Mit Jan Philipp Gawlina und Nicole „Nicky“ Schult haben die Fähnchenschützen von Buschhausen ein neues Königspaar. Zur Throngemeinschaft gehören Martin Große Ruiken und Målin Baumeister sowie Marvin Heiming und Nina Große Ruiken. Auch an der Vereinsspitze begann ein neuer Abschnitt: Lukas Dahlhaus übernahm das Präsidentenamt von Marius Sühling.

Entscheidung nach Mitternacht
Die Fähnchenschützen nahmen ihre lange Schützenfestnacht erneut wörtlich. Während andere längst über das Nachtprogramm nachdenken, wurde in Buschhausen weitergeworfen. Erst um 1.12 Uhr fiel die Entscheidung: Mit dem 456. Wurf holte Jan Philipp Gawlina, geborener Klosterkötter und besser bekannt als „Klosa“, den Holzklotz herunter.
Gemeinsam mit Königin Nicole „Nicky“ Schult führt er die Fähnchenschützen durch das kommende Jahr. Zum neuen Thron gehören außerdem Martin Große Ruiken und Målin Baumeister sowie Marvin Heiming und Nina Große Ruiken.
Das bewährte Motto liefert auch weiterhin die passende Richtung: „Chaos, Zwieback und Stumpfsinn“.

Marius Sühling gibt den Staffelstab weiter
Bereits vor dem nächtlichen Schießen hatte es einen Wechsel an der Spitze der Fähnchenschützen gegeben. Nach der Parade übergab Marius Sühling das Präsidentenamt an Lukas Dahlhaus. Sühling geht damit mehr oder weniger in den Ruhestand. Ganz ohne Amt bleibt er allerdings nicht: Die Fähnchenschützen nahmen ihn als Ehrenpräsidenten in ihren Kreis auf.

Sühling blickte auf elf Jahre als Präsident, drei Jahre als Oberst und zwei Jahre als Fahnenträger zurück. Die Fähnchenschützen gingen stets mit der Zeit. Dazu gehöre auch, Verantwortung weiterzugeben. Er habe sein Amt mit viel Herzblut ausgeübt und mit Lukas Dahlhaus einen Nachfolger gefunden, dem er die Aufgabe guten Gewissens übertragen könne.
„Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit“, erklärte Sühling. Die elf Jahre als Präsident seien für ihn eine schöne Zeit gewesen. Er wolle keines dieser Jahre missen. Nun freue er sich darauf, dass eine neue Generation die Fähnchenschützen präge.

Ein Präsident aus den eigenen Reihen
Lukas Dahlhaus ist 24 Jahre alt und kennt die Fähnchenschützen seit seiner Kindheit. Sein Vater war früher Vizepräsident. „Ich habe die Feste von klein auf miterlebt und dadurch schon früh eine enge Verbindung zu den Fähnchenschützen aufgebaut“, erklärte Dahlhaus.
Auf seine neue Aufgabe freue er sich: „Wir übernehmen das Amt mit einer jungen Mannschaft und befinden uns derzeit mitten in einem Generationenwechsel.“ Die neuen Amtsträger seien bereits seit mehreren Jahren aktiv und wüssten, welche Aufgaben auf sie zukämen.
„Die Tradition soll auch künftig im Mittelpunkt stehen. Gleichzeitig wollen wir unseren eigenen Stil einbringen“, betonte der neue Präsident. Grundlegende Abläufe wolle die Mannschaft nicht auf den Kopf stellen. „Wir wissen aber, an welchen Stellen Veränderungen möglich und notwendig sind.“

Erste Rede zwischen Rückblick und Lachgeschichte
Bei seiner ersten Rede als Präsident arbeitete Dahlhaus ein umfangreiches Programm ab. Neben Begrüßung und Danksagung verabschiedete er seinen Vorgänger und ernannte ihn zum Ehrenpräsidenten.
„Dann haben wir neue Bauzaunbanner als Sichtschutz enthüllt, unter anderem auch mit Marius als kleinem Denkmal“, berichtete Dahlhaus. Der Sichtschutz erfülle dabei einen praktischen Zweck: „Damit man sich dahinter besser verstecken kann.“
Auch die Aktivitäten des vergangenen Jahres kamen zur Sprache. Dazu gehörten die Bierprobe, „König lädt ein“, das Antrommeln, die Winterwanderung und die Weihnachtsfeier.

Lach und Sachgeschichte aus Buschhausen
Ein kleiner Seitenblick galt der „Lieblingsnachbargilde“. Die Fähnchenschützen griffen die dortige Sorge auf, möglicherweise keinen neuen König zu finden. In einer „Lach und Sachgeschichte“ im Stil der „Sendung mit der Maus“ erklärten sie deshalb, wie man in Buschhausen König wird.
Auch König Nico von der Kilianschützengilde Altschermbeck, Fähnchenkönig von 2025), spielte eine Rolle. Weil er beim Schützenfest vor zwei Wochen auf seinem Thron keine Schnittchen bekommen hatte, überreichten ihm die Fähnchenschützen bereits am Kiliansmontag Schnittchen als Throngeschenk.

Ehrenpräsident ist seit 45 Jahren dabei
Im Kreis der Ehrenpräsidenten durfte Jürgen Kreyenkamp nicht fehlen. Seit 45 Jahren sei er bei den Fähnchenschützen dabei, gestand er lachend. Auf dem Papier sehe seine Karriere allerdings deutlich kürzer aus: Weil er über viele Jahre schlicht vergessen habe, sich in die Teilnehmerliste einzutragen, seien offiziell nur elf Teilnahmen dokumentiert.
Sein erstes Schützenfest habe Kreyenkamp bereits 1982 erlebt. Damals habe er bei Nappenfeld gesessen, während bei Grüter gefeiert worden sei. Im Austausch mit langjährigen Weggefährten habe er nun übereinstimmend gehört, dass das aktuelle Fest eine neue Qualität erreicht habe.

Mit dem Wechsel an der Spitze beginne ein neuer Abschnitt. Kreyenkamp sprach von einem Aufbruch innerhalb der Fähnchenschützen. Die Beteiligten blickten optimistisch nach vorn. Das Fest zeige aus seiner Sicht, wie Schützenfest heute gestaltet werden könne.
Und wie heißt es in Altschermbeck so schön: Nach dem Schützenfest der Fähnchenschützen und der Schwestergilde ist vor dem Schützenfest 2027. Bis dahin bleibt genügend Zeit, neue Lach und Sachgeschichten zu sammeln und den Vorrat an Schnittchen und Eiern zu prüfen.





























































