In der evangelischen St. Georgs-Kirche in Schermbeck entsteht etwas, das es hier bislang nie gegeben hat. Erstmals wird ein eigener Posaunenchor gegründet. Am dritten Advent lädt der neu formierte Posaunenchor St. Georg zu einem Benefizkonzert ein und füllt den historischen Kirchenraum mit festlichen und besinnlichen Klängen.
Eine lange Geschichte ohne Posaunenchor
Die St. Georgs-Kirche hat in ihrer Geschichte vieles erlebt. Vor mehr als 600 Jahren erbaut, ist sie seit fast 500 Jahren Heimat der evangelischen Kirchengemeinde in Schermbeck. Was hier jedoch bislang fehlte, war ein Posaunenchor, wie er in vielen evangelischen Gemeinden selbstverständlich ist.
Das soll sich nun ändern. Am Sonntag, 14. Dezember, dem dritten Advent, erklingen erstmals Blechbläser in dieser Formation in der Georgs-Kirche. 14 Musikerinnen und Musiker aus Schermbeck und der Umgebung haben sich dafür zusammengefunden.
Eine Idee aus dem Gespräch heraus
Initiiert und geleitet wird der Posaunenchor St. Georg von dem gebürtigen Schermbecker Stephan Schulz. Der professionelle Posaunist und Tubist verfügt über jahrzehntelange Erfahrung. Die Idee entstand gemeinsam mit dem neuen Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde, Daniel Wiegmann.
Wiegmann stamme aus Bielefeld, genauer aus Bethel. Dort haben Posaunenchöre in der evangelischen Kirche eine lange Tradition. „Ausgerechnet unsere schöne Georgs-Kirche in Schermbeck hatte so etwas bisher nicht“, sagt Schulz.
Musiker mit regionalen Wurzeln und großer Erfahrung
Der neu gegründete Posaunenchor St. Georg besteht überwiegend aus professionellen Musikerinnen und Musikern, darunter auch zwei Frauen. Fünf von ihnen stammen aus Schermbeck. Mit dabei sind Martin Leßmann, Manfred Dahlhaus, Bastian Striewe, Jürgen Hater, Michael Grüter sowie Stephan Schulz.
Schulz studierte Posaune und Tuba an den Musikhochschulen Detmold und Münster. Unterricht erhielt er unter anderem bei Jiggs Whigham und Eric van Lier. Von 1989 bis 1992 war er Mitglied im Jugendjazzorchester NRW sowie im Bundesjazzorchester unter der Leitung von Peter Herbolzheimer. Zudem war er 30 Jahre als Posaunenlehrer an der Musikschule in Bielefeld tätig und spielt unter anderem in der Big Band Dorsten.
Viele der beteiligten Musiker sind oder waren in Ensembles wie Einklang Schermbeck oder den Pilsn Buam aktiv.
Eine Premiere mit offenem Ausgang
Besonders ist nicht nur die Gründung des Posaunenchors St. Georg, sondern auch die Art des ersten Auftritts. „Das ist eine Premiere für uns alle, denn so in dieser Formation haben wir noch nie zusammen gespielt“, sagt Schulz. Zwar kennen sich die Musiker aus unterschiedlichen Projekten, gemeinsam geprobt haben sie bislang jedoch nicht.
Das Konzert bleibt damit bewusst offen und lebendig. Festliche Choräle und besinnliche Klänge sollen den Kirchenraum füllen und auf die Feiertage einstimmen.
Musik für einen guten Zweck
Der Eintritt zum Benefizkonzert ist frei. Am Ausgang werden Spenden für die Stiftung Lühlerheim gesammelt. Das Konzert beginnt um 17.00 Uhr und dauert etwa eine Stunde.
Mit dem Benefizkonzert am dritten Advent beginnt für die St. Georgs-Kirche in Schermbeck ein neues Kapitel. Der Posaunenchor St. Georg bringt eine lange protestantische Tradition erstmals in die Gemeinde und verbindet sie mit einer Benefizaktion für einen guten Zweck.























