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Schermbeck-Luftaufnahmen

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Das Bundes-Umweltmisterium hat gereimte Bauernsprüche gesammelt und publiziert

Auch die niederheinischen Bauern sind darüber mächtig sauer. Sie wollen sich wehren und haben sogar mit einem Reim in Richtung Politiker gekontert: „Will ein Politiker in die erste Riege, machen Fakten eine Biege“ lautet die Antwort des Rheinischen Landwirtschafts-Verbandes (RLV) auf die Plakatkampagne „Bauernregeln“ von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks.

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Als Vorstandsmitglied des Heimatvereins enthüllte Hannes Kempken am Samstag die 14. Erler Geschichtstafel. Foto: Helmut Scheffler
Erler Heimatverein erinnert mit der 14. Geschichtstafel an die ehemalige Molkerei

Erle Die Wahrscheinlichkeit für einen Erler, auf einer der Geschichtstafeln des Heimatvereins abgebildet zu werden, ist relativ gering. Gerd Nagel hat`s geschafft. Auf der 14. Tafel, die am 15. Oktober an der Marienthaler Straße gegenüber der ehemaligen Erler Molkerei vom HV-Vorstandsmitglied Hannes Kempken enthüllt wurde, ist Gerd Nagel gleich zweimal als Mitarbeiter der ehemaligen „Molkerei-Genossenschaft Erle, Uefte, Overbeck und Umgegend e.G.m.b.H.“ zu sehen.

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Ein fast kreisförmiger Geländeabschnitt sticht aus dem Luftbild hervor. Der Schermbecker Pilot Horst Schmitter ermöglichte diese Aufnahme am 22. Mai 2015 beim Überfliegen des Schermbecker Ortsteils Damm in Ost-West-Richtung auf die Höfe Baumeister, Steinkamp und Engelmann zu. Die auffallende Geländestruktur ist ein Relikt der landschaftsbildenden Tätigkeit der Lippe.

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Vom Hof Haferkamp (hinten links nahe der Lippe) wollen die Feldbahnfreunde zwei Gleistrassen am Rande der großen ovalen Fläche in der Bildmitte verlegen. Luftbild: Helmut Scheffler

Der Planungsausschuss berät heute einen Antrag der Gahlener Feldbahnfreunde
Gahlen Die Gahlener Feldbahnfreunde möchten den Schermbecker Ortsteil Gahlen um eine touristische Attraktion bereichern. Sie haben einen Antrag zur Errichtung einer Besucherfeldbahn gestellt. Über diesen Antrag berät der gemeindliche Planungs- und Umweltausschuss in seiner heutigen (18. Juni )Sitzung. Die öffentliche Sitzung beginnt um 16 Uhr im Begegnungszentrum.

Dsa Umfeld der Dammer reithalle am 22. Mai 2015. Bitte das Foto anklicken. Luftbild: Helmut Scheffler

Das Luftbild entstand während eines Fluges mit dem Schermbecker Piloten Horst Schmitter am 22. Mai 2015. Wenn man sich – dem Dammer Weg in der Bildmitte folgend – von Osten der Siedlungsverdichtung an der unteren Rittstege nähert, fällt ein großes Gebäude (vorne links) auf. Es ist die Sportanlage des Zucht-, Reit- und Fahrverein Wodan Damm. Das Luftbild zeigt – besonders im Dachbereich – jene baulichen Maßnahmen, die der neue Vorstand durchgeführt hat.

Mitteilung des Vereins: Die Reitanlage umfasst zwei Außenreitplätze und eine Halle, in der zwei voneinander abgetrennte Reithallen zur Verfügung stehen. Seit Januar 2015 wird fleißig in und um die Halle renoviert und gearbeitet, um die Außenanlage für Reiter und Vereinsmitglieder noch schöner zu gestalten. Die Halle bekam einen neuen Außenanstrich, der Hof ist gepflastert worden und ein warmer Aufenthaltsraum ist nun in der großen Halle vorhanden. H.Sch.

Dsa Umfeld der Dammer reithalle am 22. Mai 2015. Bitte das Foto anklicken. Luftbild: Helmut Scheffler
Dsa Umfeld der Dammer Reithalle am 22. Mai 2015. Bitte das Foto anklicken. Luftbild: Helmut Scheffler

Gahlen, Luftbild

In diesem Foto stecken vier Fehler. Luftbild Scheffler, 6. Mai 2007
In diesem Foto stecken vier Fehler. Luftbild Scheffler, 6. Mai 2007

Nachdem der erste Bildervergleich auf ein reges Interesse gestoßen ist, bieten wir ein weiteres Foto-Pärchen zum Vergleich an. Das untere Gahlener Luftbild weist gegenüber dem oben stehenden Original vier Fehler auf. Am besten schreiben Sie die Lösung mit Worten ins Kommentarfeld (ganz unten auf dieser Seite). Wir sammeln die Lösungsangebote und geben am Samstagabend bekannt, wer die vier Fehler gefunden hat. Viel Spaß.  H.Scheffler

Auflösung:

Da haben wir die Blickschärfe wohl überschätzt und wir versprechen Besserung. Die Fehler-Objekte waren wohl zu klein.

1. Fehler:  Im linken unteren Bildviertel steht an der Hauptstraße ein weißes Auto.

2. Fehler:  Im linken oberen Bildviertel fehlt auf dem Parkplatz ein Baum.

3. Fehler: Im rechten oberen Bildviertel steht ziemlich mittig auf dem Parkplatz ein rotes Auto zu viel.

4. Fehler: Im rechten oberen Bildviertel ist ziemlich weit rechts ein Gebäudekomplex zu groß.

Künftig werden die Fehler-Objekte größer ausfallen

An der Wende zu einem neuen Jahr wollen wir unsere besten Wünsche für das Jahr 2015 mit einem Rückblick verbinden. Nein, nicht mit dem auf das Jahr 2014, weil das ja schon an anderer Stelle erfolgte. Wir wollen ein Menschenalter zurückschauen. Damals war der Schermbecker Ortskern wesentlich dünner besiedelt. Rechts im Bild erkennt man einen merkwürdigen Turm, den man heute am Bleichwall nahe dem oberen Mühlenteich nicht mehr vorfindet. Es handelt sich dabei um einen Feuerwehrturm, der im Jahre 1932 errichtet wurde. Acht Jahre später hielt er einem schweren Sturm nicht Stand und stürzte ein. Repro: Helmut Scheffler

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Das am 5. August 2010 im Anflug von Süden entstandene Luftbild zeigt nördlich der Umgehungsstraße (unten) mit Schermbeck (links) und Altschermbeck (rechts) zwei der insgesamt acht Ortsteile, die im Rahmen der kommunalen Neuordnung zur neuen Großgemeinde Schermbeck zusammengeschweißt wurden.

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Viel sieht man als Autofahrer nicht von der Brichter Frankenhofsiedlung, wenn man die Bundesstraße 58 (etwas oberhalb der Bildmitte von links nach rechts) befährt. Eine mehrere hundert Meter lange Lärmschutzwand befindet sich dort seit ausgangs der 1980er-Jahre.

Die Bürger der Frankenhofsiedlung haben lange für den Bau der Mauer kämpfen müssen. Er war im Planfeststellungsbeschluss von 1974 nicht enthalten. Durch eine aktualisierte Rechtsprechung wurde es 1988 möglich, dass auch bestehende Straßen geschützt wurden. Keinen Rechtsanspruch gab es jedoch für jene Häuser, die schon vor der Aufstellung des Bebauungsplanes in Bricht standen. Das waren vor allem jene Häuser, die man ausgangs der Linkskurve auf der rechten Seite sieht, wenn man aus Wesel kommt (linke Siedlungsspitze).

Schermbeck LuftbildIn den 1960er-Jahren war der Ortsteil Bricht ein ländlich geprägter Streusiedlungsbereich, wie er noch im Hintergrund zu erkennen ist. Lediglich an der Alten Poststraße (bogenförmig verlaufende Straßen am linken Siedlungsrand) gab es eine Häuserzeile. In den 1970er-Jahren entstand die Frankenhofsiedlung zwischen alter Poststraße und Bundesstraße. Der Ostteil der Frankenhofsiedlung zwischen der verlängerten Straße “Am Kaisershecken“ und der B 58 entstand in den 1980er-Jahren. Noch jünger ist die Siedlung an der Straße „Zur Gietlingsmühle“ (rechts oberhalb des Waldstückes im rechten Bildbereich). Diese Wohnhäuser wurden so weit von der Straße entfernt gebaut, dass eine Lärmschutzwand entfallen konnte.

Nördlich (oberhalb) der B 58 ist ein kleines Industriegebiet entstanden. Die Baumreihe vor diesem Industriegebiet zeigt den ehemaligen Verlauf der Bundesstraße, die bis 1976 entlang der heutige Weseler Straße in Richtung Haus Hecheltjen führte. Als im Herbst 1976 die Umgehungsstraße für den Verkehr freigegeben wurde, wurden Teile der ehemaligen Weseler Straße überflüssig.

Von der Mitte des linken Bildrandes zur unteren rechten Ecke verläuft sehr geradlinig eine Baum- und Gehölzreihe. Sie gibt den Verlauf der ehemaligen Bahnstrecke an, die 1874 eröffnet wurde und – eine Zeitlang sogar zweigleisig – von Wesel über Schermbeck und Münster nach Hamburg führte. Bricht besaß keinen Bahnhof, wohl aber Damm und Schermbeck. Im Bereich des Luftbildes wird die ehemalige Bahntrasse als Wander- und Fahrradweg genutzt.

Ein kleine Siedlung ist im Verlauf der Jahrzehnte am Gartroper Weg (unterer Bildrand) entstanden, der nach wenigen hundert Metern die Lippe erreicht. H.Sch./Foto Scheffler, 5. August 2010

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Westlich des Gartroper Zweigwerkes der Schermbecker Dachziegelwerke Nelskamp überflog Pilot Horst Schmitter am 5. August 2010 in Süd-Nordrichtung die nördlichsten Ausläufer des Gartroper Busches (Vordergrund rechts), den im Jahre 1930 eröffneten Lippeseitenkanal (heute Wesel-Datteln-Kanal) und die in der Bildmitte verlaufende Lippe. Die Lippe trennt die drei ehemals selbstständigen Gemeinden Hünxe-Gartrop (Vordergrund), Schermbeck-Damm (Hintergrund links) und Schermbeck-Bricht (Hintergrund rechts).

Die Lippe wird beiderseits von einem Auenbereich begleitet. Der abgebildete Abschnitt der 255 Kilometer langen Lippe, die aus dem Eggegebirge im östlichen Westfalen kommt, steht seit dem 22. März 1988 unter Naturschutz. Mehrfach wurde das NSG erweitert und erstreckt sich heute mit einer Größe von 1010 Hektar beiderseits der Lippe von Drevenack im Westen bis zur Dorstener Stadtgrenze im Osten.

