Neuer Gesetzesentwurf soll den Abschuss von auffälligen Wölfen erleichtern. Thema Wolf beschäftigt Bundesrat

Einmalige Prämie für Wanderschäfer für Schutzmaßnahmen vor dem Wolf

Berlin. Der Bundesrat Umwelt und Naturschutz fordert, zukünftig einen jährlichen Bericht über den gesamten Wolfsbestand in Deutschland zu erstellen. Dargestellt werden soll in dem Bericht die Verbreitung der Wölfe in den Ländern und biografischen Regionen.

Darüber hinaus soll der Bericht eine Beurteilung des Erhaltungszustandes beinhalten. Das forderte nun die Länderkammer in einer Stellungnahme zum geplanten Entwurf eines „zweiten Gesetzesentwurf zur Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes“ der Bundesregierung.

Bundesförderung für Weidetierhalter

Damit genug, denn gleichzeitig wird die Forderung laut, sich für die Beibehaltung der Möglichkeit für gekoppelte Prämie für die Beweidung mit Schafen und Ziegen einzusetzen, um damit gezielte Beweidungsformen fordern zu können.

Weiter heißt es in der Stellungnahme zum Thema Wolf in Deutschland, das alternativ der Bund auch eine Bundesförderung zur Unterstützung der Weidetierhalter etablieren könne sowie ein nationales Herdenschutzinformationszentrum aufzubauen. Damit sollen Erfahrungen der Länder konkret gesammelt werden, um somit weitere Schutzmaßnahmen weiterentwickeln zu können.

Neuer Paragraph 44a

Mit dem neuen Gesetzentwurf will die Bundesregierung den Abschuss von Wölfen in bestimmen Fällen erleichtern. Gleichzeitig soll ein neuer Paragraph, 44a, in den Gesetzesentwurf aufgenommen werden. Darin soll geregelt werden, unter welchen Bedingungen Wölfe nach Rissen von Nutztieren abgeschossen werden dürfen.

Das könne bedeuten, dass in Fällen, wo Nutztierrisse nicht einem Einzeltier, sprich Wolf zugeordnet werden können, der Abschuss auch von einzelnen Mitgliedern eines Rudels „bis zum Ausbleiben von Schäden“ fortgesetzt werden dürfen.

Die Bundesregierung lehnte den Vorschlag zu einem jährlichen Bericht zwar ab, stimmte aber dem Vorschlag zu, Vereinbarungen mit anderen Staaten anzustreben.

Weiter werde nun der Vorschlag zur weiteren Maßnahmen zur Förderung von Weidetiere auf EU geprüft, heißt es vonseiten der Bundesregierung.

Für Wanderschäfer stehe zudem seit dem 15. Juli 2019 für Maßnahmen zum Schutz vor dem Wolf eine einmalige Prämie zur Verfügung.

Petra Bosse

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1 KOMMENTAR

  1. Der Wolf ist für die Natur wichtig. Belgien ist todunglücklich über den wahrscheinlichen Tod eines Wolfes. Ich kann die Schäfer sehr gut verstehen, aber einfach abschießen ist keine Lösung. Wir müssen lernen mit den Wildtieren zu leben, denen wir auch den Lebensraum nehmen. Natürlicherweise sollten sie Damwild und Wildschweine jagen, die bei uns schon gekeult werden. Es sollten mehr Schutzmassnahmen für Schäfer gefunden werden. Auch der Mensch sollte Kompromisse eingehen. Wir kaufen keine Schafprodukte und ich verstehe die Politik nicht, die Massentierhaltung fördert und kein Geld für die Unterstützung der Betroffenen hat.

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