Über 80 Frauen und Männer ließen es sich beim Frühstück mit eingebundener Weihnachtsfeier vom Bürgertreff am Donnerstagmorgen im Dorfgemeinschaftshaus schmecken. 

Es werden nicht weniger, so Elke Volkmann, die seit Jahren mit ihrem Team für ein ausgewogenes Buffet für ihre Frühstücksbesucher sorgt. 

Eine logistische Meisterleistung für das Bürgertreff-Team, denn alles wird immer frisch eingekauft, angeschleppt, vorbereitet, gebacken und dekoriert.  Um so mehr freut sich Elke Volkmann, wenn dann am Ende sich die Gäste mit einer kleinen und freiwilligen Spende für all die Mühen und Arbeiten bedanken. 

Heitere Geschichte gab es zum Abschluss von Ulli Stiemer

„Mittlerweile wissen wir manchmal gar nicht mehr, wo wir alle Leute, die sich anmelden möchten, unterbringen können“, so die Vorsitzende. Wenn es nach ihr ginge, dann gäbe es keine Absagen, aber dies sei einfach nicht möglich.

Neben frischen Brötchen, deftigen Aufschnitt, Bratwürstchen und Käse gab es als „Sahnehäubchen“ für die Gäste heitere Geschichten, vorgelesen von Heidi und Ulrich Stiemer.  

Damit endet das gemeinsame Frühstück im Dorfgemeinschaftshaus für das Jahr 2017. 

Ein besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Neue Jahr wünscht das Team vom Bürgertreff e. V. allen Schermbeckern!

Das Team vom Bürgertreff e. V. wünscht allen ein besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in Neue Jahr

Advent im Seniorenheim – Geschichte von Ulrich Stiemer

Alljährlich die gleichen Sorgen
Tatort Marienheim Erlerstrasse, …Weihnachtsgesang, dann eine laute Stimme: Macht das ihr wegkommt. Was war los?:

Reporter Helmut Löffler recherchiert:
Der Singkreis des Landfrauenvereins Rüstermoor war nur eine von zahlreichen Vortragsgruppen und Einzelkünstlern, die wochenlang vergeblich versuchten in das Seniorenheim an der Erlerstrasse einzudringen.
Dem inneren Drang folgend, alten Menschen zur Weihnachtszeit eine Freude zu machen.
Demgegenüber stand immer wieder die kompromisslose Abwehrbereitschaft der Heiminsassen und die es leid sind, als Publikum für Amateuraufführungen herhalten zu müssen.
So jedenfalls erklärt es der 89 jährige Josef Brömmel, als Sprecher des Ältestenrats.

Opa Brömmel wörtlich:
Ja wir woll`n hier vor Weihnachten einmal in Ruhe Kaffee trinken und nicht dauernd das Gefiedel und Gedudel ane Ohren haben.
Und wenn das im Guten nich geht, dann müssen wir Maßnahmen ergreifen.

Helmut Löffler:
Maßnahmen, die sich am Anfang auf die hermetische Abriegelung des Gebäudekomplexes beschränkten.
Brömmels Erfahrungen als Obergefreiter 1943 im Kessel von Scherkusk, als seine Kameraden in einer ähnlich verzweifelten Situation waren, kommen jetzt den Heimbewohnern zu Gute.
Die wuchtigen Eichenmöbel vor den Außentüren, Stacheldrahtrollen vor den besonders gefährdeten Kellerfenstern, sowie verschweißte Gullideckel im Kellerbereich, Es reichte jedoch bald nicht mehr aus. Rund um die Uhr wurden Heimbewohner zum Wachdienst eingeteilt.

Opa Brömmel: Ja die Probleme sind praktisch Tag und Nacht. Morgens fallen schon die Blagen vonner Gesamtschule über uns her mit ihrem Flötenkreis. Die Fiepen hier rum, mit es ist ein Ross verschwunden und Klingelglöckchen und alles falsch und durcheinander, dat is nich zu ertragen. Inner Mittachstunde ham wir dann meistens diese Trampeltänzer von de Trachtengruppe Strohkuh aus Erle, die will keiner mehr sehn, aber mit uns kann man`s ja machen.

Helmut Löffler:
Besonders kritisch wird es am Abend ,wenn die Aufmerksamkeit der alten Menschen ,nach einem langen Wachdienst zu erlahmen droht.
Dann nämlich pirscht sich im Schutz der Dunkelheit, der Jagdbläserchor Hubertus aus der Üfter Mark heran.

Opa Brömmel: Die tröten hier „Die Sau ist tot“ wenn unsereiner nur in Ruhe fernsehen will.
Und da bin ich zum ersten Mal mit`m Schrotgewehr dazwischen gegangen.

Helmut Löffler:
Nicht minder gefürchtet ist unter den Senioren die Speelgruppe la mumia mit ihrem niederrheinischem Schwank „ Der Förster vom Dämmerwald “.
Die aber in diesem Jahr, wenn auch gegen ein empfindlich hohes Schweigegeld, wieder abzog.
Doch nicht immer lassen sich die vorweihnachtlichen Besucher so unkompliziert abwehren. Der Grantelchor „Bell oder Musicmal „ mit seinem Adventsrepertoire wie Maria war kein Seemann oder „Wir lagen auf Kiel vor Bethlehem“, ließ sich aus Hubschraubern auf das Flachdach des Speisesaals abseilen, in der vergeblichen Hoffnung, durch den Lüftungsschacht zur besinnlichen Kaffeetafel vorzudringen.
Nach 25 Jahren Heimerfahrung kennt Opa Brömmel inzwischen alle Tricks.

Opa Bömmel:
Wir hatten die Tage einen hier, der gab sich als Klempner aus, wollte dat Klo reparieren, Ich denk da is was faul, mach ne Taschenkontrolle und siehe da, kein Werkzeug, stattdessen dieser elende Gedichtsband „ Weihnacht auf der Halde“. Damit wollte der uns hier den Abend versau`n !

Helmut Löffler:
Doch leider waren alle Anstrengungen der alten Leute umsonst.
Am frühen Nachmittag des 2.Advents hielt die Schweißnaht der Feuertür zur hauseigenen Schreinerei im Keller dem karitativen Ansturm nicht mehr stand.
Die tapferen Bewohner des Seniorenheims wurden von der vorweihnachtlichen Stimmung doch noch gnadenlos überrollt und mit Spekulatius aus der Septemberkollektion von Aldi verwöhnt.
Und wenn sie nicht gestorben sind dann kauen sie noch heute…

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celawie
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