Schermbeck Luftbild SchefflerIn Zeiten, in denen die Lippe ihr Bett noch nicht so tief eingegraben hatte in die Niederterrasse, pendelte die Lippe in ihrem breiten Bett hin und her. Dabei schuf sie weit ausladende mäandrierende Bögen. Einen solchen gut ausgebildeten Bogen, der im Norden (oben) bis fast zur Bundesstraße 58 reicht, erkennt man in der linken oberen Bildhälfte. In diesem Lippe-Altarm lebt die stickstoffbedürftige Erle in einer Lebensgemeinschaft mit Bakterien, die den Luftstickstoff für die Erle nutzbar machen. Im Unterholz wachsen schwarze und rote Johannisbeere, Schwertlilien und Sauergräser, am Rand hoch wachsende Hopfenpflanzen. Durch eine künstlich erzeugte Rückstaumaßnahme ist das Wasser im Lippebogen so angestiegen, dass inzwischen ein Teil der Erlen abstirbt, dort aber ein interessanter Lebensraum für andere Pflanzen und Tiere geschaffen wird.

Die alte Lippeschlinge umschließt ein höher gelegenes sandiges Gebiet: die 19 Hektar umfassende Barnumer Weide. Magere Weiden befinden sich dort, die von Jungrindern in geringer Dichte unter bezahlten Bewirtschaftsauflagen beweidet werden.

Die Lippe diente schon zur Römerzeit der Schifffahrt. Von 1853 bis 1856 gab es auf der Lippe auch eine Dampfschifffahrt. Mit dem Bau des Wesel-Datteln-Kanals endete die Lippeschifffahrt. Der Fluss hat seinen Nutzen für den wirtschaftenden Menschen dennoch nicht verloren. Er liefert nicht nur das Wasser für den Betrieb des Wesel-Datteln-Kanals, sondern wird auch als Brauchwasserlieferant in Anspruch genommen. Mehrere Campingplätze belegen ebenso die Bedeutung des Flusses für den Tourismus wie zahlreiche Anbieter von Kanutouren. Luftbild Scheffler, 5. August 2010

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Zum südwestlichen Schermbecker Ortskern flog Pilot Horst Schmitter am 5. August 2010. Die Häuser, die hier im Mittelpunkt des Fotos bereits vor 60 Jahren standen, hätte man damals an zwei Händen zählen können. Besiedelt waren damals die Maassenstraße (ganz oben links) und der Ortskern (oben rechts). Ein Blick auf das Messtischblatt des Jahres 1971 zeigt eine deutliche Siedlungsentwicklung nur für den oberen Bereich des Bildes zwischen Maassenstraße und der Adolf-von-Cleve-Straße (zweite Querstraße von oben, die links am dunkelgrünen Feld endet).

Die gesamte untere Bildhälfte wurde erst in den 1970er-Jahren systematisch besiedelt. Im Bereich des Schieneberges entstanden neue Straßenzüge und Siedlungen, deren Erschließungsstraßen hangparallel angeordnet wurden, wie die von oben nach unten führenden Straßen deutlich zeigen. Eine bauliche Zäsur bietet die Heinrich-von-Gemen-Straße (etwas unterhalb der Bildmitte), die fast senkrecht zu den anderen parallelen Straßen verläuft. Die unterhalb dieser Straße abgebildeten Häuser im Bereich des Peter-Gypken-Weges (parallel zur Heinrich-von-Gemen-Straße) und der zu diesem Weg senkrecht verlaufenden Gustav-Sack-Straße, Moritz-von-Oranien-Straße und Georg-Rawe-Straße (on links nach rechts) sind zuletzt im abgebildeten Bebauungsplangebiet Schieneberg-Ost entstanden.

Schermbeck OrtskernIm oberen rechten Bildbereich erkennt man an dem großen Dach mit der Fotovoltaikanlage die Zweifachturnhalle an der Maximilian-Kolbe-Schule. Die Planungsgruppe Hürth erhielt im Jahre 1990 den Auftrag, die Turnhalle zu planen. 1993 wurde die Zweifachturnhalle an der Schienebergstege eingeweiht.

Rechts neben der Turnhalle liegt der Gebäudekomplex der Maximilian-Kolbe-Schule. Diese ehemalige katholische Volksschule wurde 1956 eingeweiht, 1968 in eine katholische Grundschule umgewandelt, 1982, 1988 und 1999 erweitert.

Der dunkle grüne Flecken oberhalb der Turnhalle kennzeichnet den Bereich der Wallgrabenzone, der in früheren Jahrhunderten parallel zu der Stadtmauer verlief. Im Jahre 2006 schrieb dieser Wallgraben ein neues Kapitel der Ortsgeschichte. Das Begehren von CDU und SPD, diesen Bereich einer Bebauung zuzuführen, löste das erste erfolgreiche Bürgerbegehren in der Großgemeinde Schermbeck aus. H.Sch./ Luftbild Scheffler, 5. August 2010

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Ob`s gut war oder weniger gut, werden die Kinder und Enkelkinder in den Geschichtsdarstellungen für die Nachwelt festhalten. Dabei braucht man nicht einmal eine Wertung abzugeben. Die pure Beschreibung genügt, und die dürfte in etwa so aussehen: Die für kommunale Planung Verantwortlichen in der Gemeinde Schermbeck haben es verstanden, ein ehemals von Feldern und Wiesen umgebenes Kleinstädtchen so zu bebauen, dass daraus ein ungeordnetes Konglomerat von Siedlungsansätzen entstanden ist.

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Das Gelände der ehemaligen Dachziegelwerke Idunahall kann künftig gewerblich genutzt werden. Die Vermarktung des 59 000 Quadratmeter großen Geländes ist ab sofort möglich. Luftbild Scheffler

 Es kann losgehen. Nachdem der Gemeinderat in seiner letzten Sitzung am 11. April den Bebauungsplan für das Gewerbegebiet Maassenstraße beschlossen hat, stellten gestern die Investoren Stephan Stender, Marc Riegel und Rolf Sligchers die bisherigen Maßnahmen und ihre Vermarktungsabsichten vor.

Drei Jahre vor seinem 100-jährigen Bestehen stellte das Dachziegelwerk Idunahall im Jahre 2005 seine Produktion im Winkel zwischen Maassenstraße und Alte Poststraße ein. Ein holländischer Investor erwarb das Gelände, trat aber wieder zurück, als er merkte, dass man hemdsärmelig ohne behördliche Genehmigungen nicht so einfach mit einer Industriebrache umgehen kann.

Zwischen April 2008 und Oktober 2010 kauften die „Investorengesellschaft Stender + Riegel Gewerbepark 2 GmbH“ sowie die Tiefbaufirma „Jan Sligchers b& Söhne GbR“ von der liquidierten holländischen Gesellschaft Hego das Gelände und ein kleines Teilstück, das zuvor der Feldbahnbetreiber Andreas Knopf erworben hatte.

Das Gelände der ehemaligen Dachziegelwerke Idunahall kann künftig gewerblich genutzt werden. Die Vermarktung des 59 000 Quadratmeter großen Geländes ist ab sofort möglich. Luftbild Scheffler
Das Gelände der ehemaligen Dachziegelwerke Idunahall kann künftig gewerblich genutzt werden. Die Vermarktung des 59 000 Quadratmeter großen Geländes ist ab sofort möglich. Luftbild Scheffler

Seit Frühjahr 2009 gab es diverse Nutzungsänderungsverträge für eine Lagernutzung, einen Tiefbaubetrieb und für Verkaufsflächen. Mit dem Umbau zur Substanzsicherung wurde im Mai 2010 begonnen. Inzwischen haben die Investoren mehr als eine Million Euro in die Erschließung des 59 000 Quadratmeter großen Geländes, in Dachsanierungen und in die Stabilisierung einzelner Hallen investiert.

Der neue Gewerbepark erweitert die bisherige Schermbecker Gewerbefläche um rund zehn Prozent. Ab sofort können Mindestflächen von 4000 bis 5000 Quadratmetern erworben werden, da jetzt genau feststeht, welches Gewerbe an welcher Stele des Bebauungsplanes erlaubt ist. Die seit Monaten umstrittene Ansiedlung der Event-Firma „You Stunt“ kommt nicht zu Stande. Per SMS hat der Firmen-Betreiber eine Absage erteilt. Damit ist ein Großteil der Bedenken von Anwohnern und Politikern vom Tisch.

Das Gewerbegebiet besteht aus drei Teilen. Im nördlichen Teil entsteht ein Mischgebiet, das fürs Wohnen und für nicht störendes Gewerbe vorgesehen ist. Etwas weiter südlich können auf rund 15 000 Quadratmetern immissionsarme Gewerbebetriebe in bereits vorhandenen Hallen entstehen. Mit zunehmendem Abstand zur Alten Poststraße ist die Ansiedlung immissionsstärkerer Betriebe möglich. Die Investoren schließen nicht aus, die parallel zur Maassenstraße gelegenen zusammenhängenden Hallen 9 und 10 sowie die „Alte Schmiede“ zur Eigennutzung zu reservieren. Marc Riegel beabsichtigt nämlich, den Sitz seiner Firma „Riegel Interieurs“ von Essen nach Schermbeck zu verlegen. Dann benötigt er Büroräume für seine bisherigen 18 Mitarbeiter und für weitere vier bis fünf Mitarbeiter, mit denen er einen Internet-Shop aufbauen möchte.

Falls die Gewerbeflächen im Verlauf des Sommers nicht durch Eigenvermarktung veräußert werden können, werden die Investoren im Oktober zur Messe „Exporeal“ nach München fahren. Das ist Deutschlands führende Gewerbeimmobilienmesse.

„Wir wollen mit den Nachbarn gut auskommen“, stellte Stephan Stender fest. Dass die Firma „You Stunt“ mit ungenehmigten Events das Gelände nutzte, war den Investoren nicht bekannt.

Die Verkehrserschließung erfolgt über die Alte Poststraße. Die direkte Zufahrt ist für den Bereich neben dem Transformator vorgesehen. Von dem viel diskutierten Kreisverkehr an der Maassenstraße halten die Investoren nichts. Sollte er aber politisch durchgesetzt werden, dann sind die Investoren sogar bereit, einen Teil ihres Grundstücks zum ortsüblichen Preis (zirka 25 Euro/Quadratmeter) der Gemeinde zur Verfügung zu stellen. H.Sch. Luftbild Scheffler, 2.4.2013

 

Der Grenzbereich zwischen Schermbeck und Altschermbeck hat sich in den letzten beiden Jahrzehnten enorm verändert. Die Gebäude westlich (unterhalb) der Erler Straße (Bildmitte von rechts nach links) sind überwiegend nach der kommunalen Neuordnung des Jahres 1975 entstanden. Das gilt sowohl für die trapezförmige Siedlungsfläche des Siegelhofes in der Bildmitte als auch für das Baugebiet Erler-Straße-West (unten rechts), das Ende der 1980er-Jahre geplant und in den frühen 1990er-Jahren erschlossen und bebaut wurde. Dabei hat man gegen die vorgebrachten Bedenken so nahe an den Mühlenbach herangebaut, dass dem Bach die Überflutungsaue genommen wurde.

