Die Kreisverwaltung Wesel lädt zu einer besonderen Ausstellung ein, die die politische Entwicklung des Kreises in den vergangenen fünf Jahrzehnten beleuchtet.
Besucherinnen und Besucher können sich über Wahlergebnisse, historische Akteure und die Entwicklung des Kommunalwahlrechts informieren.
Rückblick auf 50 Jahre Demokratie
Die Ausstellung im Kreishaus Wesel dokumentiert die Entwicklung der politischen Landschaft seit der kommunalen Neuordnung im Jahr 1975. Auf mehreren Tafeln werden die Ergebnisse von zehn Kreistags- und fünf Landratswahlen dargestellt.
Neben den Stimmzahlen und Sitzverteilungen gibt es auch Einblicke in die damaligen politischen Akteure – von Oberkreisdirektoren und Landräten bis hin zu Fraktionsvorsitzenden.
Wandel des Kommunalwahlrechts
Ein Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf den Veränderungen des Kommunalwahlrechts in Nordrhein-Westfalen. Dazu gehören die Anfänge mit der „kommunalen Doppelspitze“, die Einführung des hauptamtlichen Landrats sowie die Direktwahl der Landräte durch die Bürgerinnen und Bürger ab 1999.
Zitat von Landrat Ingo Brohl
Landrat Ingo Brohl hebt die Bedeutung der Ausstellung hervor: „Wenn wir heute auf 50 Jahre Kreis Wesel zurückblicken, blicken wir auch auf 50 Jahre kommunale Selbstverwaltung in der Verwaltung und im Kreistag zurück. Wir sehen dabei Entscheidungen, die unser Leben geprägt haben. Ursprung von diesen Entscheidungen waren und sind demokratische Wahlen. Die Ausstellung macht deutlich: Jede Stimme ist ein Ausdruck von Verantwortung und Mitgestaltung. Demokratie lebt davon, dass Menschen sich einbringen – damals wie heute.“
Freier Eintritt und Sonderöffnung am Wahlabend
Die Ausstellung ist während der regulären Öffnungszeiten des Kreishauses Wesel kostenlos zugänglich. Zusätzlich können Besucherinnen und Besucher am Wahlabend der Kommunalwahl 2025 ab 18 Uhr die Tafeln im Rahmen der offiziellen Präsentation der Wahlergebnisse besichtigen.
Mit der Ausstellung möchte der Kreis Wesel einen Beitrag zum Jubiläumsjahr leisten und die Entwicklung der politischen Teilhabe sichtbar machen – zugleich soll sie zum Nachdenken anregen, wie Demokratie am Niederrhein auch künftig gestaltet werden kann.























