Immer sechs Wochen vor dem Schützenfest bereiten sich die Altschermbecker Offiziere auf das anstehende Schützenfest im Juli vor.

SCHERMBECK. Krawattenknoten, Säbelputzen und Stechstich – die Altschermbecker Offiziere bereiten sich auf das anstehende Schützenfest vor.

 

Altschermbeck - Offiziere bereiten sich vor
Offizierskorp Schermbeck. Die Offiziere der Kiliangilde Altschermbeck sind nach dem Übungsabend bereit für das anstehende Schützenfest in gut sechs Wochen.

Alle Jahre wieder heißt es traditionell für die 23 Offiziere der Kilian Schützengilde Altschermbeck: Antreten zum Übungsabend. Pünktlich am Freitagabend versammelten sich 16 hoch motivierte Männer im Garten von Oberleutnant Tim Groß-Ruiken. „Wir sind natürlich immer sehr darauf bedacht, dass beim Schützenfest unser Erscheinungsbild stimmig ist“, erklärte Oberst Ralf Schlebusch den Sinn und den Zweck des Abends.

Altschermbeck - Offiziere bereiten sich vor

Auf Hochglanz poliert

Erst wenn die Säbel und die Schulterklappen, sowie alles weitere, was noch an den Schützenuniformen blinken könnte, so richtig auf Hochglanz poliert ist, sind die Jungs zufrieden. „Wir möchten natürlich vor den Gästen und den Zuschauern bei der Parade ein ordentliches und einheitliches Bild abgeben“, begründet Major Nico Höller die eintägige Putzleidenschaft seiner Kollegen.

Offiziere Kiliangilde Altschermbeck
Aufstellung zur Parade

Marschmusik

Wem aber nützt das schönste Ballkleid, wenn jemand nicht tanzen kann? Und was wäre eine Parade ohne Gleich- und ordentlichem Stechschritt? Oberst Ralf Schlebusch rief zum Antreten und Marschieren auf. Aus dem Boxen ertönte lautstark Marschmusik. Dazu hieß es dann: Augen gerade aus und im Gleichschritt Marsch. Erste Runde, zweite Runde.

Hauptmann Christoph Timmermann, der die Parade abnahm sich unzufrieden. Die Uneinigkeit der Beine beim Stechschritt gefiel dem Hauptmann ganz und gar nicht. Deshalb ordnete er eine dritte Runde an. „Besser“, lautete sein Fazit am Ende. Dass aber nahmen die Männer humorvoll auf, wie alles andere an diesem Abend auch.

Offiziere Kiliangilde Altschermbeck

Die Truppe, im Alter von 18 bis 51 Jahren, ist ein eingeschworenes Team. Die alten Tugenden wie Zusammenhalt, Verlässlichkeit und Engagement ist ihnen sehr wichtig und die, so Schlebusch, mache die Truppe aus. Dies aber bedeutet nicht, dass es keinen Spaß macht, hier Mitglied zu sein. Wie am Beispiel von Neuzugang Max Bienbeck erkennbar ist.

Kilianschützengilde Altschermbeck - Offiziere bereiten sich vor
Oberstleutnand Tim Groß-Ruiken (l.) übt mit den Neuzugängen Max Bienbeck (r.) und Jonas Ridder das richtige Binden der Schützenkrawatte. Foto: Petra Bosse
Drei neue Offiziere

Er ist in diesem Jahr mit Jonas Ridder und Niklas Braun im Kreise der Offiziere neu aufgenommen worden. „Ich bin durch und durch Kilianer seit ich denken kann und bei jedem Schützenfest dabei gewesen“. Sein Vater Berthold war 2001 König. „Die Schützenfestzeit war für mich als Kind immer schon eine tolle Zeit und ich konnte nie davon genug bekommen“, erinnert sich der 18-jährige Altschermbecker.

Einer für alle. Alle für einen

Heute darf er selber mitmarschieren und freut sich darüber. Allerdings gehört zu einer Neuaufnahme auch noch einiges mehr dazu, als nur Säbelputzen und Krawattenknoten binden. „Jeder neue Offizier bekommt ein Betriebsheft, was er führen muss.

Das dient als Ausbildungsnachweis“, erklärt Oberst Ralf Schlebusch augenzwinkernd. Und alle drei Jungs bekamen an ihrem ersten Abend natürlich getreu dem Motto: „Einer für alle. Alle für einen“ Schützenhilfe ihrer Kollegen beim Knoten der Krawatte.

Altschermbeck - Offiziere bereiten sich vor
Hauptmann Christopher Timmermann (r.) und Oberleutnand Tim Groß-Ruiken (l.) beobachten die Neuzugänge Jonas Ridder (2. v. l.) und Max Bienbeck beim Krawattenbinden.

Die ältesten Offiziere mit 51 Jahren sind Bernhard Marien und Heiner Hegemann. Letzterer ist seit 28 Jahren dabei und Dienstältester. Angefangen als Fahnenoffizier ist Hegemann heute Standartenführer.

Rodeo-Ritt

Über seine Erlebnisse könnte er ein Buch schreiben. So erinnert er sich noch gut an seinem „Rodeo-Ritt“ vor einem Kindergarten. „Das dreijährige Pferd war frisch zugeritten, aber erst viel spät stellte sich heraus, dass es nicht fahnensicher war. Beim Vorbeimarschieren des Fanfarencorps Raesfeld erschrak sich das Pferd so sehr, dass es mit allen Beine, vorne und hinten, ausschlug und durchbrennen wollte.

Zum Glück konnte ich es dann nach einigen Minuten wieder unter Kontrolle bringen“, erzählt Hegemann.

Offiziere Kiliangilde Altschermbeck

Guter Zusammenhalt

Den guten Zusammenhalt untereinander sind Daniel Wachtmeister wichtig: „Trotz bunt gemischter Runde und das schon seit vielen Jahren, halten wir zusammen“.
„Für uns ist dieses Treffen hier einer der wenigen Abende, wo wir alle als Offizierskorps zusammen kommen, uns über wichtige Änderungen austauschen sowie uns gemeinsam auf das anstehende Schützenfest einstimmen“, so Schlebusch.

Termin

Für das diesjährige Schützenfest am 14., 15. Und 16. Juli wünscht sich Oberst Ralf Schlebusch, dass sich erneut wieder viele Altschermbecker Schützenbrüder zu der Schützenfesteröffnung am Samstag um 17 Uhr am Festzelt einfinden.

Mehr Information gibt es auf: www.Kilian-Schützengilde-Altschermbeck.com

Petra Bosse

 

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