In der Bildmitte rechts liegt inmitten eines ringförmig angeordneten Baumbestandes der Gebäudekomplex des Marienheimes. Der östliche (obere) Teil dieses Gebäudekomplexes wurde bis 1987 als Krankenhaus genutzt. Im Zuge der Krankenhausbedarfsplanung des Landes Nordrhein-Westfalen führten wirtschaftliche Gesichtspunkte zu einem Aus für das Schermbecker Krankenhaus, das 1909 an der Erler Straße als Nachfolgerbau des 1868 bis 1871 nahe der Burg errichteten Krankenhauses entstand. Mit viel Sinn für das politisch Machbare beschloss die Kirchengemeinde St. Ludgerus als Träger des Marien-Hospitals im Jahre 1987, das Krankenhaus zu schließen und das Gebäude durch Um- und Erweiterungsbauten zu einem Alten- und Pflegeheim umzugestalten. Während die Erweiterungsbauten mit dem Spatenstich am 3. Mai 1988 eingeleitet wurden, begann der Betrieb des Alten- und Pflegeheimes bereits im Januar 1988 im ehemaligen Krankenhaus. In mehreren Bauabschnitten entstanden bis Januar 1994 mehrere Gebäudetrakte mit insgesamt 108 Pflegeplätzen.

Schermbeck LuftbildRechts neben dem oberen Teil des Marienheim befindet sich das „Haus Kilian“. Das vom Architekten Manfred Ludes geplante Gebäude wurde als Schwesternwohnheim neben dem Krankenhaus errichtet und am 18. Dezember 1966 vom Prälaten Tellen eingeweiht. Schwester Oberin Thelisa übernahm vom Architekten den Schlüssel. Nach der Fertigstellung des Marienheims im Jahre 1994 konnten jene Heimbewohner, die bis dahin im Schwesternwohnheim untergebracht waren, in die Neubauten umziehen. Das ehemalige Schwesternwohnheim wurde zu einem Behindertenwohnheim umgebaut. 23 Heimplätze wurden geschaffen. Regionalbischof Heinrich Janssen übernahm am 12. März 1995 die Einsegnung des Heimes. Luftbild: Scheffler, 5.8.2010

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Beim Anflug des Schermbecker Ortskerns aus nordwestlicher Richtung erkennt man nicht weit von den Angelteichen Schoel (Vordergrund) im Lichtenhagen entfernt eine Siedlung mit nahezu elliptischem Grundriss. Es ist der Bereich des Bösenberges, der durch den Mühlenbach und durch den oberen Burgmühlenteich (ganz rechts) von jenem Teil des Kleinstädtchens Schermbeck abgetrennt wird, der früher einmal von einer Stadtmauer umgeben war.

Im preußíschen Urkataster aus dem Jahre 1734 heißt die Erhebung noch „Der Bösen Berg“. Dort soll sich eine Gerichtsstätte befunden haben. Im 17. Jahrhundert vermerkt das Protokollbuch der ehemaligen lutherischen Kirchengemeinde einen Galgenberg für den Bereich des „Bösenbergs“. Dort wurde unter anderem einer Wulfenerin, die ihr neugeborenes Kind umgebracht hatte, am 13. Oktober 1717 mit dem Schwert das Haupt abgeschlagen. Mit glühenden Zangen wurde zwei Jahre später ein Mann bearbeitet, der zuvor gemordet hatte und zudem Einbrüche und Räubereien begangen hatte.

„Auf dem Bösenberg wurden auch jene Personen bestattet, die keiner christlichen Kirche angehörten oder sich selbst das Leben nahmen“, stellt der Heimat- und Geschichtsvereinsvorsitzende Hans Zelle fest.

Bösenberg,-05.08Dort, wo das Luftbild inmitten des Bösenbergs drei großkronige Buchen zeigt, befindet sich noch heute der jüdische Friedhof, der erstmals im 17. Jahrhundert erwähnt wurde.

Bis ins frühe 19. Jahrhundert hinein befand sich der Bösenberg zu einem großen Teil im Königlich-Preußischen Besitz. Diesen Teil erwarb im 19. Jahrhundert die Kommunalgemeinde. „Sie hat dann“, so Hans Zelle „nachdem die Bürgerschaft allmählich ihre Schreckensvisionen aufgegeben hatte, Interessenten erlaubt, das Ödland zu kultivieren und Gärten anzulegen.“

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde mit der Bebauung des Bösenbergs begonnen, zunächst nur im nördlichen Teil, weil man eine Zeitlang überlegte, eine Entlastungsstraße für den Ortskern an den Mühlenteichen entlang zu bauen. Der mehrmalige Versuch scheiterte, zuletzt in den 1990er-Jahren. Wegen seiner räumlichen Nähe zum Einkaufszentrum einerseits und zur Grünzone des Bruchs und des Lichtenhagens andererseits ist der Bösenberg ein bevorzugtes Baugebiet mit den höchsten Grundstückspreisen im Gemeindegebiet. H.Sch./Luftbild Scheffler, 5.8.2010

Im Mittelpunkt des Luftbildes steht die Siedlung „Zur Obstwiese“ zwischen Freudenbergstraße (r.) und Dorstener Straße (l.). Die Planungen für die Bebauung der ehemaligen Obstwiese, die zum landwirtschaftlichen Betrieb der Familie Stenkamp/Brinkemper gehörte, begannen im Jahre 2000. Im Genehmigungsantrag formulierte die Düsseldorfer Architektengruppe Hofmann, Syffus, Knaack, ein „harmonisches, dörfliches und maßstäbliches Ensemble zu schaffen“. Angekündigt wurden preisgünstige Häuser und „eine ganzheitliche Planung und Realisierung zu verfolgen, welche Grün- und Freiflächen, Erschließung, Regenwasser- und Energienutzung sowie die Gebäude umfasst.“

Im März 2001 beschloss der Planungs- und Umweltausschuss nach der Unterzeichnung eines Vorvertrages durch den Eigentümer/Vorhabenträger die Einleitung eines Satzungsverfahrens zum Erlass eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanes „Wohnmodell Stenkamp“. 45 Wohneinheiten sollen entstehen. Im April 2002 wurde der Bebauungsplan aufgestellt. Mehrfach mussten die Planungen nachgebessert werden. Im Jahre 2007 wurde der Bau von Wohnungen für altenbetreutes Wohnen genehmigt. Die Firma „Kreativ Bauen & Wohnen GmbH“ aus Hünxe verwirklichte im Jahre 2008 den Bau von barrierefreien Wohnungen entlang der Freudenbergstraße.

_Obstwiese,-05.08Im ersten Gebäude der Siedlung (ganz vorne rechts) wurde der private Kindergarten Stenkampshof untergebracht. Dieser Kindergarten befand sich seit der Gründung am 15. August 1984 im ehemaligen Bauernhof der Familie Franz und Hedwig Stenkamp auf der anderen Seite der Freudenbergstraße. Anlass für die Gründung eines privaten Kindergartens war ein akuter Mangel an Kindergartenplätzen in Schermbeck. 20 Kinder im Alter zwischen drei und sechs Jahren wurden 1984 aufgenommen. Am neuen Standort im Baugebiet „Zur Obstwiese“ wurde der neue Kindergarten im Mai 2004 eingeweiht.

Unmittelbar westlich (oberhalb) grenzt die Siedlung an das Pfadfinderhaus. Schon vor der Feier anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Schermbecker Stammes innerhalb der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg im Jahre 1987 entstand der Wunsch der Schermbecker nach einem eigenen Heim. Bereits am 12. Juni 1986 wurde ein Förderkreis gegründet. Ein massiver Bau wurde geplant. Im März 1991 wurde die Baugenehmigung erteilt. Zum ersten Spatenstich versammelten sich am 21. April 1991 Pfadfinder und Repräsentanten des öffentlichen Lebens auf dem Baugelände am Prozessionsweg. Am 27. November 1994 wurde Richtfest gefeiert. Am 28. September 1997 begrüßte Stammesleiter Michael Leisten anlässlich der Einweihung des neuen Pfadfinderhauses Mitglieder der befreundeten Pfadfinderstämme aus Walbeck, Flüren, Kapellen, Feldmark, Xanten und Hartefeld. H.Sch.

Wenn man etwas südlich des Freudenbergs mit dem Flugzeug die Autobahn überquert und nach Westen in Richtung Schermbecker Ortskern (im Hintergrund) fliegt, fällt eine große gläserne Fläche auf. Die Gärtnersiedlung ist das weithin sichtbare „Tor“ zum gemeindlichen Wohnplatz Rüste.

Gleich vier Gärtnereien produzieren in der Rüster Gärtnersiedlung, und das schon seit 40 Jahren. Der Betrieb der Firma Brokemper (vorne l.) befand sich ursprünglich in Dorsten. Als die Stadt für eine Erweiterung kein Gelände zur Verfügung stellte, suchte und fand Clemens Brokemper 1970 im benachbarten Rüste eine geeignete Betriebsfläche. Der Betrieb, der im November 2009 abbrannte, verfügt über 50 000 Quadratmeter Hochglasfläche und über acht Hektar Freiland. Die Firma produziert und vermarktet Beet- und Balkonpflanzen ebenso wie Primula, Euphorbia, Callunen, Azaleen, Stauden und Hortensien. Im Jahre 2007 erhielt die Firma für die Entwicklung eines Automatisierungssystems namens „Speed-Flower“ den deutschen Innovationspreis.

Nr..-27Vorne rechts befindet sich die Firma Wison. Im Herbst 1979 begann Helmut Thorberger mit der Züchtung von Primula acaulis. Aus den zusammengesetzten Teilen von Vor- und Zunamen entstand 1989 der geschützte Pflanzenname „HETHOR acaulis“. Der seit 2008 von Susanne Wison geführte Betrieb Wison produziert inzwischen auf 20 000 Quadratmetern Gewächshausfläche neben Primula acaulis auch Ranunkeln sowie Beet- und Balkonpflanzen.

Die 1946 in Dorsten gegründete Gärtnerei Thorberger (hinten rechts) produziert seit 1972 Primelsaatkisten. 1978 wurde das im Jahre 1969 erworbene Rüster Gelände bewirtschaftet. Im Jahre 1986 begann die Jungpflanzenproduktion über maschinelle Direktaussaat. Neben Primeln bietet die Firma Thorberger, die seit 1991 von Werner Thorberger geleitet wird, ein umfangreiches Sortiment an Beet- und Balkonpflanzen.

Die Gärtnerei Aldenhoff (hinten links) produziert in der dritten Generation. Der von Josef Aldenhoff in Dorsten gegründete Betrieb wurde seit 1972 in Rüste geführt. Seit 1997 produzieren die Brüder Peter und Bernd Aldenhoff Topfpflanzen. 17 000 Quadratmeter Hochglasfläche und vier Hektar Freiland stehen für die Produktion blühender Azaleen zur Verfügung. H.Sch./Luftbild: Scheffler, 5.8.2010

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Am Nordostrand des Gartroper Busches (im Vordergrund) überflog der Schermbecker Pilot Horst Schmitter am 5. August 2010 die Sonderabfalldeponie Hünxe-Schermbeck. Über dieses Gelände führt die Grenze zwischen Hünxe und Schermbeck. Die Tongruben (helle Fläche im Hintergrund links), der größte Teil des Teiches und der dazwischen liegende Kassettenbereich der Deponie liegen auf Schermbecker Gebiet.

