- und Nettowerten zum Beispiel bei UnityMedia hingewiesen.

    Wer kann mir eine fundierte Aussage dazu machen, warum das Problem mit der Kupferleitung plötzlich für Schermbeck-Bricht nicht mehr gelten soll oder haben sowohl der anwesende Reporter als auch ich diese Aussage eventuell falsch verstanden?

  2. Da haben Sie wohl etwas falsch verstanden. Es war in dem Zeitungsartikel von der Verlegung i n n e r h a l b des Hauses die Rede und da macht Kupfer durchaus Sinn. Glasfaser a u ß e r h a l b des Hauses ist nach dem Stand der Technik die Königslösung. Die heutige Internettechnologie wäre ohne Glasfaser nicht denkbar. Alle Verbindungen, bei denen es auf Leistung und Stabilität ankommt, sind heute Glasfaserverbindungen und das hat auch seine Gründe.

  3. Leider kann ich Sie nicht richtig ansprechen und kann nur sagen, guten Tag GePsDe.

    Sie haben es genau richtig verstanden. Glasfaserleitungen sollten soweit wie möglich in das Haus verlegt werden, da nur dadurch die hohen Übertragungsraten gewährleistet werden können.
    Bei unseren Infoveranstaltungen wurden wir aber von vielen Bürgern gefragt, ob denn die Glasfaserleitung, wenn sie schon im Keller oder Flur angekommen ist, unbedingt auch in die erste Etage verlegt werden muss. Dies vor allem, wenn 4- adrige Telefonleitungen im Haus vorhanden sind. Die Fragesteller scheuen eventuelle Umbauarbeiten. Unsere Antwort lautete: Ist die Glasfaser mit 100 Mbit im Haus angekommen, kann man bis ungefähr 15m Länge alte Telefonleitungen zB. in die erste Etage verwenden und realisiert damit immer noch ca. 85 Mbit Übertragung.
    Mit diesen Übertragungsraten sind viele Bürger auch noch sehr zufrieden.
    Ich hoffe Ihnen damit geholfen zu haben.
    Sollten Sie darüber hinaus noch Fragen haben, rufen Sie mich gerne an.

Hinterlasse eine Antwort