Ein Zeichen gegen den russischen Importstopp für Obst und Gemüse setzte der Präsident des Provinzialverbandes Rheinischer Obst- und Gemüsebauer, Christoph Nagelschmitz, am Rande der Vorstandssitzung des Rheinischen Landwirtschafts-Verbandes am heutigen Donnerstag in Bonn. Er lud seine Vorstandskollegen dazu ein, bewusst einen zusätzlichen Apfel aus heimischer Erzeugung zu essen und so den Apfelkonsum zu steigern.

„Auch wenn wir hier im Rheinland nicht direkt vom russischen Importstopp für Obst und Gemüse betroffen sind, weil wir fast ausschließlich für den regionalen Markt produzieren, können unsere Familienbetriebe in den kommenden Wochen und Monaten doch von den negativen Folgen dieser politischen Entscheidung eingeholt werden“, so der Präsident. Andere EU-Mitgliedstaaten, wie etwa Polen, Belgien oder die Niederlande kämpften bereits jetzt mit den Folgen, weil sie ihren Anbau von Obst und Gemüse stark auf den Export – auch nach Russland – ausgerichtet hätten. Das russische Verbot für Einfuhren aus der EU sorge jetzt dafür, dass neue Vermarktungswege erschlossen werden müssten. Bis dahin drängten zusätzliche Mengen auch auf den deutschen Markt.

Durch umfassende Marketingmaßnahmen sei es in den besonders betroffenen Staaten gelungen, den Inlandskonsum deutlich zu steigern. Slogans wie „An apple a day keeps Mr. Putin away“ in Polen oder „Samen sterk“ – Zusammen stark – in den Niederlanden hätten die dortige Bevölkerung aufgerüttelt und das Nationalbewusstsein gerade beim Einkauf von Obst und Gemüse gestärkt. „Wünschenswert wäre es natürlich, wenn auch die deutschen Verbraucher jetzt beim Einkauf verstärkt auf regionale bzw. deutsche Herkünfte achteten und mit dem zusätzlichen Verzehr von Obst und Gemüse ein bewusstes Zeichen gegen das von Herrn Putin verhängte Embargo setzen“, so Nagelschmitz.

 

 

 

 
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