Am 30. Oktober 1975 beantragte der Siedlungsverband Ruhrkohlenbezirk (später KVR, heute RVR) im Auftrage des Kreises Wesel beim Regierungspräsidenten die Errichtung einer ortsfesten Abfallbeseitigungsanlage. Am 1. September 1978 machte der RP den Antrag öffentlich bekannt. In ihrem Beschluss vom 5. Dezember 1978 machte die Gemeinde Schermbeck erhebliche Bedenken geltend. Teile dieser Bedenken flossen in einer Antragsüberarbeitung ein, die im Februar 1980 vorgelegt wurde. Unter anderem wurden die Deponiefläche und die Laufzeit von 30 Jahren auf 10 Jahre reduziert. Am 18. Dezember 1980 genehmigte der RP den Ausbau. An 1. Januar 1984 wurde die Zentraldeponie in Betrieb genommen.

Die Bevölkerung hat die Deponie nie geliebt. 1984 sorgten erste Brände für Aufregung, 1985 kamen die Planungen des RP auf den Tisch, die Hünxe-Schermbecker Deponie zu erweitern und für Sonderabfälle zu reservieren. Anfang 1986 fand man im Hausmüllbereich PCB-haltige Schlämme. Das führte zur Gründung der Bürgerinitiative „Gegengift“. Der Schermbecker Ratsherr Jürgen-Werner Koch trat im Oktober 1986 aus dem Deponiebeirat aus. 1987 lagerte eine Emmericher Firma PCB-verseuchtes Material auf der Deponie ab. Anfang Januar protestierte die SPD vor der Deponie.

Nr.-26,-05.08. 2010 Foto SchefflerDas „ungeliebte Kind“ wuchs weiter. Jm Jahre 1998 umfasste der Abfallkatalog 440 Abfallschlüssel nach dem Europäischen Abfallkatalog. „Atommüll ist für die AGR tabu“, versicherte die AGR 1999 schriftlich, als über Monate hinweg die Ablagerung von radiaktiv kontaminiertem Material im Raum stand. Die zehnjährige Laufzeit der Deponie hätte 1994 enden sollen. Bereits 1992 wurde eine Erweiterung beantragt. Die Planungen zur Ablagerung von Atommüll beschäftigten 1999 sogar den Landtag. 2002 musste belasteter Boden von der Firma Nottenkämper wieder abtransportiert werden. 2005 brannte es mehrfach auf der Deponie.

Heute ist die Deponie fester Betsandteil der Sondermüllbeseitigung im Regierungsbezirk Düsseldorf. Auf 35 Hektar kann nach einer Genehmigung des RP vom Juni 2009unbefristet Sonderabfall deponiert werden. Als Restvolumen stehen mehr als 400 000 Kubikmeter zur Verfügung. Die Anlieferungsmenge pro Jahr beträgt mehr als 50 000 Kubikmeter. Im Februar 2009 wurde ein neuer Motor im Blockheizkraftwerk für die Deponiegasverarbeitung in Betrieb genommen. Er hat eine elektrische Leistung von 80 kW und eine Brennstoffleistung von 243 kW.

Während die Abfallsatzung des Kreises Wesel vorsieht, dass Garten- und Parkabfälle von Privatpersonen in der Kompostierungsanlage des Kreises Wesel im linksrheinischen Asdonkshof entsorgt werden müssen, dürfen die Bürger der Gemeinde Schermbeck ihre Grünabfälle aber auch auf der Sonderabfalldeponie Hünxe/Schermbeck in der Waldaustraße abgeben. Termine können dem Abfallkalender entnommen werden. Die Deponie ist unter Tel. 02853/91350 erreichbar. H.Sch./Luftbild: Scheffler, 5.8.2010

Elf Tage nach dem Brand im Blumenerdenwerk Stender am 11. Juni 2010 entstand im Anflug von Osten dieses Luftbild. Noch deutlich sind die Brandschäden an dem grünen Gebäude im Zentrum des Luftbildes zu erkennen.

Die Firma Stender ist Teil des größten Gewerbegebietes der Gemeinde Schermbeck. Das Gewerbegebiet Heetwinkel, von dem man hier einen Ausschnitt des mittleren Bereiches zwischen Umgehungsstraße (r.) und Alter Poststraße (l.) sieht, entstand in den 1970er-Jahren. Ausgangspunkt für die damaligen Bemühungen der Gemeinde um zusätzliche Betriebe war die Wirtschaftssituation ausgangs der 1960er-Jahre, deren Einseitigkeit die Volkszählung des Jahres 1970 in aller Deutlichkeit enthüllte. Von den 16 Industriebetrieben gehörten acht zum Wirtschaftszweig Bau-Steine-Erden, drei zur holzbe- und -verarbeitenden Industrie und fünf zum Bereich der Druckerei und Vervielfältigungstechnik. Noch deutlicher wird die wirtschaftliche Monostruktur an den folgenden Zahlen: Von den 536 Beschäftigten arbeiteten 451 im Sektor Bau-Steine-Erden.

Nr.-23In den Jahren 1970/71 wurden zwischen Maassenstraße und Kapellenweg erst der Flächennutzungsplan geändert und dann Bebauungspläne für die neuen Gewerbeflächen ausgewiesen. Die Bebauungspläne 6 (Schermbeck) und 2 (Bricht) wurden 1974 rechtskräftig. Später wurde mit dem Bebauungsplan 24 eine weitere 5,2 Hektar große Fläche östlich des Kapellenweges zur Arrondierung des Gewerbegebietes hinzugenommen.

1976 wurde mit dem abschnittsweisen Ausbau des Gewerbegebietes begonnen. Die ersten Grundstücke wurden 1975 für 10 DM/Quadratmeter verkauft. Ende der 1980er-Jahre war der Heetwinkel weitgehend an siedlungswillige Betriebe verkauft worden. Inklusive Erschließung kostete damals ein Quadratmeter 25 DM. Das war ein vergleichsweise niedriger Satz im gesamten Kreis Wesel.

Den Empfehlungen des im Jahre 1997 verabschiedeten Gemeindeentwicklungsplanes folgend, wurde inzwischen mit dem Ausbau des Gewerbegebiets Kapellenweg begonnen.

Die Gewerbeflächen zwischen Kapellenweg und Maassenstraße sind verkehrsgünstig gelegen. An beiden Enden existieren Anschlüsse an die Bundesstraße 58, über die gute Anbindungen an die Autobahnen A 31 und A 3 möglich sind. Der Güterbahnhof Wesel ist 18 Kilometer entfernt, der IC-Anschluss in Duisburg und der Ruhrorter Hafen jeweils etwa 35 Kilometer.

Von der rund 2600 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten der Gemeinde Schermbeck am Jahresende 2008 arbeiteten 46,9 Prozent im produzierenden Gewerbe, 23 Prozent im Sektor „Handel, Gastgewerbe und Verkehr“, 26,2 Prozent im Bereich „Sonstige Dienstleistungen“. Die einstmals sehr bedeutende Landwirtschaft hat inzwischen in Schermbeck deutlich an Bedeutung verloren. Die 101 Beschäftigten machen nur noch 3,9 Prozent der Beschäftigten aus. H.Sch.

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Die Siedlung im Dammerfeld  ist erst in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden. Nur eine Handvoll Gebäude zeigt das Messtischblatt der späten 1940er-Jahre.

Zu diesen Urzellen der Siedlung gehörte damals auch der Dammer Bahnhof, der sich rechts neben dem einzelnen Haus an der oberen Spitze der dreieckigen Siedlungsfläche befand. Den Verlauf der ehemaligen Bahntrasse kann man noch deutlich an der geradlinigen Baumreihe im linken Bildbereich erkennen. Am 1. März 1874 wurde die Strecke von Wesel nach Haltern eröffnet. Während die nahe Lippeschifffahrt gänzlich zum Erliegen kam, bescherte der zunehmende Gütertransport der Eisenbahn hohe Transportaufträge. 1906 erhielt auch Damm einen Bahnhof. Im Dezember 1914 wurde das zweite Gleis für den Schienenverkehr übergeben. Ob Wilhelm II. am 4. Juni 1913 bei seiner Fahrt mit dem Sonderzug von Potsdam nach Geldern vom Dammer Bahnhof Notiz nahm, ist ungewiss.

Der Dammer Bahnhof wurde kurz vor Weihnachten 1954 abgerissen. Die Bahnsteige kann man noch heute nördlich des Hauses Bußmann erkennen. Teile der Bahntrasse dienen heute als Rad- und Wanderweg.

Luftbild-Nr.24, 22.6.2010, DammerfeldDer Hochspannungsmast links neben der ehemaligen Bahnstrecke ist Teil der Elektrifizierungsroute, die ab 1910 angelegt wurde. Nach knapp zweijähriger Bauzeit war 1911 das Kraftwerk in Obrighoven fertig geworden. Es lieferte damals Strom für die meisten selbstständigen Gemeinden des ehemaligen Amtes Schermbeck, mit denen die Stromlieferungsverträge bereits 1910 abgeschlossen wurden. Für Damm, Dämmerwald, Bricht und Gahlen existierten bereits 1910 solche Verträge, für Schermbeck und Weselerwald ab 1912. Eine 10-kV-Leitung verband diese Orte miteinander.

Am oberen linken Bildrand verrät ein bogenförmig verlaufender Waldstreifen den ehemaligen Verlauf der Lippe. Der mäandrierende Fluss hat in der Vergangenheit sein Bett mehrfach verlagert. Übrig geblieben sind solche Altarme wie der auf dem Luftbild.

Das Dammerfeld wird landwirtschaftlich genutzt. Im Auenbereich dominiert die Grünlandwirtschaft, im abgebildeten Bereich der Niederterrasse gesellt sich der Ackerbau hinzu, wobei der Maisanteil gegenüber dem Mittelterrassenbereich nördlich der B 58 noch sehr gering ist.

Der größte Teil der abgebildeten Landschaft außerhalb der Siedlungsverdichtung gehört zum Landschaftsschutzgebiet Lippeaue, das hinten links übergeht in das Naturschutzgebiet Lippeaue. Das 1016,5 Hektar große Naturschutzgebiet zwischen Drevenack und Dorsten wird geprägt durch ein äußerst vielgestaltiges Mosaik von zahlreichen gefährdeten Lebensraumtypen. Die Lippeaue weist aufgrund dieses Mosaiks der unterschiedlichen Standorte eine äußerst artenreiche, seltene und zum Teil gefährdete Tier- und Pflanzenwelt auf. H.Sch./Luftbild: Scheffler, 22.6.2010

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Für dieses Luftbild flog Pilot Horst Schmitter am 5. August 2010 in den Schermbecker Norden. Das Foto zeigt im Vordergrund den Ortsteil Overbeck. Jenseits des Mühlenbaches, den man an einer leicht geschwungenen Baumreihe in der Bildmitte erkennt, wohnen die Uefter.

