Der Eichenprozessionsspinner im Kreis Wesel steht erneut im Fokus der Behörden. In den kommenden Wochen führt der Kreis gezielte Maßnahmen durch, um die Ausbreitung der Raupen einzudämmen. Ziel ist es, gesundheitliche Risiken für die Bevölkerung zu minimieren.
Maßnahmen starten ab Mitte April
Ab Mitte April beginnt die Raupenzeit des Eichenprozessionsspinners. Der Kreis Wesel reagiert darauf mit Bekämpfungsmaßnahmen an Kreisstraßen sowie auf kreiseigenen Flächen. Dabei werden betroffene Bäume gezielt besprüht.
Gesundheitsgefahr durch Raupenhaare
Die Larven des Eichenprozessionsspinners stellen eine Gefahr für Menschen dar. Ihre feinen Brennhaare können bei Hautkontakt starke Juckreizreaktionen oder allergische Reaktionen auslösen. Beim Einatmen drohen Entzündungen der Atemwege.
Gezielter Einsatz eines biologischen Mittels
Zum Einsatz kommt ein bakterielles Protein, das als selektives Fraßgift wirkt. Junge Raupen nehmen den Wirkstoff über die Nahrung auf. Nach etwa vier Tagen sterben die Larven, noch bevor sich die gesundheitsschädlichen Brennhaare ausbilden. Nach Angaben des Kreises ist das verwendete Mittel für Menschen, Haustiere und Pflanzen unbedenklich.
Durchführung abhängig vom Wetter
Die Sprüharbeiten erfolgen ausschließlich bei trockener Witterung. Nur so kann sich das Mittel gleichmäßig auf den Blättern verteilen. Da das Zeitfenster für eine wirksame Bekämpfung begrenzt ist, finden die Einsätze teilweise in den frühen Morgenstunden sowie bis in den Abend hinein statt. Der Kreis Wesel bittet die Bevölkerung um Verständnis für mögliche Einschränkungen während der Maßnahmen.























