Braucht die Gemeinde Schermbeck eine öffentliche Bücherei?
Die Ratsentscheidung scheidet die Gemüter in Schermbeck.
Fakt ist: Kosten pro Jahr, um eine Bücherei der ersten Stufe anbieten zu können – 173.000 Euro.
Als Bindungsfrist wurden zehn Jahre bei einer Förderung genannt.

Daten und Fakten
Der aktuelle Bestand der Bücherei belief sich für das Jahr 2016 auf 17.515 Medien, aufgeteilt in 16.444 Printmedien sowie 1 075 Nichtbuchmaterial.
Wenig Interesse im Bereich von Sachbüchern.
Nachgefragt sind überwiegen Bestseller. Großes Interesse nur an Hör- und Bilderbücher bis zum ersten Lesealter.
Internetportal
Momentan keine Nutzung von eBooks. Um die Nutzung einer eAusleihe zukünftig anbieten zu können, müsste dafür ein neues Internetportal eingerichtet und das Personal neu aufgestockt werden.

Drastischer Rückgang von Besuchern
2016 fanden nur noch 498 Kunden mit Ausweis den Weg in die Bücherei und nur 67 Neuanmeldungen. Im Vergleich: 2000 waren es 1548, 530 Besucher im Jahr 2015.
Drastisch gesunkene Besucherzahl von insgesamt im 40.823 Besucher im Jahr 2000, auf 6.681 im vergangenen Jahr.
Mehr als halbiert hat sich ebenfalls die Zahl der Buchausleihungen von 40.823 im Jahr 2000 auf 20.338 (2016).

Hier noch einige Kommentare auf Facebook zur Schließung der Bücherei.
… Das ist sehr schade, das dafür kein Geld da ist, denn Bücher sind Bildung.

… Eine Gemeindebücherei ist also Prestige. Aha. Und warum sollte sich eine Gemeindebücherei zu 100% selbst tragen?

… Ich denke, alle, die jetzt jammern, tun dies nur, weil sie mal wieder einen vermeintlichen Grund gefunden haben.. aber auf die Frage, wann der geneigte Bürger mal in der Bücherei war, gibt es keine Antwort. Aber die Besucherzahlen sprechen Bände.

… „Es gibt nur eins, was auf Dauer teurer ist als Bildung, keine Bildung.“

… Wer sagt denn, dass nicht mehr gelesen wird nur, weil eine Bücherei schließt. Man liest heute teilweise einfach anders.

….. Macht einen ordentlichen Vorschlag, womit sich eine Bücherei wirtschaftlich selbst trägt, dann sollte dem nichts im Wege stehen.
… einfach nur schrecklich… da stirbt wieder ein Stück Schermbeck mehr.

1 KOMMENTAR

  1. Warum die Zahlen rückläufig sind, gilt es sicher zu untersuchen, um dies zu ändern. Genau dieser Aspekt fehlt mir: es gab offensichtlich keine Ideen zur Erneuerung des Büchereikonzepts, nicht mal die Möglichkeit, andere Wege zu erörtern oder eine Interessengruppe zusammen zu stellen, die Ideen sammelt und vorstellt.
    So neige ich dazu zu vermuten, dass die Schließung der Bücherei beschlossene Sache war, bevor es zur Abstimmung kam. Mangels Fantasie. … Welche denjenigen fehlt, die für die Schließung gestimmt haben.
    Ich könnte jedenfalls Ideen beisteuern.

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