Die im Vordergrund abgebildete Landschaft bis zum Mühlenbach gehört zu einem Landschaftsschutzgebiet. Die Kulturlandschaft wird geprägt von landwirtschaftlich genutzten Flächen, die durch vielfältige Gehölzstrukturen gegliedert sind. Am Mühlenbach, der ein wichtiges Vernetzungselement des Biotopverbundes darstellt, ist eine für den Niederrhein typische Kopfweiden-Zeile erhalten geblieben. Landschaftstypische Einzelhöfe tragen zusätzlich zu einem charakteristischen Landschaftsbild einer vielgestaltigen, bäuerlich geprägten Kulturlandschaft bei.

Am unteren Rand der Teiche führt die Overbecker Straße vorbei, an der seit dem Zweiten Weltkrieg die größten Siedlungsverdichtungen erfolgt sind. An der ersten Wegekreuzung (mit der Westricher Straße) ist in den Jahren 1948 und 1949 von den Dachziegelwerken Nelskamp eine Siedlung für Werksangehörige geschaffen worden. Etwa 20 Familien erhielten in zehn Häusern neuen Wohnraum. Die Firma befand sich nur einen Steinwurf weiter auf der anderen Seite der Westricher Straße. Im Herbst 1926 verließen die ersten Dachziegel das Werk in Overbeck. Das Werk blieb im Krieg verschont, sodass die Produktion unmittelbar nach dem Krieg sofort anlaufen konnte, als der bedarf an Tondachziegeln besonders groß war. Die Teiche zeugen vom Tonabbau für die Firma. 1969 wurde die Produktion in Overbeck eingestellt. 20 Jahre später wurde das Werk mit seinem großen Schornstein abgerissen. Heute befindet sich auf dem Gelände ein von Hubert Schwan geleitetes Bauunternehmen.

Luftbild Nr. 23, 5.8.2010 Oberbecker StraßeFolgt man der Overbecker Straße, kommt man an dem Stammhaus der Familie Nelskamp vorbei. Nach der Überquerung des Mühlenbaches führt nach links eine Straße zum Café Brüggemann. An der Overbecker Straße ist bis zum Gehöft Schulte-Bocholt eine geschlossene Siedlungszeile entstanden. Etwa 200 Meter weiter mündet die Overbecker Straße in die Erler Straße. Auf der anderen Seite der Straße (rechts) erkennt man die ehemalige Uefter Schule, die seit zwei Jahrzehnten als Asylantenheim dient.

Das Waldgebiet im Hintergrund steht unter Naturschutz. Es ist Teil eines zusammenhängenden Wald- und Heidegebietes, das (nach rechts) bis zur Bundesstraße 58 reicht. Ein Teil des Naturschutzgebietes ist als FFH-Gebiet gemeldet. Als Arten von gemeinschaftlichem Interesse nach den Fauna-Flora-Habitat- und Vogelschutzrichtlinien finden sich im Naturschutzgebiet insbesondere Heidelerchen, Nördliche Raubwürger, Schwarzkehlchen, Schwarzspechte und Ziegenmelker. Unter der Federführung von „Ruhr-Grün“, einer Tochter des Regionalverbandes Ruhrgebiet (RVR, früher Kommunalverband Ruhrgebiet) entsteht derzeit dort ein großes Naturerlebnisgebiet. H.Sch.

Den Grenzbereich zwischen den ehemals selbstständigen Gemeinden Schermbeck und Bricht zeigt dieses Luftbild vom 22. Juni 2010.  Die geradlinig in der Bildmitte von vorne nach hinten verlaufende Verkehrsachse ist die Weseler Straße. Bis 1976 verlief hier die Bundesstraße 58 und führte den gesamten Verkehr durch das Ortszentrum von Schermbeck. Erst nach der Fertigstellung der Umgehungsstraße im September 1976 wurde die Weseler Straße im abgebildeten Bereich im Mai 1977 zu einer Gemeindestraße umgewidmet.

Das Luftbild zeigt auf engstem Raum bestehende ganz unterschiedliche Nutzungen. Zwischen „Tiefer Weg“ und „Weseler Straße“ in der Bildmitte, am rechten Rand und oben links zeigen offene Flächen, dass die landwirtschaftliche Nutzung bis dicht an den Schermbecker Ortskern (oben außerhalb des Fotos) heranreicht.

Rechts der Weseler Straße liegt der Friedhof der Evangelischen Kirchengemeinde Schermbeck. Er wurde im Jahre 1924 angelegt und löste jenen Friedhof ab, der sich im heutigen Einmündungsbereich der Maassenstraße in die Weseler Straße (Nähe Hallenbad) befand. Der hintere Teil des abgebildeten Friedhofs wurde seit Mitte der 1990er-Jahre als Erweiterungsfläche belegt.

Luftbild-Nr. 22,-22.06, Nelskamp, FriedhofDie großen Hallen am linken Bildrand gehören zum Dachziegelwerk Nelskamp. Der Betrieb steht in einer langen Tradition der Tonverarbeitung in Schermbeck durch Töpfer. Die handwerkliche Fertigung wurde im Verlauf des 19. Jahrhunderts durch die industrielle Fertigung verdrängt. Die „Schermbecker Thon- & Falzziegelwerke“ entstanden, in denen Heinrich Nelskamp und später sein Sohn Johann und danach dessen Sohn Heinrich zu Ziegelmeistern aufstiegen. Im Jahre 1926 wurden die Falzziegelwerke Gebr. Nelskamp gegründet. 1938 wurde ein zweites Ziegelwerk der Firma in Gartrop errichtet. Heute sind die Dachziegelwerke Nelskamp einer der führenden Hersteller harter Dacheindeckungs-Materialien in Deutschland: Das Programm umfasst vor allem Dachziegel aus Ton und Dachpfannen aus Beton (Dachsteine) samt Dachzubehör.

Älter als das Dachziegelwerk Nelskamp ist das unterhalb der Bildmitte befindliche Hotel-Restaurant „Haus Hecheltjen“. Im Jahre 1892 kaufte der gebürtige Marienthaler Gustav Hecheltjen die an diese Stelle vorhandenen Gebäude der ehemaligen Zollstation „Felderhoff an der Barrière“. Der Familienbetrieb wird inzwischen schon in fünfter Generation geführt.

Das von Bäumen umrahmte Viereck am linken unteren Bildrand ist die Vogelrute der Kiliangilde Schermbeck von 1602. Hier wird alljährlich am Montag nach dem 8. Juli der neue Schützenkönig beim Vogelschießen ermittelt. H.Sch./Luftbild: Scheffler, 22.6.2010

Bildtext:

Zwischen Dachziegelwerk Nelskamp und Friedhof der Georgsgemeinde. RN-Luftbild Scheffler

Unmittelbar nördlich der 1976 eröffneten Umgehungsstraße (Baumreihe im Vordergrund) sind in den letzten 13 Jahren neue Baugebiete entstanden. Es handelt sich um den dritten Abschnitt des Baugebietes „Marellenkämpe“. Der erste Abschnitt in unmittelbarer Nachbarschaft der Marellenkämpe (im oberen Bilddrittel von links nach rechts verlaufend) entstand bereits vor der kommunalen Neuordnung des Jahres 1975.

Der zweite Abschnitt, den man an seinen Flachdächern in der Bildmitte erkennt, entstand nach der kommunalen Neuordnung. Im Juli 1976 wurde der Bebauungsplan öffentlich ausgelegt. 1998/99 entstand um die Frage der Aufstockung der Flachdächer ein erbitterter Streit.

Fast die gesamte untere Hälfte des Luftbildes wurde nach der Jahrtausendwende bebaut. 2004 wurde der von der Firma Wolters Partner erstellte Bebauungsplan für den 3. Abschnitt des Bebauungsplanes Nr. 2 „Marellenkämpe“ bekannt gemacht und die frühzeitliche Bürgerbeteiligung angekündigt. Auf einer etwa 3,6 Hektar großen landwirtschaftlich genutzten Fläche zwischen der Umgehungsstraße und den Wohnbereichen Eschenstraße/Ahornstraße sollten maximal 60 Baugrundstücke in einer Größe zwischen 300 und 500 Quadratmetern in einem reinen Wohngebiet entstehen. Die Offenlage erfolgte im Januar 2005. Im August wurde der Satzungsbeschluss bekannt gemacht. Im Sommer 2006 begannen die Bauarbeiten im westlichen (linken) Bereich. Im östlichen (rechten) Bereich mussten erst Probebohrungen durchgeführt werden, weil die Fläche in einem ehemaligen Kampfgebiet lag. Mit ferromagnetischen Sonden wurde das Gebiet untersucht, Kampfmittel dabei jedoch nicht entdeckt. Wie das am 5. August 2010 erstellte Luftbild zeigt, gab es damals im östlichen Bereich nur noch wenige unbebaute Grundstücke.

Luftbild-Nr.-21,-MarellenkämpeIn der Mitte des oberen Bildbereiches erkennt man den Friedhof der Ludgerusgemeinde. Im August 2004 erteilte die Bezirksregierung in Düsseldorf die Genehmigung zur Friedhofserweiterung im südlichen (unteren) Teil. Die vorgeschriebene Geländeauffüllung erfolgte im August 2005 durch die beiden Schermbecker Tiefbauunternehmen Besten und Sligchers. Die Genehmigung beinhaltete die Auflage, das Gelände zweieinhalb bis drei Jahre lang setzen zu lassen. Am 5. April 2010 wurde die Erweiterungsfläche eingesegnet. Auf 4800 Quadratmetern der Erweiterungsfläche gibt es Platz für 428 Einzelgräber.

Etwas oberhalb der rechten Bildmitte sind der Baumarkt Fasselt und der Lebensmitteldiscounter ALDI angesiedelt. Auf der rechten Seite der bogenförmig verlaufenden Dorstener Straße liegt der Festplatz der 1877 gegründeten Altschermbecker Kiliangilde. Luftbild Scheffler, 5. August 2010

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Viel sieht man als Autofahrer nicht von der Brichter Frankenhofsiedlung, wenn man die Bundesstraße 58 (diagonal von rechts unten nach links oben verlaufend) befährt. Eine mehrere hundert Meter lange Lärmschutzwand befindet sich dort seit ausgangs der 1980er-Jahre.

Die Bürger der Frankenhofsiedlung haben lange für den Bau der Mauer kämpfen müssen. Er war im Planfeststellungsbeschluss von 1974 nicht enthalten. Durch eine aktualisierte Rechtsprechung wurde es 1988 möglich, dass auch bestehende Straßen geschützt wurden. Keinen Rechtsanspruch gab es jedoch für jene Häuser, die schon vor der Aufstellung des Bebauungsplanes in Bricht standen. Das waren vor allem jene Häuser, die man ausgangs der Linkskurve auf der rechten Seite sieht, wenn man aus Wesel kommt (rechte Siedlungsspitze).

