Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners (EPS) auf dem Gebiet der Gemeinde Schermbeck

Die Gemeinde Schermbeck ist bereits seit einigen Jahren von Eichenprozessionsspinnern betroffen. Die Intensität des Befalls schwankt dabei jährlich. Auch in diesem Jahr sind wieder viele Bäume von EPS befallen. Viele Nester der Nachfalterraupen sind mittlerweile entdeckt worden. Fakt ist, dass der EPS eindeutig ein Gewinner des Klimawandels ist.

Dazu die Umweltministerin Ursula Heinen-Esser: Die allgemeine Klimaerwärmung und die warme und trockene Witterung speziell der letzten Jahre unterstützen die Ausbreitung von wärmeliebenden Arten.

In den letzten Wochen hat die Gemeinde Schermbeck bereits an besonders kritischen Orten (Spielplätze, Kindergärten, Schulen und stark frequentierte Gehwege) gemeinsam mit einer Fachfirma präventiv eine Bekämpfung an gemeindlichen Bäumen durchgeführt.

Eichenspinnerprozessions-Raupen
Foto: Petra Bosse

Dabei werden die Nester durch Besprühen mit einer biologischen Flüssigkeit verklebt und abgetötet. In einem zweiten Arbeitsschritt werden diese Nester, soweit technisch erreichbar, abgesaugt.

Die aktuellen Rückmeldungen aus der Bürgerschaft zeigen jedoch einen deutlich gestiegenen Befall von Eichenbäumen auf dem gesamten Gemeindegebiet. Diese erhebliche Verschlimmerung der Situation hat die Gemeinde Schermbeck zu folgenden Verfahrensweise veranlasst:

Eine Bekämpfung findet prioritätsmäßig in den Kerngebieten von Schermbeck, Gahlen, Bricht und Damm statt.

Es besteht nicht die Möglichkeit, jede Straße gerade auch in den Außenbereichen zu behandeln. Hier entscheidet die Verwaltung ermessensgerecht in Einzelfällen, ob eine Bekämpfung durchgeführt wird. Für Maßnahmen bei betroffenen Bäumen auf Privatgelände hat der jeweilige Eigentümer in Eigenverantwortung zu sorgen.

Spaziergängern wird empfohlen, in der Nähe von Eichenbäumen auf entsprechenden Befall zu achten. Der unmittelbare Kontakt mit Raupen und Nestern sollte vermieden werden.

Die Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde Schermbeck steht für eine Bekämpfung nicht zur Verfügung, da sie nicht über die notwendige technischen Ausstattung verfügt.

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