Mit einer feierlichen Kranzniederlegung am Ehrenmal haben die Altschermbecker Kilianer am Sonntagvormittag der Gefallenen und Vermissten der beiden Weltkriege gedacht. Zahlreiche Schützen, Thronmitglieder, Jubilare und Gäste nahmen an der Zeremonie teil, die traditionell einen der besinnlichen Höhepunkte des Kilian-Schützenfestes bildet.

Schützenhochamt eröffnet den Festsonntag
Der Festtag hatte um 9.30 Uhr mit dem Schützenhochamt in der St.-Ludgerus-Kirche begonnen. Die Blaskapelle „Einklang Schermbeck“ verlieh der Messe einen festlichen musikalischen Rahmen. Präsident Gregor Zens dankte Pastor Xavier Muppala für die Gestaltung des Gottesdienstes und seine Predigt.
Zugleich begrüßte er die Abordnung der benachbarten Kilian-Schützengilde Schermbeck, deren Teilnahme an der Altschermbecker Schützenmesse inzwischen zu einem festen Bestandteil des gegenseitigen Besuchs geworden ist.

Gedenken am Ehrenmal eröffnet die Zeremonie
Nach dem Hochamt versammelten sich die Teilnehmer am Ehrenmal. Neben der Blaskapelle Einklang begleitete auch der Kirchenchor „Cäcilia“ die Gedenkfeier musikalisch. Im Mittelpunkt standen das Erinnern an die Opfer der Weltkriege und die Mahnung, die Lehren aus der Vergangenheit nicht zu vergessen.
Unter den Teilnehmern befanden sich das amtierende Königspaar Ralf Grömping und Michi Deuster mit Thron sowie das Silberkönigspaar Berthold und Ingrid Bienbeck. Besonders begrüßte Gregor Zens auch die diamantene Königin Christa Ridder.
An den verstorbenen diamantenen König Heinz Underberg Vennhoff erinnerte der Präsident mit persönlichen Worten. Er sei an diesem Tag in Gedanken bei der Gemeinschaft.

Gregor Zens richtet den Blick auf Altschermbeck
In seiner Ansprache stellte Gregor Zens heraus, dass Krieg, Terror und Gewalt in den vergangenen Jahren häufig im Mittelpunkt der Reden am Ehrenmal gestanden hätten. Auch gegenwärtig gebe es zahlreiche internationale und innenpolitische Themen, über die gesprochen werden könne.
In diesem Jahr richtete der Präsident den Blick jedoch bewusst auf Altschermbeck und auf die Frage, weshalb das Schützenfest für den Ort und seine Bewohner eine so große Bedeutung besitze.

Das Fest sei weit mehr als die Freude am Feiern. Es gebe Altschermbeck ein Gesicht, stifte Identität und vermittle vielen Menschen ein Gefühl von Heimat. Hier entstünden Erinnerungen, Generationen kämen zusammen und gemeinsame Erlebnisse stärkten die Verbundenheit mit dem Ort.
Tradition und Engagement tragen das Schützenfest
Auch die Tradition spiele eine zentrale Rolle. Dabei gehe es nicht lediglich um alte Gewohnheiten, sondern um Werte und Bräuche, die von Generation zu Generation weitergegeben würden. Mit Blick auf das bevorstehende 150-jährige Bestehen der Schützengilde im kommenden Jahr werde besonders deutlich, wie lange diese Verbindung bereits bestehe.

Gregor Zens würdigte zudem das Engagement der zahlreichen Helfer, Offiziere und Vorstandsmitglieder. Ein Schützenfest entstehe nicht von allein, sondern durch Menschen, die Zeit, Ideen und Kraft einbrächten, vielfach im Hintergrund und häufig mit großer Selbstverständlichkeit.
Sein Dank galt ebenso König Ralf, Königin Michi sowie den Ehrendamen und Ehrenherren, die das vergangene Regentschaftsjahr zu einem besonderen Festjahr gemacht hätten.
Gemeinschaft verbindet die Generationen
Das wichtigste Element des Schützenfestes bleibe jedoch die Gemeinschaft. Hier begegneten sich Jung und Alt, Familien, Freunde und Nachbarn. Man feiere miteinander, stehe füreinander ein und erlebe Momente, die über die Festtage hinaus verbänden.

Identität gebe Wurzeln, Tradition schlage eine Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft, Engagement mache das Fest möglich und Gemeinschaft verleihe ihm seinen besonderen Charakter, betonte der Präsident.
Schwarz-Rot-Gold als Zeichen für Freiheit und Demokratie
Einen weiteren Akzent setzte Gregor Zens mit einem deutlichen Bekenntnis zur Deutschlandflagge. Schwarz-Rot-Gold stehe historisch für nationale Einheit, Freiheit, Bürgerrechte und Demokratie.
Das bewusste Hissen der Flagge am Ehrenmal verstand er daher als Zeichen für die freiheitlichen Werte, für die die demokratische Gesellschaft einstehe.

Kranzniederlegung erinnert an die Opfer der Weltkriege
Mit dem Blick auf die Namen der Gefallenen und Vermissten auf den Gedenktafeln kehrte die Ansprache schließlich zum eigentlichen Anlass der Zeremonie zurück. Die Tafeln seien Zeugnisse einer grausamen Zeit und erinnerten daran, wie wichtig Frieden und Freiheit seien.
Nach der Kranzniederlegung und der Parade am Ehrenmal setzte sich der Festsonntag beim Frühschoppen im Festzelt fort.
