In den 1960er-Jahren war der Ortsteil Bricht ein ländlich geprägter Streusiedlungsbereich. Lediglich an der Alten Poststraße gab es eine Häuserzeile. In den 1970er-Jahren entstand die Frankenhofsiedlung zwischen Alter Poststraße und Bundesstraße.

Luftbild Nr. 20 27.07.2012-151-a

Rechts hinter der Siedlung verläuft sehr geradlinig eine Baum- und Gehölzreihe. Sie gibt den Verlauf der ehemaligen Bahnstrecke an, die 1874 eröffnet wurde und – eine Zeitlang sogar zweigleisig – von Wesel über Schermbeck und Münster nach Hamburg führte. Bricht besaß keinen Bahnhof, wohl aber Damm und Schermbeck. Im Bereich des Luftbildes wird die ehemalige Bahntrasse als Wander- und Fahrradweg genutzt. H.Sch./Luftbild Scheffler, 27. Juli 2012

Dieses Luftbild entstand am 27. Juli 2012, als der Schermbecker Pilot Horst Schmitter über den Schermbecker Ortsteil Damm flog. Von links nach rechts durch die Bildmitte verläuft die Bundesstraße 58. Die Siedlungsverdichtung am linken Bildrand zeigt die Einmündung der Rittstege und der Beckenbreiter Stege in die B 58. In diesem Bereich befinden sich die traditionsreichen Betriebe der Familie Heyne und die Kfz- und Landtechnik-Werkstatt Walter Huhns. Das große Gebäude am rechten Bildrand ist die Reithalle des Zucht-, Reit- und Fahrvereins Wodan Damm. Im Herbst 1993 beschloss der Verein auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung den Bau einer Reithalle. Rund 20 Jahre lang hatte der Verein sein Domizil auf der Reitanlage Leowald in Bricht. Dort musste er 1993 seine Zelte abbrechen, da der Verpächter sich nicht in der Lage sah, dem Verein die gewünschten Trainingszeiten zur Verfügung zu stellen. Im September 1994 veranstaltete der Reiterverein Wodan Damm zum ersten Mal ein zweitägiges Turnier auf der neuen Reitanlage. Luftbild Scheffler, 27.7.2012

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Über dem Gewerbegebiet am südlichen Kapellenweg entstand dieses Luftbild am 27. Juli 2012. Hier haben sich im Verlauf der letzten zweieinhalb Jahrzehnte zahlreiche Betriebe angesiedelt, die ganz unterschiedlichen Wirtschaftsbranchen angehören. In der Bildmitte befinden sich die beiden Betriebe der Firma Wilhelm Wißmann. In den letzten beiden Jahren wuchs das Gewerbegebiet in nördlicher Richtung (oben). Inzwischen ist ein Großteil des Gewerbegebietes am Hufenkamp vermarktet. Mit den Planungen für neue Gewerbebetriebe auf dem hellbraunen Feld am oberen linken Bildrand wurde bereits begonnen. Luftbild Scheffler, 27.7.2012

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Beim Flug mit dem Schermbecker Piloten Horst Schmitter über die Schermbecker Ortsteile entstand am 22. Juni 2010 diese Aufnahme, die den Lichtenhagen zeigt. Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts war der abgebildete Bereich weitgehend unbesiedelt. Über den Tiefen Weg (außerhalb des oberen rechten Bildrandes) trieb die kleinstädtische Bevölkerung ihr Vieh auf die Wiesen entlang des Mühlenbaches (im linken Bildbereich). Heute ist die Straße „Lichtenhagen“ (rechts) beliebt bei Radlern und Wanderern, die am Feierabend oder am Wochenende möglichst schnell ins Waldgebiet oder zum Naturschutzgebiet Lichtenhagen gelangen wollen.

Lichtenhagen,-IMG_3652Zwei größere Betriebe sind im Lichtenhagen angesiedelt. In der Bildmitte rechts erkennt man die Hallen der Schreinerei Grewing. Im Hintergrund (Mitte) verraten mehrere Wasserflächen den Standort des Betriebes „Angelteiche Schoel“.

Der mehrfach unternommene Versuch, durch den abgebildeten Bereich eine Nordumgehung zur Entlastung der Mittelstraße zu bauen, scheiterte bislang. So vermittelt das Luftbild weiterhin den Eindruck einer im wesentlichen bäuerlich geprägten Kulturlandschaft, die durch Gehölzstreifen untergliedert wird. Der abgebildete Bereich des Lichtenhagens gehört seit 2004 zum Landschaftsschutzgebiet „Westliches Schermbeck“. Luftbild: Scheffler, 22. Juni 2010

Im Mittelpunkt des Luftbildes stehen die beiden Sportplätze des SV Schermbeck im Ortsteil Altschermbeck. Der erste Teil der Anlage wurde in den 1960er-Jahren errichtet. Bis dahin befand sich der Sportplatz im Bereich hinter dem heutigen Gerätehaus des Löschzuges Altschermbeck. Im Februar 1964 beschloss der Altschermbecker Gemeinderat in der Gaststätte Nappenfeld den Bau eines neuen Sportplatzes. Die Vergabe der Arbeiten erfolgte im März in der Gaststätte Schmeing. Bereits eine Woche später begannen die Arbeiten. Im Herbst 1964 wurden die Arbeiten fertig gestellt. Im September 1964 wurde der Pachtvertrag mit dem SV Schermbeck beraten.

Unter Leitung des SV Schermbeck erfolgte in den zurückliegenden vier Jahrzehnten ein systematischer Ausbau der Sportanlagen. Dennoch reicht der Platz nicht mehr aus. Im Februar 2004 wurde ein Antrag des SV Schermbeck auf Errichtung eines Trainingsplatzes für die 15 Kinder- und Jugendmannschaften Vereins beraten. Am 4. Februar 2004 beschloss der Planungs- und Umweltausschuss die erforderliche Änderung des Flächennutzungsplanes. Der Trainingsplatz hätte auf dem Feld ganz oben links entstehen sollen. Im Jahre 2008 wurden die Planungen an dieser Stelle eingefroren. Ein neuer Standort wird noch immer gesucht, zumal es sehr häufig zu Spannungen zwischen Verein und Anlieger wegen Belästigungen durch Lärm und Autoverkehr kommt.

Volksbank-ArenaDas Waldstück im Vordergrund, die so genannten „Kaninchenberge“, ist Teil des seit 2004 bestehenden Landschaftsschutzgebietes Forst Gewerkschaft Augustus. In dem etwa 821 Hektar großen Landschaftsschutzgebiet geht es vor allem um die Erhaltung der Waldflächen.

Zwischen Kaninchenbergen und Waldsportplatz entstand in den 1960er- und 1970er-Jahren zwischen Ludgerusstraße und Schetterstraße ein neuer Siedlungskomplex. Parallel dazu entstand im oberen rechten Bildrand die Siedlung des östlichen Kerkerfeldes. 1974 wurde das vom Architekten Hugo Rossmüller entworfene Terrassenhaus fertig gestellt (hinten rechts auf der rechten Seite der Straße „Im Trog“).

Oberhalb des linken Waldstückes befindet sich die Sportanlage des „Tennis-Club Altschermbeck 1970“. Am 18. April 1971 wurden die Tennisplätze am Waldsportplatz feierlich ihrer Bestimmung übergeben. Die Fertigstellung und Einweihung des Clubhauses am 1. Oktober 1972, die Erweiterung der Anlage auf fünf Plätze im Jahre 1974, der Bau einer Flutlichtanlage und Traglufthalle im Jahre 1976, die Erweiterung der Anlage auf sieben Plätze im Jahre 1978, der Bau eines separaten Umkleidegebäudes im Jahre 1982 und der Bau eines Grillhäuschens im Jahre 1986 verlangten von den Mitgliedern viel Eigeninitiative. Luftbild: Scheffler, 22. Mai 2010

Zu den bedeutendsten Siedlungsbereichen des Schermbecker Ortsteiles Damm gehört nördlich der Bundesstraße 58 die Bebauung entlang der Straße “Rittstege” (Bildmitte). Welch enorme Siedlungsentwicklung erfolgt ist, zeigt ein Vergleich des Luftbildes mit der Deutschen Grundkarte des Jahres 1961. Damals gab es nur etwa ein Sechstel des heutigen Baubestandes. Landwirtschaftliche Höfe mit den umgebenden Ländereien prägten vor 50 Jahren das Landschaftsbild der bis 1975 selbstständigen Gemeinde Damm. Die Gebäude am Elsenberg konnte man an einer einzigen Hand abzählen, und an der Rittstege gab es fast nur Bauernhöfe oder Katstellen.

Inzwischen hat sich die wirtschaftliche Nutzung völlig umgekehrt. Es gibt nur noch einen einzigen landwirtschaftlichen Vollerwerbsbetrieb (hinten links). Entlang der Straßenzüge haben die ehemaligen Landwirte in den letzten Jahrzehnten Ländereien zu Bauland umwandeln können und an Bauwillige vor allem aus dem Ruhrgebiet verkauft. So ist der Bereich Rittsteg in den letzten fünf Jahrzehnten systematisch zu einem kompakten Ortsteil besiedelt worden, dem inzwischen ein beachtenswertes städtebauliches Gewicht beizumessen ist. Er gehört zu den wenigen Bereichen im Gemeindegebiet, die sich deutlich abheben von unorganisch gewachsenen Splittersiedlungen an mehreren anderen Stellen.

Damm, RittstegeDie Planungsbehörden haben im abgebildeten Bereich sorgsam darauf geachtet, dass die ehemaligen landwirtschaftlichen Betriebe äußerste Spitzen in der freien Landschaft blieben. Zwischen diesen Höfen wurde eine Siedlungsverdichtung angestrebt, wobei die Mindestgröße der Grundstücke bis in die 1980er-Jahre 800 Quadratmeter betragen musste. Erst als der gesamte Siedlungsbereich an die Kanalisation angeschlossen wurde, durften die Grundstücke kleiner werden. Das hat im Bereich der ehemaligen Dammer Schule zu Grundstücksgrößen unter 400 Quadratmetern geführt und die gewollte gemeindliche Siedlungeverdichtung ebenso verstärkt wie die Ausweisung der Baugebiete „Rittstege-Nord“ und „Elsenberg“ im Jahre 1990, die einen enormen Siedlungsschub nach sich zogen. Nur noch wenige freie Grundstücke gibt es derzeit, die zu einer Arrondierung des im Zusammenhang bebauten Ortsteiles beitragen können.

Das Luftbild belegt auch einen für das gesamte Gemeindegebiet typischen Wandel ehemals landwirtschaftlicher Höfe. Neben den Altenteilerwohnungen sind Wohnungen in ehemaligen Scheunen oder Ställen entstanden. Gewerbliche Betriebe nutzen ehemalige Höfe ebenso wie Lageristen und Camper.  Luftbild: Scheffler, 22. Mai 2012

Im Grenzbereich zwischen Schermbeck und Bricht gab es vor 50 Jahren nur ein einziges Gebäude von Bedeutung, und zwar die Gietlingsmühle (Vordergrund, Mitte). Diese Mühle war zuletzt im Besitz der Familie Schwanen. Müller Anton Schwanen wurde 1875 in der Gietlingsmühle geboren. Wegen Erbauseinandersetzungen musste die Mühle zwischen 1903 und 1907 verkauft werden. Noch in den 1930er-Jahren war die Mühle in Betrieb. Bis 1933 hat die Familie Rexforth die Mühle bewirtschaftet. Offen ist bis heute noch im heimatkundlichen Schrifttum der Gemeinde Schermbeck, wer die Mühle zwischen 1907 und 1933 bewirtschaftet hat.

GietlingsmühleSo wie die Gietlingsmühle Zeugnis ablegt von einer ehemals gewerblichen Nutzung im ländlichen Raum, zeugt die ehemalige Bahnlinie, deren Verlauf man an der geschlossenen Baum- und Buschreihe (von links unten nach rechts oben) erkennt, dass Schermbeck Anschluss an die überregionale Bahnlinie Paris-Venlo, Schermbeck, Münster, Hamburg besaß. Erst nach Fertigstellung der Weseler Rheinbrücke konnte am 31. Dezember 1874 der erste Zug den Rhein in Richtung Venlo überqueren. Damit war auch der Anschluss an die in Büderich abzweigende Boxteler Eisenbahn gegeben, auf welcher der „Blaue Brabant“, eine legendäre Lokomotive, verkehrte.

Nach dem Zweiten Weltkrieg begann die Stilllegung der Strecke in Raten. 1962 wurde der Personennahverkehr auf Bahnbusse verlagert. Güterzüge fuhren noch bis 1974 durch Wesel nach Schermbeck, bis 1985 zwischen Schermbeck und Dorsten. Am 1. Oktober 1985 fuhr der letzte Zug. Die Gleise zwischen Schermbeck und Dorsten wurden erst im September 1992 entfernt und an Privatfirmen veräußert. Heute wird die ehemalige Bahntrasse im Schermbecker Raum als Rad- und Wanderweg genutzt.

Rechts der ehemaligen Gietlingsmühle erkennt man die Schermbecker Kläranlage, die am 9. Februar 1971 eingeweiht wurde. Es war die 50. Kläranlage des Lippeverbandes. Sie entwässerte damals schon die zu Westfalen gehörende Gemeinde Altschermbeck mit. Von beginn an bezogen die Landwirte den abgesetzten Schlamm als kostenlosen Dünger. Wer einen Kubikmeter Klärschlamm abholte, erhielt noch drei bis vier Mark extra. 1986/87 wurde die Kläranlage erweitert. Sie war ursprünglich nur für 7500 Einwohner ausgerichtet. Fast die gesamte Gemeinde Schermbeck liefert heute dorthin ihre Abwässer, sei es über Freigefällekanäle oder über Druckrohrleitungen.

Die zusammenhängende Siedlungsfläche im linken Bildbereich zeigt das Baugebiet Nummer 13 „Lüttge Feld-Süd“, das in den 1980er-Jahern erschlossen wurde. Zwischen zwei und drei Dutzend Häuser entstanden dort.

Am oberen Bildrand sieht man einen Teil der Umgehungsstraße, die 1976 eröffnet wurde und seither den Schermbecker Ortskern merklich entlastete. Bis zur Eröffnung der Straße mussten alle Fahrzeuge die Bundesstraße 58 benutzen, die über die heutige Mittelstraße führte. Foto Scheffler, 22. Juni 2010

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Im Zentrum dieses Schermbecker Luftbildes befindet sich die Ludgeruskirche im Winkel zwischen Mittelstraße und Erler Straße. Die Kirche wird in der Überlieferung als eine Gründung des heiligen Liudger bezeichnet. Im Jahre 799 erhielt Liudger die beiden Haupthöfe der Gemeinde, Scirenbeke und Ruscethe, als Geschenk. Dem Kloster Werden überließ Liudger die Besitzungen. Ob die erste Kapelle, die dem heiligen Dionysius geweiht war, an der Stelle der heutigen Ludgeruskirche stand, ist weder auszuschließen noch zu beweisen. Seit dem 12. Jahrhundert war das Gotteshaus dem heiligen Liudger geweiht. Erst im 12. Jahrhundert wurde die Altschermbecker Kirche zur Pfarrkirche erhoben. Die heutige Ludgeruskirche ist erst 98 Jahre alt.

Im Bereich der Ludgeruskirche stießen bis Ende 1974 mit Altschermbeck und Schermbeck nicht nur zwei unterschiedliche ehemals selbstständige Gemeinden aufeinander. Hier befand sich die Nahtstelle zwischen Rheinland und Westfalen. Die Ludgeruskirche und die obere Bildhälfte gehörten zum Kreis Recklinghausen und lagen im Regierungsbezirk Münster. Die untere Hälfte gehörte zu Schermbeck, einer Gemeinde im Kreis Rees innerhalb Regierungsbezirk Düsseldorf.

In der Bildmitte oben erkennt man das Altschermbecker Ehrenmal. Das erste Ehrenmal war am 27. Oktober 1929 seiner Bestimmung übergeben worden. Witterungseinflüsse und die Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges setzten diesem Ehrenmal mächtig zu. Noch vor dem Ende des ersten Vierteljahrhunderts seines Bestehens wurde eine Neuanlage erforderlich. Das vom Architekten Ludwig Klein entworfene Denkmal wurde am 15. November 1953 feierlich eingeweiht.

Folgt man der S-förmig geschwungenen Mittelstraße vom Ehrenmal nach unten, kommt man zunächst am Hotel „Zur linde“ vorbei, anschließend an dem 1804 fertig gestellten Bürgerhaus der Familie Grüter.

Die meisten Häuser sind im Erdgeschoss gewerblich genutzt, vor allem für Geschäfte des täglichen oder periodischen Bedarfs. Die Nutzung der Mittelstraße ist bereits vor einem Vierteljahrhundert zu einem politischen Zankapfel geworden, Die Ruhe, welche nach der Eröffnung der Umgehungsstraße im Jahre 1976 einkehrte, war nicht von großer Dauer. Spätestens alle drei Jahre gab es in der Vergangenheit erhitzte Gemüter bei der Frage, wie man eine Verkehrsberuhigung im Ortskern erreichen kann.,

Ludgeruskirche-Im Hintergrund (l.) erkennt man noch so eben einen Teil der Gesamtschule, im Hintergrund (r.) den Friedhof der Ludgerus-Gemeinde, der im Jahre 2010 erweitert wurde.

Geht man von der Gesamtschule aus über die Schlossstraße in Richtung Erler Straße, kommt man an dem Altschermbecker Marktplatz vorbei. Unterhalb des Marktplatzes befindet sich ein Teil des neuen Siedlungsgebietes „Erler Straße-West“. Luftbild Scheffler, 22. Juni 2010

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So zeigt sich die Rheinische Evangelische Arbeiterkolonie Lühlerheim an der Grenze zwischen Drevenack und Schermbeck beim Anflug von Westen her. Die doppelte Baumreihe im Vordergrund des Luftbildes verdeckt die Zufahrt von der Marienthaler Straße aus.

1886 wurde das Lühlerheim eingeweiht. Inzwischen konnte das das 125-jährige Bestehen gefeiert werden. Seit der Gründung haben mehr als 32 000 Menschen im Lühlerheim eine Unterkunft gefunden. Bis Mitte der 1980er-Jahre war die Einrichtung ausschließlich auf männliche Personen ausgerichtet. Heute leben in der Seniorenwohnanlage Bossow-Haus (vorne links) auch Frauen.

Von Beginn an verfolgte die Einrichtung das Ziel, der Not obdachloser Wanderer zu begegnen, ihnen Arbeit und Brot zu geben. In der Anfangszeit bot die Landwirtschaft eine Beschäftigungsmöglichkeit. Im Jahre 1963 wurden die ersten handwerklichen Arbeiten durchgeführt. 1971 wurde die erste Werkshalle in Betrieb genommen, 1977 die zweite, sodass bis zu 80 Arbeitsplätze zur Verfügung standen. 1981 wurde das Milchvieh abgeschafft. Im Januar 2000 wurden die Landwirtschaft ganz eingestellt und die umliegenden Ländereien verpachtet.

Nr.-08,-Lühlerheim,-IMG_362Die Öffnung nach außen war ein wichtiges Anliegen der letzten 20 Jahre. Das „Haus der Begegnung“ ist für Gäste am Wochenende geöffnet. Seit 1997 betreibt die Künstlergruppe „Nebelhorn“ eine offene Werkstatt auf dem Gelände des Lühlerheims (letztes Gebäude links). Zum Gebäudekomplex gehört auch die im Jahre 1911 im Stil der niederrheinischen Saalkirchen erbaute und 1912 in Dienst gestellte Kapelle, in der regelmäßig Gottesdienste stattfinden. Pastor Hans Herzog ist für die Seelsorge im Lühlerheim zuständig. Luftbild Scheffler,22. Juni 2010

Die auf dem Luftbild erkennbare Siedlungsverdichtung auf der Westseite der Gahlener Dorfkerns erreicht man, wenn man nach Verlassen des Lippedorfes von der Kirchstraße (am rechten Bildrand) nach links in die Heisterkampstraße einbiegt. Es handelt sich um die Siedlung Espelsgarten, eine Nachkriegssiedlung der ehemals selbstständigen Gemeinde Gahlen. Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Wohnungsnot auch in Gahlen sehr groß. Die Erschließung des Geländes am Espelsgarten erfolgte bereits im Januar 1951. Baubeginn war im Januar 1952. Träger des Bauvorhabens war das Amt Gahlen zu Hünxe, zu dem die Gemeinde Gahlen bis zur kommunalen Neuordnung im Jahre 1975 gehörte. Architekt Ufer IMG_3770-Heisterkampsiedlunaus Dinslaken plante die Siedlung. Jeder Siedler musste viele Arbeitsstunden auf der Baustelle verbringen. Kipploren wurden zum Transport des Erdreiches verwendet. Im Herbst 1952 zogen Frieda Knüfken und ihre drei Kinder Else, Hermann und Willi als erste Bewohner in die Siedlung ein. Friedrich und Mathilde Mettler waren die nächsten Siedler. Ganz am rechten Bildrand ist noch ein Stück der Umgehungsstraße zu erkennen, die 1991 dem Verkehr übergeben wurde. Bis dahin musste sich zum Ärger der Bevölkerung der gesamte Durchgangsverkehr durch die Ortsmitte von Gahlen „quetschen“. Luftbild Scheffler, 22. Juni 2010

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Im Mittelpunkt des am 22. Juni 2010 entstandenen Luftbildes erkennt man die in den Jahren 1998/1999 gebaute Siedlung „Eichengrund“ an der Dammer Straße „Zum Elsenberg“. In einer für das ländliche Damm völlig atypischen Bauweise wurden 16 Doppel-Wohnhaushälften und drei frei stehende Einfamilienhäuser von dem Rheder Bauträger Dalhaus errichtet. Innerhalb der Siedlung, die sich auf dem Gelände der ehemaligen Dammer Volksschule befindet, erkennt man ein einziges Gebäude des ehemals wesentlich größeren Schulkomplexes.Dem Rheinischen Amt für Denkmalpflege hat es die dörfliche Bevölkerung zu verdanken, dass der älteste Teil der Schule buchstäblich in letzter Minute unter Denkmalschutz gestellt wurde und dadurch nicht wie die jüngeren Schulbauten der Abrissbirne zum Opfer fiel.

Luftbild Nr. 10, Damm, Elsenberg, 22.6.2010  IMG_3637

In der Verlängerung der Firstlinie der straßenparallelen Siedlungshäuser erkennt man den eingeschossigen Bau des 1965 eingeweihten Dammer Jugendheimes, einer Einrichtung in der Trägerschaft der Evangelischen Kirchengemeinde Drevenack, zu der die evangelischen Bewohner Damms auch nach der kommunalen Neuordnung des Jahres 1975 gehören. Das Jugendheim ist die einzige Stelle in dem rund 1200 Einwohner zählenden Ortsteil Damm, die den Kindern und Jugendlichen eine Anlaufstation bietet. Am rechten Rand der Siedlung erinnert das ehemalige Trafohäuschen an die Elektrifizierung des Ortsteils Damm, die nach einem Vermerk in der Schulchronik im Jahre 1911 begonnen hatte. Der im Jahre 2009 gegründete Turmverein hat in dem Turm inzwischen das „kleinste Strommuseum der Welt“ eröffnet. H.Sch./Luftbild Scheffler

Der Schermbecker Pilot Horst Schmitter (Foto, 2010) ermöglichte dem Heimatforscher Helmut Scheffler in den letzten Jahren mehrere Rundflüge über das Schermbecker Gemeindegebiet. Horst Schmitter ist seit 1982 Geschäftsführer der „Gemeinschaft für Luftsport Schwarze Heide e.V.“. Die auf dem Flughafen „Schwarze Heide“ ansässige Gemeinschaft wurde im Jahre 1969 gegründet.

Luftbild 00 im Text, Pilot Horst Schmitter, August 2010  IMG_3887

Sie ist gemeinnützig und fördert den Luftsport. Die Gemeinschaft besaß bislang drei Flugzeuge (2 Motorsegler und ein Motorflugzeug). Ein weiteres Motorflugzeug, ebenfalls eine “Aquila 210”, hat die Gemeinschaft soeben gekauft. ´Die Maschine wird im April 2013 ausgeliefert.

Die Ausbildung zum Piloten wird ebenso angeboten wie die Umschulung vom Segelflug zum Motorflug. Nähere Informationen unter www.gfl-dinslaken.de. H.Sch.

Im Mittelpunkt des Bildes, das am 22. Juni 2010 entstand, erkennt man das Gelände der ehemaligen Dachziegelei Idunhall. 1908 wurden die Dachziegelwerke als Gewerkschaft gothaischen Rechtes gegründet. Um Grundbesitz erwerben zu können, wurde gleichzeitig eine GmbH mit dem Namen „Tonindustrie GmbH Schermbeck“ gegründet. Bereits im Jahre 1910 arbeiteten zwei Öfen. Im Jahre 1942 brannten die Dachziegelwerke ab. Die notdürftig errichtete Anlage wurde 1945 erneut beschädigt. Bei Kriegsende wurde die Produktion eingestellt. Mit dem Wiederaufbau begann man 1947. 1977 wurde Idunahall von den Röben-Werken übernommen. Zum Jahresende 2005 wurde die Produktion eingestellt. Über 50 Beschäftigte waren von der Schließung betroffen. Ein niederländischer Investor kaufte das Gelände im Jahre 2007. Er entwickelte jedoch keine konkreten Nutzungsideen. Seit 2009 gehört das Gelände einigen Schermbecker Investoren.

Luftbild Nr. 09, IMG_3680, Idunahall, 22.6.2010 Gewerbepark

„Die Genehmigung der Nutzungsänderung liegt jetzt vor“, teilte Stephan Stender 2010 mit. Zusammen mit seinem Geschäftspartner Marc Riegel und der Firma Jan Sligchers & Söhne GbR möchte er die Lagerhallen und die Freiflächen des „Iduna-Parks“ zwischen Maassenstraße (von links unten nach rechts oben) und Alte Poststraße (oberhalb des Firmengeländes) vermieten. Im „Iduna-Park“ stehen 15 000 Quadratmeter überdachte Flächen bereit. Ein kleiner Teilbereich wurde eine zeitlang von den Feldbahnfreunden genutzt. Derzeit (Februar 2013) läuft ein Bebauungsplanänderungsverfahren, um das Gelände industriell nutzen zu können. H.Sch./Foto Scheffler

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Im Bereich beiderseits der nördlichen Maassenstraße hat sich Schermbeck seit dem Jahre 2010 besonders stark verändert. Zwischen „Hoher Weg“ (vorne rechts) und „Lohstege“ (vorne links) entstand Schermbecks größte Fotovoltaikanlage. Hier schossen 3200 Pfosten wie Pilze aus der Erde, an denen 7794 Solarmodule befestigt wurden. Anschließend wurde noch eine zentrale Wechselrichterstation errichtet, mit deren Hilfe mehr als 550 000 Kilowattstunden Sonnenstrom ins Netz gespeist werden .

Luftbild Nr. 08 Nr. 01, 27.07.2010 IMG_3716a, Fotovoltaik, Lohstege

Oberhalb der Fotovoltaikanlage erkennt man vor dem Regenrückhaltebecken die Siedlung am Mühlenbachweg. Links davon liegt der nördliche Teil der Scherenbachsiedlung. Rechts neben dem Regenrückhaltebecken befindet sich seit 1978 das Hallenbad der Gemeinde, das inzwischen in privater Trägerschaft weitergeführt wird, weil der Gemeinde wegen einer permanenten Verschuldung das Geld für die eigene Unterhaltung fehlt. Auf der hellen Freifläche oberhalb des Regenrückhaltebeckens entstand seit 2010 das neue Baugebiet „Wohnanlage am Hallenbad“. Links daneben soll (Stand Februar 2013) das Baugebiet „Wohnanlage am Mühlenbach“ entstehen. H.Sch./Foto Scheffler

Über dem Gahlener Ortskern ermöglichte der Schermbecker Pilot Horst Schmitter am 22. Juni 2010 das dritte Bild unserer der Luftbild-Serie . Im Mittelpunkt des Fotos, das den Ortskern in Nord-Süd-Richtung zeigt, steht das Umfeld der Dorfkirche und des Mühlenteiches. Reste der Kirche aus dem 12. Jahrhundert sind, obwohl Erweiterungsbauten, Kriegszerstörungen und Neubauten in den folgenden 800 Jahren den romanischen Bau in vielfältiger Weise veränderten, bis auf den heutigen Tag erhalten. Das zweite Gebäude links neben der Kirche ist die Gahlener Dorfmühle, die bereits im 18. Jahrhundert von der aus der Bocholter Gegend stammenden Familie Winck angepachtet wurde. 1955 wurde der Mühlenbetrieb fürs Brotgetreidemahlen eingestellt. Noch etwa drei Jahre lang nutzten Landwirte die Mühle zum Schrotmahlen. Im linken Bildbereich erkennt man die Gräberfelder des Friedhofes der Evangelischen Kirchengemeinde. Bis 1834 wurden die Gahlener noch rund um die Kirche beerdigt. Oberhalb des Friedhofes erkennt man im Bild den Parkplatz Törkentreck, auf dem die Bevölkerung ihre großen Feste wie das Schützenfest, die Kirmes, den Schafsmarkt und den Ausklang des Nikolauszuges feiert. Rechts neben dem Friedhof befindet sich das Gerätehaus des Gahlener Löschzuges, der im Jahre 2013 bereits sein 100-jähriges Bestehen feiern kann.

Luftbild Nr. 03, IMG_3769 Gahlen,22.10.2010  Ortskern

Links unterhalb des Gerätehauses, in dem sich bis zur kommunalen Neuordnung des Jahres 1975 der Sitz der Gemeindeverwaltung befand, kann man noch knapp den Kindergarten am Widemweg erkennen. Er wurde am 6. August 1972 eingeweiht. An der Kirchstraße, die man an ihrem geschwungenen Verlauf erkennt, sind neben historischen Gebäuden wie der Kirche und der ehemaligen Dorfschule (jetzt Gemeindehaus) auch neue Siedlungsansätze zwischen „Op den Hövel“ und der ehemaligen Gaststätte Schult auf dem Kamp (oben links) sowie an der Einmündung der Haus-Gahlen-Straße (Bildmitte rechts) und auf dem Gelände der ehemaligen Gaststätte „Gahlener Hof“ (helle Dachflächen unten) entstanden. H.Sch./Luftbild Scheffler

Der Flug mit Host Schmitters Motorsegler führte am 27. Juli 2012 über den Schermbecker Ortsteil Gahlen. Das Luftbild zeigt den Bereich südöstlich des Gahlener Ortskerns beiderseits der Kirchstraße. Auf der linken Seite befindet sich die Steinbergsiedlung. Auf der rechten Seite erkennt man das im Ausbau befindliche Baugebiet an der Kirchstraße. Stadt- und Regionalplaner Gregor Baumeister stellte im Jahre 2007 für den Schermbecker Projektentwickler „Plan-Bau“ die Planungen vor.

Luftbild Nr. 07  Gahlen, Neubaugebiet Kirchstraße 27.07.2012 034, Foto Scheffler

Auf einer etwa 8000 Quadratmeter umfassenden Fläche, die vorher landwirtschaftlich genutzt wurde, werden seit dem Jahre 2008 Einzel- oder Doppelhäuser in offener Bebauung errichtet, deren Alleinverkauf die Volksbank übernahm.. Die verkehrliche Erschließung des Baugebietes, das im Miniaturformat an die früheren Angerdörfer erinnert, erfolgt von der Kirchstraße aus. Inzwischen ist das Baugebiet fast komplett bebaut.

Über die Ausführung des Gehwegs an der Kirchstraße haben die Politiker in mehreren Sitzungen des Planungs- und Umweltausschusses diskutiert. Inzwischen ist der Weg südlich (rechts) der Kirchstraße benutzbar.

Im linken oberen Bildviertel erkennt man die Umgehungsstraße. Sie wurde 1991 ihrer Bestimmung übergeben. Bis dahin musste sich zum Ärger der Bevölkerung der gesamte Durchgangsverkehr – inklusive der vielen Fahrzeuge, die zur Deponie Gahlen/Gartrop fahren wollten – durch den Gahlener Ortskern quetschen. H.Sch./Luftbild Scheffler